Vergleich: Die 10 E-Scooter-freundlichsten Städte in Deutschland

Die 10 E-Scooter-freundlichsten Städte in Deutschland

Aus dem Stadtbild vieler deutscher Großstädte sind sie nicht mehr wegzudenken: E-Scooter bringen Abwechslung auf die Straße. In welcher Stadt ist das Angebot am größten? Der reisereporter verrät es dir.

Mann fährt mit einem E-Roller des Unternehmens Lime in der Abendsonne auf der Uferpromenade am Main vor der Skyline von Frankfurt.
Am Mainufer mit Blick auf die Skyline entlangrollen: In Frankfurt kannst du mit dem E-Scooter auf Sightseeing-Tour gehen.

Foto: imago images/Ralph Peters

E-Scooter polarisieren: Die einen schätzen sie als bequemes und flexibles Transportmittel, andere finden dagegen, dass die Roller den Verkehr noch weiter verstopfen und bezweifeln ihre Umweltfreundlichkeit. Außerdem sind E-Scooter im Vergleich zu anderern Sharing-Angeboten wie Leihrädern oder -autos ziemlich teuer.

Trotzdem versprechen E-Scooter jede Menge Spaß und Abwechslung beim Sightseeing. Wo du bei deinem nächsten Städtetrip besonders gute Voraussetzungen für einen Ausflug mit dem E-Scooter findest, verrät dieses Ranking: 

10. Hannover

Die niedersächsische Landeshauptstadt will fahrradfreundlicher werden: Bis 2025 soll beispielsweise ein Viertel aller Wege mit dem Rad zurückgelegt werden. Ein Trend, der auch E-Scootern zugutekommen könnte, denn die nutzen auch das Radwegenetz. 

Abstellen darfst du die E-Scooter fast überall, mit Ausnahme von spezifischen Fahrradstellplätzen und Grünanlagen. Minuspunkt: Bislang kannst du in Hannover nur Roller der Anbieter Lime und Tier ausleihen. Die Dichte an E-Scootern ist deshalb vergleichsweise gering. 

Lohnt Sightseeing mit dem E-Scooter überhaupt? reisereporterin Maike hat es für dich in Hannover getestet: 

9. Mannheim

Mal eben vom Barockschloss Mannheim zum Luisenpark und danach ins Szeneviertel Jungbusch? Mit E-Scootern bist du in Mannheim flexibel unterwegs. Weil die Stadt derzeit die Radspuren in vielen Bereichen ausbaut, freuen sich auch E-Scooter-Fahrer. 

Allerdings dürfen in der Innenstadt morgens maximal 100 Roller aufgestellt werden. Und: Mit Tier als einzigem Anbieter ist die Auswahl noch geringer als in Hannover. Immerhin werden die Straßen dadurch weniger von Rollern überfüllt. 

8. Ingolstadt

Hättest du es gewusst? Ingolstadt gehört zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V. und sorgt so für mehr Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern. Auch hier ist Tier als einziger Anbieter von E-Scootern am Start.

Die Altstadt von Ingolstadt ist zwar verkehrsberuhigt und daher eigentlich E-Scooter-freundlich, allerdings macht es das Kopfsteinpflaster in vielen Straßen Rollerfahrern schwer. Ergibt trotzdem einen guten achten Platz für die Stadt zwischen Nürnberg und München.

7. Stuttgart

Fahrrad fahren in Stuttgart kann ganz schön anstrengend sein: Die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg ist ziemlich hügelig. Kein Problem für E-Scooter! Der Elektromotor bügelt steile Anstiege quasi glatt. 

Im Vergleich zu den vorherigen Rängen kannst du in Stuttgart außerdem bereits unter mehreren Anbietern wählen. Neben Lime haben auch Voi und Circ ihre Roller in der Stadt. Jeder von ihnen darf in der Innenstadt maximal 100 Roller aufstellen, insgesamt dürften dort 800 E-Scooter stehen – bleibt also Luft für noch mehr Anbieter. 

Zwei Personen fahren auf einem E-Scooter des Unternehmens Lime in der Fußgängerzone Königstraße am Schlossplatz in Stuttgart.
So lieber nicht: Zu zweit auf einem E-Scooter zu fahren – wie hier am Schlossplatz in Stuttgart – ist verboten. Foto: imago images/Ralph Peters

6. Hamburg

Gute Aussichten für E-Scooter in der Hansestadt: Mit Tier, Lime, Voi und Circ sind alle großen Anbieter in Hamburg vertreten. Durch eine maximale Anzahl von E-Scootern und bestimmten Sperrzonen fürs Abstellen stellt die Stadt trotzdem sicher, dass E-Scooter nicht zur Behinderung im Straßenverkehr werden. 

Zwar ist die Fahrradfreundlichkeit von Hamburgs Straßen ausbaufähig – doch genau das will die Stadt in Zukunft auch tun. Im bundesweiten Vergleich schneide Hamburg in Sachen Fahrradförderung gut ab, ergibt das Ranking des Online-Kaufhauses Hertie, das die E-Scooter-freundlichen Städte in Deutschland verglichen hat.

5. Heidelberg

Die idyllische Stadt am Neckar ist als Fahrradstadt bekannt – aber eben auch für das malerische und historische Stadtbild. Damit E-Scooter den Gesamteindruck nicht stören, gibt es genaue Regelungen mit dem Anbieter Tier. In bestimmten Ruhezonen darfst du beispielsweise keine Roller nach der Fahrt parken. In einem Bereich der Innenstadt dürfen morgens nur 100 E-Scooter aufgestellt werden, und in einem Umkreis von 100 Metern dürfen maximal fünf Roller stehen.

Als Fahrradstadt investiert Heidelberg übrigens kräftig in das Wohl von Radlern (und Rollerfahrern): In diesem und im kommenden Jahr fließen mehr als acht Millionen Euro in den Radverkehr.

4. Münster

Köln oder Düsseldorf? Fehlanzeige! Als einzige Stadt in NRW schafft es die Uni- und Fahrradstadt Münster in die Top 10. Auf und abseits der autofreien Promenade, die einmal um die Altstadt führt, ist das Fahrrad in Münster ein beliebtes Transportmittel. 

Vor allem ist das Radfahren in der westfälischen Stadt schon so etabliert, dass Autofahrer wie selbstverständlich Rücksicht nehmen. Ein Vorteil, der auch E-Scooter-Fahrern zugutekommen kann, denn die fühlen sich oft als eher ungesicherte Verkehrsteilnehmer. Derzeit gibt es in Münster 200 Scooter von Tier, allerdings soll das Angebot bald erweitert werden.

Anstatt um den Aasee zu laufen, können Touristen mit Zeitmangel ganz entspannt um das beliebte Gewässer cruisen: 

3. München

Wie in Hamburg findest du auch in München E-Scooter von Voi, Circ, Lime und Tier. Insgesamt 400 Roller stehen jeden Morgen in der Innenstadt bereit. Dazu kommen noch einmal 1.000 im äußeren Ring – eine riesige Auswahl!

Weil in der bayerischen Landeshauptstadt derzeit jede Menge Radwege saniert werden, kannst du auch auf den Elektrorollern gute Straßenqualität genießen. Ein verdienter dritter Platz!

2. Potsdam

Berlin ist in dem Vergleich der besten Städte für Elektroroller nicht vertreten – dafür aber Nachbarstadt Potsdam. Dort ist die Innenstadt mit E-Scootern extrem gut erreichbar, in vielen Straßen im Stadtzentrum darfst du mit den Rollern fahren. Und auch sonst ist das Rollerbusiness in Potsdam kaum reguliert: Du darfst dein Gefährt überall abstellen – und die Zahl der Roller, die in Potsdam aufgestellt werden dürfen, ist nicht gedeckelt. Die Chancen stehen also gut, dass neben dem bisher einzigen Anbieter Voi noch weitere dazukommen.

1. Frankfurt

So viele Elektroroller wie in Frankfurt findest du derzeit in keiner anderen Stadt in Deutschland: Insgesamt 2.000 E-Scooter der Anbieter Tier, Circ und Lime sind in der Stadt verteilt. Es gibt nur vereinzelte Zonen, in denen du diese nicht abstellen darfst, ansonsten ist der E-Scooter-Markt in der Mainmetropole kaum reguliert.

Apropros Main: Vor der Skyline an der Uferpromenade entlangflitzen ist nur einer der Vorzüge einer Rollertour durch Frankfurt. Auch in der Innenstadt kannst du die meisten Straßen mit E-Scootern befahren.

Hintergrund zum Ranking: In den Vergleich sind Kriterien wie das Verleihangebot, Fahr- und Abstellverbote, Fördermaßnahmen und die Fahrradfreundlichkeit der Stadt eingeflossen. Gute Fahrt – und immer schön an die Regeln halten und mit Respekt im Straßenverkehr unterwegs sein!

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