Spontan ein Upgrade für die Business Class bekommen – davon träumen viele Fluggäste. Manchmal haben sie Glück, und die Mitarbeiter am Check-in bieten einen Wechsel aus der Economy Class gratis an.

Dieser Fall zeigt allerdings, wie man es nicht machen sollte: Eine selbst erklärte Influencerin hat die Airline Cathay Pacific aktiv um ein kostenloses Upgrade gebeten. Auf Instagram folgen Jaqueline Ng mehr als 65.000 User. Am 30. Mai ist sie von Taiwan nach New York und am 7. Juni zurückgeflogen.

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Auf dem Hinflug verweigerten die Mitarbeiter Jaqueline ein Upgrade, obwohl sie eine Mail vorgezeigt habe, in der ihr Cathay Pacific angeblich ein Upgrade in Aussicht stellte. Das Schreiben will die Influencerin von einem Marketing-Mitarbeiter der Airline erhalten haben. Die Airline hingegen beschuldigt Jaqueline, die Mail gefälscht zu haben. 

Auf dem Rückflug versuchte Jaqueline nämlich erneut, ein Upgrade für den Langstreckenflug zu bekommen. Diesmal soll die Frau dieselbe Mail vorgezeigt haben, allerdings mit einer anderen Referenznummer. Die Mitarbeiter am Flughafen JFK waren skeptisch: Sie hakten bei der Zentrale nach. Und tatsächlich soll der Angestellte, von dem die Mail angeblich stammt, den Mailkontakt mit Jaqueline abgestritten haben. Das bestätigte auch das Mailsystem, in dem die Nachrichten nicht auftauchten.

Airline wittert Betrug: Lebenslanges Flugverbot für Influencerin

Die Airline-Mitarbeiter am Flughafen cancelten Jaquelines Ticket und verhängten ein lebenslanges Flugverbot mit Cathay Pacific. Für 1.400 US-Dollar (rund 1.280 Euro) musste sie sich ein neues Flugtickte nach Taiwan kaufen.

Mit ihrem Fall wandte sich die Influencerin an Elliot Advocacy, ein Unternehmen, das Verbraucherinteressen vertritt. Denn Cathay hatte ihr zwar den Preis für ihr ursprüngliches Ticket erstattet, Jaqueline forderte aber auch die Kosten für das neue Ticket zurück. 

Doch solange Jaqueline nicht die Metadaten der Mail einreicht, bleibt der Fall klar: Für Cathay hat die Influencerin Betrug begangen, sie bleibt für künftige Flüge gesperrt. Die Geschäftsbedingungen der Airline besagen außerdem, dass diese den neuen Flug nicht zahlen muss. Jaqueline will sich damit nicht zufriedengeben – und schaltet jetzt einen Anwalt ein.