Bahamas-Kreuzfahrten gecancelt – um nach Hurrikan „Dorian“ zu helfen

Reederei cancelt Bahamas-Kreuzfahrten – um zu helfen

Anstelle von Passagieren sollen an Bord des Kreuzfahrtschiffes „Grand Celebration“ in den kommenden Wochen Hilfsgüter auf die Bahamas gebracht werden. Vier Kreuzfahrten fallen deshalb aus.

Mit dem Kreuzfahrtschiff „Grand Celebration“ kamen bislang mehr als 110 Tonnen mit Hilfsgütern auf die Bahamas.
Mit dem Kreuzfahrtschiff „Grand Celebration“ kamen bislang mehr als 110 Tonnen mit Hilfsgütern auf die Bahamas.

Foto: imago images/Zuma Press/Lannis Waters

Hurrikan „Dorian“ ist Anfang des Monats über die Bahamas hinweggefegt und hat ein Bild der Zerstörung hinterlassen. Um vor Ort zu helfen, hat die Reederei Bahamas Paradise Cruise Line im September vier Kreuzfahrten abgesagt – sie will mit einem ihrer Kreuzfahrtschiffe Helfer und Hilfsgüter nach Grand Bahama bringen.

Die Kreuzfahrten mit der „Grand Celebration“ am 13., 15., 17. und 19. September fallen deshalb aus. Das berichtet das Magazin „Travelpulse“. Bereits vergangene Woche hatte die Reederei unter anderem Wasser, Lebensmittel, Ersthelfer und Freiwillige auf die Bahamas gebracht. Auf dem Rückweg nach Florida hatte das Kreuzfahrtschiff mehr als 1.000 Einheimische an Bord, die bei dem Wirbelsturm ihr Zuhause verloren hatten.

Die nächste Hilfskreuzfahrt soll am morgigen Freitag ablegen, danach könnten weitere folgen. „Grand Bahama ist unser zweites Zuhause“, erklärte Geschäftsführer Oneil Khosa den Einsatz in einem Statement.

„Wir sehen es als unsere Pflicht, unseren Brüdern und Schwestern dort zu helfen, und freuen uns, so bald wie möglich unseren regulären Abfahrtsplan wieder aufzunehmen, weil wir wissen, dass dies den positivsten Einfluss auf die Insel hat.“ Die Inseln Grand Bahama und Abaco sind von den Folgen des Hurrikans „Dorian“ am stärksten betroffen. 

Kreuzfahrt-Reedereien helfen Bahamas nach Hurrikan „Dorian“

Auch andere Reedereien helfen den Menschen vor Ort, darunter Royal Caribbean, Disney Cruises, Norwegian Cruises und Carnival Cruises. Sie verteilen Zehntausende Mahlzeiten, bringen Menschen von Grand Bahama nach Nassau oder helfen mit Sanitätsartikeln, so die „New York Times“.

Bei einigen stößt der Einsatz allerdings auf Kritik: Die Reedereien würden die Maßnahmen nutzen, um sich als fürsorglich und wohltätig darzustellen – würden dafür aber nur einen Bruchteil ihrer enormen Umsätze aufwenden, das sagt Anwalt James M. Walker, der auf Klagen gegen Kreuzfahrtunternehmen spezialisiert ist.

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