Am Freitag wird die Area 51 gestürmt: Was steckt hinter dem Hype?

Sturm auf Area 51 am Freitag: Was steckt hinter dem Hype?

Der Stichtag für den großen Sturm auf die Militärzone Area 51 ist gekommen: Mehr als zwei Millionen Menschen wollen an diesem Freitag auf Alien-Jagd gehen. Doch wie real ist der Hype – oder ist alles nur ein PR-Gag?

Tourist fotografiert an einem Schild bei der Area 51.
Die Area 51 ist schon lange ein Touristen-Anziehungspunkt. Doch am 20. September wollen Millionen die geheime Militärzone stürmen – so zumindest der Plan.

Foto: imago images/ZUMA Press

Mitten in der kargen Wüstenlandschaft von Nevada bereiten sich Dörfer auf einen apokalpytischen Zustand vor: Denn wenn tatsächlich nur ein Bruchteil der knapp 2,1 Millionen Facebook-Nutzer ihrer virtuellen Zusage folgen und heute, Freitag, den 20. September, zur militärischen Sperrzone Area 51 maschieren, dann ist der Ufo-Hype wohl wirklich real.

Einige Menschen kampieren schon seit Mittwoch in der Wüste – und feiern in Alien-Kostümen.

Ein viraler Hit, der letztlich sogar dazu geführt hat, dass die US-Luftwaffe eine Warnung an die Teilnehmer des Sturms ausgesprochen hat – immerhin handelt es sich um ein militärisches Sperrgebiet, auf dem unbefugtes Betreten strengstens verboten ist. Schon allein fürs Filmen können Besucher festgenommen werden.

Sogar die FAA hat reagiert und Flüge über das Areal von Donnerstag bis Sonntag eingeschränkt.

Sturm auf die Area 51 am 20. September: Livestream aus Nevada

Der Student Matty Roberts rief auf Facebook zu der irren Aktion im Juli auf – was eigentlich nur als Witz gedacht war, droht zu einem Massenevent zu eskalieren. So richtig kann jedoch niemand einschätzen, wie ernst die Lage werden könnte. Im Internet laufen Livestreams, die Follower fiebern beim Countdown dem Startschuss entgegen.

Das Motiv? Die versteckten Aliens finden, ihre Existenz beweisen, und die geheimen Ufo-Projekte des US-Militärs aufdecken! Zugegeben: Bis auf Verschwörunsgtheoretiker werden viele über dieses Vorhaben eher lachen. Und auch Initiator Matty scheint mit dem enormen Echo nicht gerechnet zu haben und wies darauf hin, den Plan nicht allzu ernst nehmen.

Festival statt Sturm: Wie heftig wird das Event um die Area 51?

Kurzerhand änderte er auch den furiosen Namen „Storm Area 51, They Can’t Stop All of Us“ in das deutlich entschärftere „Official Alienstock Tour“, ein thematisch angepasstes Festival vom 19. bis 22. September mit mehreren Events um Rachel, dem der Area 51 nächsten Ort.

Und wie dieses Foto zeigt, scheint das bisher sehr friedlich abzulaufen. Menschen tanzten nachts vor den Grenzzäunen:

Einwohner sorgen sich wegen des möglichen Massenansturms auf die Area 51

Alles soll sich an diesem Wochenende um das außerirdische Leben drehen – von Musik über Souvenirs bis hin zu Touren. Anfang September hatten nicht einmal 1.000 Menschen ein Ticket für das Festival gekauft, wie „Fox News“ berichtete. Die rund 50 Einwohner von Rachel machen sich – ob Sturm oder nicht – über die möglichen Ausmaße sorgen.

Keine Tankstellen, die Straßen seien nicht optimal, und viel Wüste: Hierher verirren sich seit dem Aufruf vermehrt fanatische Touris. „Ich bin von alldem genervt“, sagte eine Einwohnerin „Fox News“, nachdem Besucher mit ihrem Kameraequipment am Mittwoch ein Auto blockierten. Denn einige von ihnen halten wirklich an der wahnwitzigen Idee fest: „Wir wollen Aliens sehen. Oder überhaupt etwas sehen“, sagte Alexandra Bousson, als sie am Mittwoch für das Festival anreiste.

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