Die Straßen der französischen Hauptstadt platzen aus allen Nähten. Verkehrschaos und Luftverschmutzung sind ständige Begleiter in der Stadt, die beim Ranking der meistbesuchten Städte der Welt Platz zwei belegt – mehr als 19 Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Paris.

„Fliegende Taxis“ in Frankreich

Das Start-up „SeaBubbles“ hat jetzt vielleicht die Lösung des Problems – ein neues Transportmittel: das „fliegende Taxi“, vom Unternehmen auch „sea bubble“ genannt (deutsch: „Seeblase“). Das futuristische Gefährt ist auf der Seine unterwegs und könnte schon bald Menschen in Paris von A nach B bringen – ohne Staus oder überfüllte U-Bahnen.

Das „fliegende Taxi“ auf dem Wasser.
Beim Fahren „schwebt“ das Taxi bis zu einem halben Meter über dem Wasser. Foto: SeaBubbles

Die „sea bubble“ sieht aus wie ein kleines weißes Boot. Beim Fahren „schwebt“ das Taxi bis zu einem halben Meter über dem Wasser und erreicht dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 30 Stundenkilometern. Weil es einen Elektromotor besitzt, ist es besonders leise. Vier Passagiere und ein Fahrer haben im Gefährt Platz. 

Umweltfreundliche Alternative für Paris

Das Unternehmen wirbt mit dem Slogan „keine Wellen, keine CO2-Emissionen, kein Lärm“. Die „sea bubble“ soll schon im nächsten Frühjahr in Betrieb genommen werden – vorrausgesetzt, dass die Tests gut laufen und die französischen Behörden die Genehmigung erteilen. Was die Fahrt dann kosten soll, steht noch nicht fest.

Taxi-Stationen auf dem Wasser in Paris.
Zunkunftsmusik? So könnten die „fliegenden Taxis“ in Paris eingesetzt werden – das Start-up plant mehrere Taxi-Stationen auf dem Wasser. Foto: SeaBubbles

Die viertägige Testphase läuft noch bis Sonntag. Auf der Seine können diejenigen, die in der „sea bubble“ sitzen, am Eiffelturm und anderen Pariser Sehenswürdigkeiten „vorbeischweben“. Das Unternehmen plant Taxi-Stationen auf dem Wasser – verteilt in der ganzen Stadt.

Gibt's die „sea bubble“ bald auch in Amsterdam?

Das Start-up gibt an, dass auch andere Städte wie Genf, Zürich, Amsterdam und Rotterdam interessiert seien. Dabei ist der Testlauf am Genfer See vor zwei Jahren noch schiefgelaufen. Tausende Menschen sahen dabei zu, wie das Taxi im Wasser unterging.