Wegen eines technischen Defekts blieb der ICE 1084 der Deutschen Bahn nahe des Bahnhofs Hannover-Leinhausen hängen. Die Fahrt nach Köln wurde abgebrochen, für die rund 250 Passagiere an Bord hieß das: aussteigen, auf offener Strecke, nur wenige Minuten nach dem Halt in Hannover.

Panne bei der Deutschen Bahn: 250 Passagiere klettern über Leiter ins Gleis

Zunächst sollte der defekte Zug zurück in den Hauptbahnhof abgeschleppt werden – doch diese Aktion scheiterte. Nach mehreren Stunden Wartezeit mussten die Bahnreisenden dann über Leitern in das Gleisbett kraxeln – und von dort in einen auf dem Nachbargleis geparkten Ersatzzug steigen, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Die ziemlich unbequeme Evakuierung sorgte bei vielen Passagieren für schlechte Stimmung, es gab aber auch Lob für die Mitarbeiter. So twitterte Alexander Bercht am späten Montagabend ein Foto vom turbulenten Umstieg: „Mitternacht. Erster Wagen evakuiert. Respekt für die Mitarbeiter der #Bahn. Sind selber schon total durch, bleiben aber ruhig und professionell.“

Nach Zwangsstopp in Hannover: ICE nach Köln fährt mit drei Stunden Verspätung weiter

Nach dem Zugwechsel hieß es erneut: warten. Denn wegen des ungeplanten Stopps musste das gesamte Personal samt Lokführer ausgewechselt werden, da die Mitarbeiter ihre maximale Arbeitszeit überschritten hatten. 

Das sorgte bei Twitter-User „Meine Meinung-Blog“ für viel Frust: „Unfassbar! Fahrgäste dürsten, keine Versorgung mit Getränken. Zug steht seit 21:40!“

Mit gut drei Stunden Verspätung rollte der Ersatzzug in Richtung Köln weiter. Auf andere Züge hatte die Verspätung keine Auswirkung. Auf reisereporter-Nachfrage erklärte ein Bahn-Sprecher, dass die genaue Ursache untersucht werde, „um in Zukunft in solchen Fällen schneller zu sein.“

Darüber hinaus können sich betroffene Fahrgäste an die Deutsche Bahn wenden und ihren Fahrpreis in voller Höhe zurückerhalten.