Kreuzfahrt: Rentner wegen Drogen-Schmuggels vor Gericht

Kreuzfahrt: Rentner wegen Drogen-Schmuggels vor Gericht

Die britischen Senioren Roger (72) und Sue (71) sitzen seit Monaten im Gefängnis von Lissabon. Der Grund: Sie sollen neun Kilogramm Kokain über den Atlantik geschmuggelt haben. Jetzt wird ihnen der Prozess gemacht.

Kokain
Die Rentner schmuggelten neun Kilo Kokain über den Atlantik. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Revierfoto

Ein Rentner-Pärchen auf Kreuzfahrt: Nichts Ungewöhnliches, doch ein anonymer Hinweis ließ die Polizei auf dieses britische Paar aufmerksam werden. Am frühen Morgen des 4. Dezembers 2018 klopften die Beamten in Lissabon an der Kabine von Roger und Sue an Bord des Kreuzfahrtschiffes „Marco Polo“. Das Ergebnis der Durchsuchung: Die Koffer der Senioren waren voller Kokain.

Rentner wegen neun Kilogramm Kokain vor Gericht

Seitdem sitzen die beiden Briten in unterschiedlichen Gefängnissen in Lissabon. Am Dienstag begann nun der Prozess in der portugiesischen Hauptstadt. In Handschellen wurden Roger und Sue in den Gerichtssaal geführt und mussten sich wegen Drogen-Schmuggels verantworten.

Die Rentner behaupteten, sie hätten nichts vom Inhalt ihrer Koffer gewusst. Ein mysteriöser jamaikanischer Geschäftsmann soll ihnen das Kokain beim Halt in Saint Lucia untergejubelt haben. Die Drogen waren in das Polster der Koffer eingenäht, berichtet der „Mirror“.

Die besagten Koffer habe das Paar aber wissentlich mit an Bord genommen. Sie seien für den Weiterverkauf in England gedacht gewesen und sollten dort einen kleinen Gewinn erzielen, behaupteten die Rentner. Dass der Inhalt der Koffer in Wahrheit rund 1,13 Millionen Euro wert war, hätten sie nicht gewusst.

Senioren könnten für zwölf Jahre ins Gefängnis wandern

Nach dem ersten Prozesstag konnten die Richter in Lissabon noch kein Urteil fällen. Sollten Roger und Sue jedoch für schuldig erklärt werden, drohen ihnen bis zu zwölf Jahre Gefängnis in Portugal. 

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich Roger und Sue vor Gericht wegen Drogen-Schmuggels verantworten müssen. Vor einigen Jahren transportierten die beiden größere Mengen Cannabis nach Norwegen und verbrachten dort bereits mehrere Jahre in Haft.

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