Es ist zu schwer – das lässt sich kurz und knapp über das Hinterteil des Airbus A320neo sagen. Offenbar ist der Schwerpunkt der Maschine nicht exakt ausbalanciert, was die Europäische Agentur für Flugsicherheit (englisch EASA) sogar dazu veranlasste, eine Warnung vor einem möglichen Sicherheitsrisiko auszusprechen.

Und die 200 Kilogramm schwere Satellitenantenne auf dem Rumpf des modernen Fliegers könnte das verschärfen.

A320neo hat Schwerpunkt-Probleme: Schwere Antenne fürs Internet muss weg

Lufthansa möchte offenbar das Risiko nicht eingehen und lässt die Antenne bei ihren derzeit 20 Maschinen nun grundsätzlich einfach weg. Das bestätigte eine Sprecherin dem „Aerotelegraph“.

Bedeutet: kein Internet an Bord. Eigentlich bitter, denn die Airline wirbt mit Internetzugang bei ausgewählten Flugzeugen, der A320neo gehört mit zu den jüngsten Baureihen von Airbus.

Airbus A320neo ( A320-251N ) von SAS.
Zum Vergleich: Bei SAS erhebt sich vor der Heckflosse eine Art Knubbel. Das ist die Satellitenantenne, auf die Lufthansa grundsätzlich verzichtet. Foto: imago images / ZUMA Press

Darauf müssen Passagiere also nun verzichten. Ebenfalls können sie bei Lufthansa nicht mehr einen der sechs Plätze in der hintersten Reihe buchen.

Lufthansa sperrt letzte Sitzreihe beim A320neo

Damit der Schwerpunkt beim Fliegen nicht zu weit hinten liegt, hat auch British Airways wie Lufthansa die letzte Reihe blockiert. Das hat die EASA nicht konkret gefordert, grundsätzlich warne sie vor möglichen Unsicherheiten, zum Beispiel beim forschen Durchstarten nach einem abgebrochenen Landevorgang. Dafür müssten jedoch einige spezielle Faktoren zusammenkommen, damit es tatsächlich gefährlich wird.

Dass nicht jede Airline wie Lufthansa den A320 nicht mit der Internet-Antenne ausstattet und die letzten Sitze frei lässt, liegt daran, dass die Kabinen unterschiedlich ausgestattet sind und damit die Schwerpunktgrenze verschieden ausfällt.

Beeinflusst wird das durch die Anordnung der Sitze – beispielsweise, wie viele Plätze in der Econonmy  und der Business Class vorhanden sind – genauso wie durch Bordküche und Toilette. Das mögliche Risiko soll mit einem Softwareproblem bei Lufthansa behoben werden – vielleicht funktioniert ja dann auch das Internet.