Tausende Passagiere werden wohl betroffensein: An acht Flughäfen in Deutschland drohen am Dienstag, 22. März, wegen Warnstreiks erneut Verspätungen und Stornierungen. Die Gewerkschaft Verdi hat Sicherheitskräfte in der Fluggastkontrolle an den meisten Flughäfen in Deutschland aufgerufen. Folgende Airports sind betroffen:

  • Frankfurt
  • Berlin BER
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hannover
  • Stuttgart
  • Düsseldorf
  • Köln/Bonn

Was tun, wenn der Flug gestrichen wurde?

Die Airline muss sich auch bei Flugstreichungen und Verspätungen darum kümmern, dass die Passagiere zu ihrem Ziel kommen. Bei Inlandsflügen können sie zum Beispiel auf Bus oder Bahn umgebucht werden. Das Flugticket lässt sich dann in eine Fahrkarte umwandeln.

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Vorsicht: Nicht einfach auf eigene Faust eine Zugfahrkarte kaufen. Denn wenn die Bahnfahrt teurer ist als der Flug, dann bleiben Fluggäste eventuell auf dem Differenzbetrag sitzen. Besser: Das Flugticket vor der Fahrt bei der Airline in ein Bahnticket umtauschen.

Airlines versuchen, Annullierungen oftmals auch über Tochtergesellschaften abzufangen – Passagiere können für einen Ersatzflug zu anderen Airports gebracht werden.

Flug gestrichen: Kann ich kostenlos stornieren?

Wenn ein Flug streikbedingt gestrichen wird, dann können Fluggäste den Flug auch kostenlos stornieren, online oder über die Telefonhotline.

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Du bist am Airport gestrandet?

Am Flughafen gestrandet: Wer zahlt eine Unterkunft?

Wenn der Flug annulliert wird oder sich auf den nächsten Tag verschiebt, dann muss die Fluggesellschaft für eine Hotelübernachtung zahlen und auch den Transport zur Unterkunft organisieren. 

Flugverspätung wegen Streik: Wer zahlt für die Verpflegung?

Bei großen Verspätungen ist die Airline dazu verpflichtet, die Passagiere mit Essen und Getränken zu versorgen. Bei Kurzstreckenflügen gilt das bei einer Verspätung von mindestens zwei Stunden, bei Mittelstreckenflügen ab drei Stunden und bei Langstreckenflügen ab vier Stunden.

Die Airline oder der Veranstalter muss gestrandete Passagiere betreuen.


Hier gibt's noch mehr Tipps, wie du dir eine nette Zeit am Flughafen machen kannst.

Hast du Anspruch auf Entschädigung?

Schlechte Nachrichten: „Da es sich um einen Streik des Flughafenpersonals handelt, haben betroffene Passagiere keinen Anspruch auf eine Entschädigung gemäß der Europäischen Fluggastrechteverordnung EG 261“, teilt Julián Navas von „Airhelp“, einer Organisation für Fluggastrechte, mit. Das heißt: Für gestrichene oder stark verspätete Flüge aufgrund des Streiks steht Reisenden im aktuellen Fall keine Entschädigungszahlung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person zu. „Bei vergleichbaren Aktionen des Airlinepersonals sähe dies, ob angekündigt oder spontan, anders aus”, so Navas.

Diese Rechte haben Passagiere laut der EG 261

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug.

Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin. Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird. Angekündigte wie unangekündigte Streiks gehören nicht dazu.