Großarl: Tipps für die Reise nach Österreich | reisereporter.de

Großarl: Insider-Tipps für deine Reise

Wandern mit Blick übers Großarltal, Mountainbiken, Schmausen auf der Almhütte: Großarl ist der Top Place 2020 von reisereporter Marc. Er verrät dir seine Tipps für den Alpen-Urlaub im Sommer.

Marc Herrgott
Kühe auf der Alm und sonst nichts los: Beim Wandern in Großarl kommst du runter.
Kühe auf der Alm und sonst nichts los: Beim Wandern in Großarl kommst du runter.

Foto: Marc Herrgott

Satte grüne Wiesen, Wasserfälle, Gebirgsbäche, Murmeltiere und Kühe: Großarl ist ein echtes Naturjuwel und ein Wanderparadies.

Großarl: 400 Kilometer Wanderwege

In der Region im Salzburger Land gibt es 400 Kilometer markierte Wanderwege, die von einer idyllischen Alm zur nächsten führen. Insgesamt gibt es knapp 40 Almen, die auf deine Einkehr warten. Hier kommen meine Lieblingstipps für deinen Großarl-Urlaub mit der Familie.

Sehenswürdigkeiten

Der Sinnesweg

Der Sinnesweg führt dich über mehrere Stationen zur Gehwolfalm. Auf der Tour, die gut für Familien mit jüngeren Kindern geeignet ist, erfährst du die fünf Elemente Wasser, Holz, Feuer, Metall und Erde auf ganz unterschiedliche Art.

Es gibt zum Beispiel einen Holzturm mit Labyrinth, in dem du deine Sinne ohne visuelle Wahrnehmung testen kannst. In einer Pyramide gibt es eine Feuerstelle sowie eine Aussichtsplattform auf dem Dach mit Blick über das Tal der Almen. 

Für Kinder gibt es auf dem Sinnesweg mehrere Spielmöglichkeiten, Holzwippen, eine Riesenschaukel, eine Natursandkiste und sogar ein Kreuzworträtsel: Wer die richtige Lösung herausfindet, bekommt auf der Gehwolfalm eine Überraschung.

Die Kreealm

Die Kreelalm ist nicht nur einer meiner Favoriten unter den Großarler Almen, auch der knapp zweistündige Weg dorthin ist beeindruckend. Er führt dich unter anderem am Kreealm-Wasserfall und einer vorgelagerten Kapelle vorbei.

Der Wanderweg führt dich vorbei am Kreealm-Wasserfall zu einer vorgelagerten Kapelle.
Der Wanderweg führt dich vorbei am Kreealm-Wasserfall zu einer vorgelagerten Kapelle. Foto: Marc Herrgott

Die Alm selbst liegt auf etwa 1.500 Metern Höhe und bietet einen atemberaubenden Blick auf das Hohe-Tauern-Gebirge. Die gleichnamige Almhütte verwöhnt dich mit einer Vielzahl rustikaler und regionaler Spezialitäten.

Der Schödersee

Während der Schödersee zur Zeit der Schneeschmelze mehrere Hundert Meter lang und breit ist, erlebst du ihn während der Sommermonate oft ausgetrocknet oder als kleines Rinnsal.

Der Grund: Es ist der einzige sogenannte periodische See im Nationalpark Hohe Tauern. Das heißt, er füllt sich nur während der Schneeschmelze und nach besonders heftigen Regenfällen mit Wasser.

Auf dem Natur-Lehrpfad zum Schödersee – du kommst hier übrigens auch am Kreealm-Wasserfall vorbei – kannst du dich zudem über das Schödertal informieren: 45 Schautafeln beschäftigen sich mit den Tieren, den Pflanzen, der Geologie und der Geschichte des Tals. 

Essen in Großarl

Wenn du in Großarl unterwegs bist, dann kommst du an den unterschiedlichen Käsesorten, die dir diese Region bietet, nicht vorbei. Probieren musst du Spezialitäten wie Sauer- und Süßkäse, und das am besten direkt von einer bewirteten Alm – davon gibt es knapp 40 in der Region. 

Die Karseggalm ist mit 400 Jahren nicht nur eine der ältesten Almen in der Region. Hier kannst du auch noch einmal pro Woche die ursprüngliche Herstellung des Sauerkäses erleben. Der wird über einer offenen Feuerstelle in einem kupfernen Kessel hergestellt. Die Hütte befindet sich auf 1.603 Metern, du erreichst sie bei einer Wanderung auf dem Salzburger Almenweg.

Auf unseren Steifzügen auf den Gebirgs- und Tal-Pfaden ist der Besuch auf der Weissalm eines der ursprünglichsten Erlebnisse gewesen. Hier erhältst du rustikale Jausen-Spezialitäten, die direkt auf dem eigenen Hof hergestellt werden, darunter Sauerkäse, Bündner Fleisch, Wurst, Speck und Brot. Dazu gibt’s selbst gebrannte Schnäpse.

Diese Alm erreichst du vom Parkplatz Grund aus in etwa eineinviertel Stunden – auch sie liegt am Salzburger Almenweg.

Übernachten im Großarltal

Das Großarltal bietet dir eine große Vielfalt ganz unterschiedlicher Übernachtungsmöglichkeiten, vom Bio-Bauernhof über unterschiedliche Berghotels und Schutzhütten bis hin zum Fünf-Sterne-Luxusresort. Doch die Natur erlebst du am schönsten, wenn du einen Almhüttenurlaub machst.

Mein persönlicher Favorit ist da die Sonnseit-Almhütte. Hier bist du ganz allein, drum herum das Panorama der Großarler Bergwelt. Die rustikale Hütte befindet sich auf 1.840 Metern Höhe und hat Platz für bis zu zehn Personen.

Die Gastgeber Barbara und Alois verbringen den Almsommer auch auf der Hütte, sie bewirten dich und deine Mitreisenden. Vor dem Haus gibt’s Schaukeln und eine Rutsche für Kinder.

Anreise nach Großarl

Mit dem Flugzeug kannst du Großarl am besten über Salzburg erreichen. Von da sind es noch mal 70 Kilometer Fahrt, dann bist du im Großarltal angekommen. Eine nachhaltigere Alternative ist der Zug über St. Johann/Pongau.

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