Kreuzfahrt: So finden Passagiere die beste Kabine auf dem Schiff

Kreuzfahrt: So findest du die beste Kabine auf dem Schiff

Das Einmaleins der Kreuzfahrt-Kabinen: Welche ist die richtige? Und wo sollte sie sich idealerweise auf dem Kreuzfahrtschiff befinden? Mit diesen Tipps findest du die perfekte Kabine auf der nächsten Reise.

Die „Zuiderdam“ von Holland America Line.
Damit die Kreuzfahrt nicht zum Flop wird, sollten Reisende nicht vorschnell eine Kabine buchen. Der reisereporter erklärt die Unterschiede. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Mario Aurich

Zwischen Tausenden Zimmern das richtige finden – gerade auf einer Kreuzfahrt kann das zur Wissenschaft werden. Dabei müssen sich Reisende eigentlich nur zwei wichtige Fragen beantworten: Welcher Typ passt zu mir? Und wo soll die Kabine liegen?

Als Drittes spielt da noch das Budget eine große Rolle. Also, Typ, Lage, Geld – die drei Faktoren grenzen die Auswahl schon mal ein. Doch welche Kategorien gibt es überhaupt auf den Decks? Hier kommt deine Gebrauchsanweisung für die Kabinen-Buchung.

Der Weg zur besten Kreuzfahrt-Kabine: Diese Kabinen-Typen gibt es

Je nach Typ variiert die räumliche Aufteilung und die Ausstattung der Kabine. Unterschieden wird zwischen:

  • Innenkabine: Sie fällt in die günstigste Kategorie, ist dafür aber auch die kleinste Kabine. Weder Fenster noch Balkon sind vorhanden.
  • Außenkabine mit Fenster: Der entscheidende Unterschied zur Innenkabine ist das Fenster. Das lässt sich zwar nicht öffnen, dafür lässt das Tageslicht die Kabine größer erscheinen.
  • Außenkabine mit Balkon oder Veranda: Meist ist die Balkon-Kabine größer als Fenster- und Innenkabine. Frische Meeresluft können Passagiere in privater Atmosphäre schnappen.
  • Suite: Die Luxusvariante kommt teilweise mit Whirpool, Bibliothek und sogar mit Butler. Doch Suite meint nicht automatisch ein schwimmendes XXL-Nobelappartement. Vorher sollte genau der Grundriss gecheckt werden.

Besonderheiten beim Kabinen-Typ

Die Kategorisierung ist übersichtlich, dennoch statten Reedereien ihre Kabinen unterschiedlich aus – selbst von Schiff zu Schiff variiert das. So kann eine De-luxe-Balkon-Kabine zumindest im Preis-Leistungs-Verhältnis besser als eine Suite dastehen. Tipp vom Kreuzfahrt-Ratgeber „Cruisetricks“: Familien und größere Gruppen sollten vorab ausrechnen, ob sie mit einer Suite kostengünstiger wegkommen.
 
Denn oft zahlen nur die beiden ersten Passagiere den Vollpreis. Wenn die Urlaubskasse das nicht hergibt und die Wahl zwangsläufig auf eine Innenkabine hinausläuft, dann sollte man beispielsweise bei Royal Caribbean eine neue Technologie auschecken. Mit der wird ein virtuelles Fenster oder Balkon über einen Monitor übertragen. Kein echtes Tageslicht, aber etwas mehr Wohlfühl-Charakter.
 
Und aufgepasst: Balkon heißt nicht zwangsläufig Meerblick. Ziemlich verbissen hat das eine Frau aus Deutschland gesehen und klagte wegen eingeschränkter Sicht auf den Ozean gegen die Reederei Hurtigruten.

Schon mal von einer Glückskabine gehört?

Wer sich schwertut und lieber den Zufall entscheiden lassen möchte, der kann bei Tui Cruises den „Flex-Preis“ oder bei Aida „Just Aida“ oder „Aida Vario“ buchen. Du findest die Angebote unter dem Schlagwort Glücks- oder Garantiekabine. Damit wird statt einer Kabine nur die Kategorie, zum Beispiel außen oder innen, festgelegt. Die tatsächliche Kabine wird kurzfristig zugewiesen.
 
Das ist wie russisches Roulette: Im besten Fall ergattern Passagiere eine begehrte Kabine für deutlich weniger Geld, allerdings kann das Glücksspiel auch zur Pleite führen – beispielsweise mit einer Innenkabine am Ende des Ganges über dem Maschinenraum. Und das schließt an die nächste wichtigen Frage an: Welche Lage ist die beste?
 
Passagierkabinen des Kreuzfahrtschiffs „Mein Schiff 2“ bei der TUI Cruises.
Ein langer Gang auf der „Mein Schiff 2“: Doch wo liegt deine persönliche Top-Kabine? Foto: imago images / Future Image

Welche Kabinen-Lage ist die ideale?

Sobald du dich für einen Typ entschieden hast, gilt es zu klären, auf welchem Deck du buchen solltest. Da kommt es auf die eigenen Bedürfnisse an: Sind einem kurze Wege oder Ruhe wichtig? Ist Seekrankheit ein Thema?

  • Unterdeck: Die Innenkabinen befinden sich auf dem untersten Deck. Bedeutet, dass sie am weitesten von Pools und anderen Attraktionen entfernt sind. Vorteil: Sie sind am preiswertesten.
  • Mitte: Je tiefer und mittiger die Kabine liegt. desto weniger ist der Wellengang spürbar. Bei flauem Magen sollten Kabinen am Bug oder hinten am Heck gemieden werden.
  • Höheres Deck: Wen das Schaukeln nicht stört, der kann die Vorzüge der höheren Decks genießen: die bessere Aussicht und den kürzeren Weg zum Pool. Das kostet allerdings auch mehr.

Welche Kabine sollten Passagiere besser nicht buchen?

Ob die Lage zu deinem Vor- oder Nachteil ist, musst du selbst abwägen. Eine Kabine am Aufzug garantiert zwar kurze Wege, kann aber auch mehr Lärm bedeuten. Besonders laut kann es am Bug wegen der ratternden Ankerkette werden, und am Heck dröhnen die Schiffsschrauben. 

Mit diesen Tipps kannst du dich durch den Kabinen-Dschungel hangeln, als Navigation solltest du aber in jedem Fall den Deckplan online vorher einsehen.

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