Crash mitten im Zentrum der polnischen Hafenstadt Danzig: Bei zehn der mehr als einem Dutzend Verletzten handelt es sich um Deutsche.

Drei weitere sind polnischer Herkunft, darunter der Straßenbahnfahrer, der ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, und zwei seiner Fahrgäste. Der Reisebus war aus Kandern in der Nähe von Lörrach in Baden-Württemberg gekommen, als er gegen 14 Uhr am Donnerstag mit einer Straßenbahn in Danzig zusammenstieß.

Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei wurden zur Unfallstelle gerufen. Polizisten nahmen den deutschen Busfahrer vorläufig fest. 

Ein Alkoholtest habe ergeben, dass der 60-Jährige nüchtern war. Das berichtet die Lokalzeitung „Trojmiasto“. Die genaue Ursache für den Unfall steht noch nicht fest, erste Ermittlungen zeigen, dass der Busfahrer bei Rot links abgebogen sei und daraufhin mit der herannahenden Tram 8 kollidierte.

Video zeigt die demolierte Straßenbahn in Danzigs Innenstadt

Aufnahmen von der Unfallstelle zeigen, wie sich eine Traube Menschen um die demolierte Straßenbahn auf den Bürgersteigen versammelt – der Stadtverkehr ging wegen der Bergung nur schleppend voran, es kam zu Staus.

Die Zahl der Verletzten stieg am Donnerstagnachmittag auf insgesamt 14, wie die Polizei bekannt gab. Gegen 18.20 Uhr war der Einsatz beendet. 

Touristenbus-Unfall: Wie sicher ist die Reise?

Zu verheerenden Unfällen mit Reisebussen kam es in diesem Jahr vermehrt, der reisereporter berichtete. Bei einem Busunglück auf Madeira, bei dem sich der Bus mehrfach überschlagen hatte, verloren 29 Deutsche ihr Leben. Und auch auf Deutschlands Straßen kam ein Flixbus mit 74 Gästen von der Fahrbahn ab und kippte um.

Solche Berichte lösen Unwohlsein und Bedenken aus, dabei ist die Sorge relativ unbegründet. Busse zählen zu den sichersten Transportmitteln – nur bei einem Bruchteil (3,7 Prozent) der vermeldeten Unfälle waren Reisebusse involviert.