Das sind die „reisereporter Top Places 2020“

Das sind die „reisereporter Top Places 2020“

Welche Orte müssen 2020 unbedingt auf die To-travel-Liste? Die reisereporter verraten ihre ganz persönlichen zwölf Top-Reiseziele für das kommende Jahr – Städte, Regionen und Länder, die du sehen solltest.

Wohin geht deine Reise 2020? Hoffentlich an einen der „reisereporter Top Places“.
Wohin geht deine Reise 2020? Hoffentlich an einen der „reisereporter Top Places“.

Foto: Schwertner/Patan/Prescovia (Montage)

Beutelteufel auf Tasmanien beobachten, den höchsten Wasserfall Westafrikas in Ghana erklimmen oder absolute Stille in Jordanien erleben – das sind nur drei der Urlaubserlebnisse, die du im Jahr 2020 auf gar keinen Fall verpassen darfst.

Reisetrends: Das sind die besten Reiseziele für 2020

Denn: Sie gehören zu den zwölf Top Places 2020 – die ganz persönlichen Lieblingsorte der reisereporter-Experten in Europa und auf der ganzen Welt und deine Reisetrends für das nächste Jahr. Die Top Places wecken deine Sehnsucht und dein Fernweh – auch nach Zielen, die noch nicht auf deiner Bucket-List stehen (aber unbedingt draufgehören).

Ob Strandurlaub, Aktivurlaub in der Natur oder Städtereise: Unsere Empfehlungen bieten dir garantiert die beste Urlaubsinspiration – und zwar für jeden Monat des Jahres.

„reisereporter Top Places 2020“: Für jeden Monat ein Reiseziel

Damit dir die Auswahl nicht allzu schwerfällt, stellen wir unsere persönlichen Top-Reiseziele vor und geben dir Tipps zu Sightseeing, Unterkunft und Anreise. Und jeder einzelne reisereporter verrät dir natürlich, warum du ausgerechnet an seinen Top Place reisen musst.

Januar: Indonesien – Traum für Backpacker und Surfer

Indonesien gehört zu den besten Surfrevieren der Welt und ist ein Traum für Backpacker – das sind nur zwei der Gründe, warum das südostasiatische Land für reisereporterin Leo Bartsch ihr Top Place 2020 ist.

Sie ist sich sicher: Hier kann jeder sein ganz persönliches Paradies finden. Auswahl gibt es im weltgrößten Inselstaat mit 17.508 Inseln genug.

Indonesien Top Place von Leo Bartsch

Die bekannteste davon: Bali. Aber auch Lombok östlich davon und die dazugehörigen Gili-Inseln lohnen einen Besuch. Auch wenn es vor allem auf Bali an vielen Orten eher touristisch ist, hat es die Bevölkerung geschafft, ihre Traditionen und ihren Lebensstil zu bewahren.

Februar: Jordanien – faszinierende Wüste

Stille, Weite, Vielseitigkeit: Das kleine Königreich Jordanien im Mittleren Osten ist der Top Place 2020 von reisereporterin Miriam Keilbach. Da ist zum Beispiel das Wadi Rum: Egal, in welche Richtung du schaust – der Sand leuchtet immer in einer anderen Schattierung. Überall scheinen sich Felsformationen in die Höhe zu recken, dazwischen trotzt der letzte Rest pflanzlichen Lebens der Hitze und Trockenheit der Wüste.

Joranien Top Place Miriam Keilbach

Die karge Landschaft bietet viel Raum für Abenteuer: Wie wäre es zum Beispiel, mit einem Sandboard die Dünen hinunterzufahren? Auch ein Besuch der modernen Hauptstadt Amman lohnt sich – etwa, um die Zitadelle und das römische Theater zu sehen.

Oder wie wäre es mit einer Stippvisite im Nordosten des Landes in der antiken Stadt Jerash? Entlang der historischen Handelsstraße, die den Norden mit Akaba am Roten Meer verbindet, gibt es noch so viel mehr zu entdecken.

März: Medellín – eine Stadt voller Gegensätze

Während im Reichenviertel El Poblado Touristen und wohlhabende Kolumbianer in Rooftopbars am Ende eines Abends so viel zahlen, wie ein durchschnittlicher Kolumbianer im Monat verdient, schlafen ein paar Straßen weiter Menschen auf der Straße und sammeln auf Holzkarren für ein paar Cent Müll – Medellín ist eine Stadt voller Gegensätze.

Und das macht sie für Reisereporterin Nadine Wolter zu einer der spannendsten Städte und zu ihrem Top Place 2020. 

Top Place Medellín von Nadine Wolter

Die kolumbianische Millionenmetropole ist laut, hektisch und nicht immer ganz ungefährlich. Dennoch macht die Stadt Spaß. Im Armenviertel Comuna 13, wo einst Kartelle, Paramilitärs und Guerillamilizen das Sagen hatten, bestimmt heute Street-Art das Straßenbild, und Touristen feiern bei Festivals. Seilbahnen und Rolltreppen verbinden entlegenere Viertel mit der Stadt und machen so den Weg frei für eine bessere Zukunft.

April: Granada – Geschichte ist allgegenwärtig

Sie ist eine Stadt mit einer wechselhaften Geschichte, und genau das macht ihren Charme aus: Granada. Für reisereporterin Nathalie Schwertner ist die Stadt in Andalusien deshalb ihr Top Place 2020.

In Granada ist Geschichte allgegenwärtig – egal, ob man durch die verwinkelten Gassen des ältesten Viertels Albaicín mit den weiß getünchten Häusern läuft oder das mystische, am Berg gelegene Sacromonte, das traditionelle Viertel der Romabevölkerung, besucht. 

Granada Top Place von Nathalie Schwertner

Für die meisten Reisenden geht aber vor allem von der Alhambra eine beinahe magische Anziehungskraft aus. Hinter den von außen schmucklos wirkenden Mauern verbergen sich grüne Oasen, prunkvolle Paläste und archäologische Fundstätten.

In jedem Jahr kommen mehr als zwei Millionen Besucher, um sich das anzusehen. Die Eintrittskarten sind so gefragt, dass sie mittlerweile limitiert sind.

Mai: Tel Aviv – pulsierend und lebenshungrig

„Jerusalem betet, Haifa arbeitet, Tel Aviv tanzt“ lautet ein israelisches Sprichwort. Für reisereporterin Jasmin Kreulitsch ist das aber nur eine Facette, die die Großstadt am Mittelmeer zu ihrem Top Place 2020 macht. Das Leben in Tel Aviv ist ein aufregender Mix aus Orient und Okzident, Lazyness und Schnelllebigkeit sowie Freizügigkeit und Orthodoxie.

„Top Place Tel Aviv Jasmin Kreulitsch

Ja, die politisch angespannnte Lage ist allgegenwärtig. Militär prägt das Stadtbild, in Einkaufszentren und Clubs sind Sicherheitskontrollen Normalität. Das ist manchmal anstrengend. Aber das macht auch das Lebensgefühl der Stadt aus.

Man lebt intensiver als anderswo, immer im Hier und Jetzt. Junge Israelis hadern nicht lange. Ihr Lebenshunger und ihre Lebenslust sind der Motor der Metropole. Ihre Energie ist überall spürbar.

Juni: Bristol – Geheimtipp im Südwesten Englands

Uni-Standort, Street-Art-Hochburg, Hafenstadt, Food-Paradies, mal grün, mal urban, mal laut, mal ganz leise – das südenglische Bristol ist so vieles. Für reisereporter Michael Pohl ist es genau aus diesem Grund sein Top Place 2020.

Wie wäre es etwa mit einem Besuch bei der Clifton Suspension Bridge – dem Wahrzeichen der Stadt? Seit 1864 überspannt sie den Avon in 75 Metern Höhe. Bei schönem Wetter ist sie eines der beliebtesten Ziele der Bristolians, wie sich die Einwohner nennen.

„Bristol Top Place von Michael Pohl

Der Hafen am Fluss ist heute Kulturviertel und Treffpunkt der Partyszene. Es lohnt sich aber auch, Museen wie das M Shed, das sich Wissenschaft und Technik widmet, zu besuchen. Kunst ist dank der lebendigen Street-Art-Szene ohnehin fast überall zu sehen. Kein Wunder: Der berühmte Banksy stammt aus Bristol.

Juli: Schleidörfer – nachhaltig, nah dran, natürlich schön

Nachhaltig, nah dran und natürlich schön: Das sind die Kriterien für einen persönlichen Top Place von reisereporterin Christina Mänz. Die  Schlei-Region in Schleswig-Holstein passt da perfekt. Die Schlei ist mit 42 Kilometern Deutschlands längster Ostseefjord. Seit 2018 ist sie als nachhaltiges Reiseziel zertifiziert. 

Top Place Schlei von Christina Mänz

Bei einer Rundtour gibt es aber weit mehr zu sehen als urwüchsiges Hügelland und unbebaute Uferabschnitte. Da ist zum Beispiel Arnis, die kleinste Stadt Deutschlands, die vom Bootsbau geprägt ist.

Oder der Fischerort Maasholm nordöstlich von Kappeln. Und auch ein Besuch im beschaulichen Sieseby mit seinen historischen Reetdachhäuschen lohnt sich. Manchmal liegt das Gute einfach nah.

August: Großarl – das Tal der Almen

Über kleine Bäche klettern, Blumen auf den Almwiesen pflücken und Wanderstäbe aus Stöckern schnitzen: Es sind die kleinen Dinge, die einen sommerlichen Aufenthalt in Großarl für reisereporter Marc Herrgott zu etwas Besonderem machen und den Ort im Süden des österreichischen Bundeslandes Salzburg zu seinem Top Place 2020.

Top Place Großarl von Marc Herrgott

Von den knapp 40 Almhütten in der österreichischen Region bieten sich nicht nur beste Ausblicke auf die Natur. Sie sind auch genau der richtige Ort, um die Spezialitäten, die sie hervorgebracht hat, zu genießen.

Gut gestärkt wandert es sich gleich ein wenig besser durch die Bergwelt. Wenn es lieber ein Adrenalinkick statt einer besonderen Aussicht sein soll, empfiehlt sich eine Mountainbiketour auf dem Downhill Singletrail.

September: Ghana vereint die Vielfalt Afrikas

Für reisereporterin Maike Geißler ist Ghana gewissermaßen ein Spiegelbild ganz Afrikas. Die landschaftliche, kulturelle und ethnische Vielfalt des Kontinents: All das vereint auch das westafrikanische Land am Golf von Guinea in sich – und macht es deshalb zu ihrem Top Place 2020.

Ghana Top Place Maike Geißler

Grüne, fruchtbare Landschaften, das Meer und die Strände im Süden; Seen, Berge und der höchste Wasserfall Westafrikas im Zentrum und die Savanne mit Affen, Antilopen und vielen anderen Wildtieren im Norden – das Land ist vielfältig. Die weit mehr als hundert Völker Ghanas haben jeweils eigene Sprachen. Und auch in der Hauptstadt Accra wird es nicht langweilig. Ein bisschen Chaos gehört allerdings dazu. Man muss sich nur darauf einlassen wollen.

Oktober: Tasmanien – die Heimat des Teufels

Weiße Sandstrände und türkisfarbenes Wasser wie in der Bay of Fires, dicht bewachsene Wälder wie im South West National Park, spektakuläre Berge wie der Cradle Mountain und weite Seen wie der Lake St. Clair: In Tasmanien gibt es viel zu entdecken. Der perfekte Ort für einen Roadtrip! Für reisereporterin Sabrina Friedrich ist die Insel auch deshalb ihr Top Place 2020.

Top Place Tasmanien von Sabrina Friedrich

Noch ist der südlichste Bundesstaat Australiens bestgehütetes Geheimnis. Nur 1,3 Millionen Reisende kommen jährlich in die Heimat des Tasmanischen Teufels. Die Insel ist weit vom Overtourism entfernt. Dabei hat sie jede Menge zu bieten. Nicht nur in der Hauptstadt Hobart. Die Mini-Metropole ist der ideale Ausgangsort für Touren auf Tasmanien.

November: Mauritius – wo Lebenslust auf Luxus trifft

Erstklassige Hotels und Restaurants, paradiesisch schöne Strände und warmherzige Menschen – für reisereporter Uwe Dulias ist Mauritius sein Top Place 2020. Die Insel im Indischen Ozean ist von einem großen Riff umringt, das nur im Westen einmal unterbrochen ist. Zur Freude der Surfer. 

Mauritius Top Place Uwe Dulias

An fast allen anderen Stränden plätschern die Wellen ruhig vor sich hin und laden zu stundenlangem Schnorcheln, Schwimmen oder Planschen ein. Bunt bemalte Häuschen bestimmen das Straßenbild. Mauritius ist eine Multikultination. Menschen verschiedener Kulturen leben friedlich miteinander.

Zur traditionellen Sega-Musik feiern alle gemeinsam. Außer für Lebenslust steht Mauritius aber auch für Luxus. Und davon gibt es jede Menge. Keine andere Insel bietet so viele Fünf-Sterne-Hotels.

Dezember: Tofino – Aussteigerort auf Vancouver Island

Ob in den Gewässern vor der Küste oder in den Buchten, in den Regenwäldern oder in den Bergen im Hinterland – das Leben in und um Tofino auf Vancouver Island ist einfach und ehrlich. Für reisereporter Luca Pot d’Or ist die kleine Stadt an der Westküste der perfekte Zufluchtsort vor urbaner Hektik und deshalb sein Top Place 2020. 

To Place Tofino Luca Pot d'Or

Die kanadische Stadt zählt gerade einmal 2.000 Einwohner. Die Uhren scheinen hier anders zu ticken. Kleine Galerien, Surfshops, Outdoor- und Angelläden bestimmen das Bild.

Außerhalb der Stadtgrenzen lockt das Abenteuer: Hiking auf dem Rainforest Trail, eine Kanutour durch die Clayoquot-Bucht – die Möglichkeiten sind vielfältig. Wie wäre es mit einer Tour mit einem Wasserflugzeug? Nicht selten zeigen sich im Wasser auch Wale und Orcas.

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