Wer auf der Kanaren-Insel schwimmt oder in der Sonne brutzelt, muss dafür an den Stadtstränden der Inselhauptstadt Las Palmas angezogen sein – zumindest mit Badekleidung. Das Nacktschwimmen ist künftig an der Playa de las Canteras und der Playa de las Alcaravaneras verboten. 

Den entsprechenden Entwurf für die Gemeindeverordnung hat die Provinz nun abgesegnet. Demnach kann die Polizei Nudisten mit bis zu 300 Euro Geldbuße abstrafen, wenn sie trotz Verbots an einem der Strände nackt spazieren oder baden gehen. Das berichtet die Lokalzeitung „La Provincia“.

Der Grund: In der Vergangenheit hatte es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen bekleideten und nackten Strandbesuchern gegeben. Nicht selten mussten die Streite von herbeigerufenen Polizeibeamten geschlichtet werden.

Gran Canaria: An diesen Stränden ist FKK erlaubt

Der Strand El Confital, der etwas außerhalb des  Stadtzentrums nördlich von Las Palmas liegt, ist allerdings weiterhin als FKK-Strand ausgezeichnet und darf im Adams- und Evakostüm besucht werden. Und auch an den anderen Stränden der Insel können Nudisten weiterhin nackt baden, soweit die Strände einen FKK-Bereich haben. Das sind unter anderem die Strände der Orte Puerto de las Nieves und Guayedra sowie die Playa del Inglés. 

Hinweisschild für FKK-Strand an der Playa del Ingles auf Gran Canaria.
Am Playa del Inglés weisen Schilder den Weg zum FKK-Abschnitt. Foto: imago images/Geisser

Viele Einheimische und Urlauber fordern nun, an den Stadtstränden von Las Palmas einen ausgewiesenen FKK-Bereich zu schaffen, in dem das Nacktbaden weiterhin erlaubt ist. Diese Maßnahme schloss der Bürgermeister bei einer Pressekonferenz zwar nicht aus. Konkrete Pläne dazu gebe es bislang aber nicht, brichtet „Canarias 7“.

Im Zuge des Nacktbadeverbots wird übrigens auch das Rauchen an einigen Strandabschnitten unter Strafe gestellt, wie das norwegische „Canariajournalen“ berichtet. Für das Qualmen in ausgewiesenen Nichtraucherzonen drohen ebenfalls Geldbußen von 300 Euro.