Drei Jahre lang in der italienischen Provinz leben und monatlich 700 Euro dafür bekommen? Klingt nach einem Traum – soll in Molise aber Wirklichkeit werden. 

Die Region liegt an der Adria und hat rund 300.000 Einwohner, damit ist sie die zweitkleinste Region in ganz Italien. Und wie auch viele andere Orte hat sie ein Problem: Einwohnermangel.

Italienische Region Molise sucht dringend Einwohner

Das Probelm: Mehr als 9.000 Menschen haben Molise in den vergangenen fünf Jahren verlassen. Neue Einwohner sollen jetzt frischen Wind in die Region bringen. Um Molise attraktiver zu machen, bekommen Neuankömmlinge insgesamt 25.200 Euro, verteilt auf drei Jahre.

Das Bergstädtchen Salcito hat nur knapp 700 Einwohner – willst du es wieder mit beleben?

Es gibt zwei Voraussetzungen. Erstens: Sie müssen in ein Dorf ziehen, in dem weniger als 2.000 Menschen leben. Das berichtet die italienische Zeitung „Primonumero“. 

Dir stehen viele Möglichkeiten offen – denn von insgesamt 136 Dörfern in Molise erfüllen mehr als 100 die Bedingungen. Darunter Capracotta, Filignano, Salcito und Pietrabbondante.

Zweite Vorraussetzung: Neue Bewohner müssen für mindestens fünf Jahre in einem der Dörfer arbeiten – im besten Fall sogar ein eigenes Geschäft aufbauen. 

Leben in der italienischen Provinz: So geht’s

Die Kampagne soll in diesem Monat starten, das kündigt Stadtrat und Ideengeber Antonio Tedeschi auf Facebook an: „Die Kampagne richtet sich an Menschen, die früher in Molise gelebt haben und weggezogen sind. Aber auch Menschen von außerhalb sollen die Veränderungen in unserer wundervollen Region mitgestalten.“

Pietrabbondante in der Region Molise hat weniger als 750 Einwohner. Dort könntest du dein Business eröffnen.


Du hast die Möglichkeit, dich in einem der vielen Dörfer selbst zu verwirklichen: „Du kannst eine Bäckerei, ein Restaurant oder auch einen Schreibwarenladen eröffnen. So kommt neues Leben in unsere Dörfer“, schreibt Tedeschi. 

Interessenten haben ab dem 16. September sechs Wochen lang Zeit, sich auf der Website der Region zu bewerben. Die Region hat für den Zeitraum der Kampagne – September 2019 bis September 2020 – fast eine Million Euro zur Verfügung gestellt. Auch die Dörfer selbst bekommen monatlich 10.000 Euro, die in die Infrastruktur investiert werden sollen.