Kenia: Gepunktetes Zebra-Baby wird zur Attraktion in der Masai Mara

Kenia: Gepunktetes Zebra-Baby wird Touristenattraktion

Tira ist erst ein paar Tage alt und schon DIE Attraktion im größten Nationalpark Kenias, der Masai Mara. Das Zebra wurde nicht mit Streifen geboren – sondern mit braunem Fell und weißen Punkten.

Normalerweise haben auch junge Zebras Streifen – doch dieses ist gepunktet.
Normalerweise haben auch junge Zebras Streifen – doch dieses ist gepunktet.

Foto: Matira Bush Camp

Hunderte Autos drängen sich um das schüchterne Zebrafohlen, die Ranger haben allerhand zu tun, die Touristen zurückzuhalten. Denn eigentlich sind in der Masai Mara in Kenia nur fünf Autos pro Tier erlaubt – aber in diesen Tagen, zum Ende der großen Gnu- und Zebra-Wanderung, sind viele Camps ausgebucht und etliche Menschen in Kenias größtem Nationalpark

Video: Gepunktetes Zebra-Baby in der Masai Mara

Tira ist eine kleine Sensation und seit drei Tagen der Star in der Masai Mara: Wegen einer Melanin-Störung ist das Fohlen braun mit weißen Punkten auf dem Fell. Nur an den Beinen zeigen sich Ansätze der typischen Zebrastreifen.   

Am späten Abend des 13. September wurde Tira zum ersten Mal gesichtet, von einem Safari-Guide. Antony Tira erzählt der kenianischen Zeitung „The Nation“, dass er erst dachte, jemand habe das Tier angemalt, um so sein Migrationsverhalten aufzuzeigen. Erst beim näheren Hinsehen habe er bemerkt, was er da entdeckt hatte. 

Das erste gepunktete Zebra in der Masai Mara

Tira, der im Matira Bush Camp arbeitet, machte Fotos von dem erst wenige Tage alten Tier und gab ihm einen Namen, nämlich seinen eigenen. Kurze Zeit später posteten er und seine Brüder, die ebenfalls als Guides arbeiten, das Foto auf Facebook – und die Aufmerksamkeit für das ungewöhnliche Fohlen begann.  

Tira ist das erste bekannte gepunktete Zebra, das in der Masai Mara in Kenia geboren wird. Ob es ein Männchen oder Weibchen ist, ist noch unklar. Allerdings gab es solche Geburten auch schon in anderen Nationalparks und Wildreservaten in Afrika, etwa vor fünf Jahren im Okavangodelta in Botswana.

Traurig: Die wilden Tiere überlebten nie länger als sechs Monate. Meistens ging die Überproduktion von Melanin nämlich mit anderen Krankheiten und Abnormitäten einher. Zudem haben die Streifen eine wichtige Schutzfunktion vor gefährlichen Fliegen und Mücken. 
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