Nach Rom kommen jährlich mehr als zehn Millionen Urlauber, in Venedig sind es sogar fast dreimal so viele – vor allem in der Hochsaison im Sommer ist es laut, dreckig und überfüllt. Die Stimmung gegenüber Urlaubern kippt bei etlichen Einwohnern und auch in der Politik.

Neue Regelungen sollen helfen, das Chaos in den Griff zu kriegen. Die örtlichen Behörden kontrollieren streng und verteilen Bußgelder, Verwarnungen und Platzverweise. Damit es in deinem nächsten Italien-Urlaub keinen Ärger gibt, solltest du diese zwölf Dinge lieber nicht tun.

1. Auf der Spanischen Treppe in Rom sitzen

Seit diesem Sommer darfst du nicht mehr auf auf der Spanischen Treppe in Rom sitzen. Tust du es trotzdem, musst du bis zu 400 Euro Strafe zahlen. Im August rückten sogar Polizisten an, um sitzende Touristen mit Trillerpfeifen zu vertreiben.

Es ist übrigens auch verboten, einen Koffer oder einen Kinderwagen über eine der 135 Stufen zu ziehen.

Auf der Spanischen Treppe in Rom tummeln sich täglich Tausende Touristen. Sitzen ist hier seit Sommer 2019 verboten.

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2. Schwarzmarkt-Tickets kaufen

Fast-Lane-Tickets, mit denen du an der Warteschlange vorbeigehen und direkt eintreten darfst, sind vielerorts nicht mehr zugelassen. So zum Beispiel bei historischen Sehenswürdigkeiten wie dem Vatikan in Rom.  

Außerdem darfst du dein Ticket dort nur noch innerhalb der Attraktion kaufen – so soll der Schwarzmarkt eingedämmt werden. Bei Verstoß gibt es für den Verkäufer und den Käufer ein Bußgeld.

Stell dich hinten an: Fast-Lane-Tickets vor historischen Attraktionen wie dem Vatikan zu kaufen ist nicht mehr erlaubt.

3. Alkohol trinken

Immer wieder benehmen sich betrunkene Touristen in Rom daneben– das will die Stadt eindämmen. Daher sind geführte Bar-Touren in großen Gruppen verboten. Bei Verstoß gibt es ein Bußgeld für Anbieter und Touristen.

Außerdem ist in einer neuen Polizeiverordnung geregelt, dass Urlauber zwischen 22 und 7 Uhr keinen Alkohol in der Öffentlichkeit trinken dürfen. Auch Bars dürfen nur noch bis 2 Uhr morgens alkoholische Getränke ausschenken.

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4. Musik machen

Das Singen und Musizieren ist an Sehenswürdigkeiten in Rom untersagt. Wer sich nicht dran hält, muss mit einem Platzverweis rechnen. 

Das Singen und Musizieren an Sehenswürdigkeiten ist in Rom untersagt.

5. Liebesschlösser anbringen

Ein Liebesschloss solltest du in Italien lieber nicht an eine Brücke hängen, besonders in Venedig und Rom ist es streng verboten. Bei Verstoß wartet ein Bußgeld auf dich.

Liebeschlösser am Brückengeländer – eigentlich ein schönes Bild, in Venedig aber streng verboten.

6. Aus öffentlichen Brunnen trinken

Beim Trinken aus öffentlichen Brunnen solltest du darauf achten, dass deine Lippen nicht den metallenen Wasserhahn berühren. Mach es wie die Italiener: Fang das Wasser mit deiner Hand auf und trinke daraus. Alternativ kannst du auch eine Flasche mitbringen. Bei Verstoß droht ein Platzverweis. 

Deine Lippen dürfen beim Trinken aus öffentlichen Brunnen nicht den Wasserhahn berühren.

7. Fotos mit Straßenkünstlern machen

Kostümierte Straßenkünstler dürfen kein Geld mehr für Fotos nehmen. Wer ein Foto mit einem verkleideten Gladiator schießen möchte, wird wohl darauf verzichten müssen. Halten sich die Straßenkünstler nicht daran, müssen sie nämlich bis zu 400 Euro Strafe zahlen. 

Auf ein Urlaubsfoto mit einem Gladiator wirst du verzichten müssen.

8. Essen und trinken vor Sehenswürdigkeiten

Das „übermäßige“ Essen und Trinken ist vor historischen Sehenswürdigkeiten in ganz Italien verboten. Was genau unter „übermäßig“ zu verstehen ist, ist wohl Auslegungssache. Auf jeden Fall solltest du darauf achten, keine Flecken oder Müll zu hinterlassen – sonst gibt’s einen Platzverweis. 

Vor historischen Attraktionen solltest du es mit Essen und Getränken ruhig angehen lassen.

9. Ohne Oberteil herumlaufen

In einigen italienischen Städten, zum Beispiel auch Rom und Venedig, ist es Urlaubern untersagt, ohne Oberteil oder in Badekleidung herumzulaufen. Die Kleidung muss mindestens die Schultern bedecken. Wer sich nicht an die Kleiderordnung hält, bekommt einen Platzverweis oder sogar ein Bußgeld aufgebrummt.

In einem Park in Venedig hatte sich in diesem Jahr eine Urlauberin im Bikini gesonnt– sie wurde erwischt und muss 250 Euro Strafe zahlen.

Diese Regelung betrifft vor allem die Herren der Schöpfung – geschlossene Oberbekleidung ist Pflicht.

10. Im Springbrunnen baden

Das Baden in Brunnen ist in Italien verboten. Auch klettern, sonnen, Gegenstände hineinwerfen oder Tiere abkühlen ist untersagt. Wer das Verbot ignoriert, muss bis zu 450 Euro Strafe zahlen.

Der Trevi-Brunnen in Rom ist ein absoluter Touri-Magnet. Viele der Urlauber benehmen sich aber ziemlich daneben – im letzten Sommer prügelten sich acht Touristen um den besten Platz für ein Selfie. Fürs Geldhineinwerfen gibt’s hier aber keine Strafe.

Der Trevi-Brunnen in Rom ist ein Touri-Magnet – aber viele der Touristen benehmen sich daneben.

11. Fahrrad fahren

In Venedigs Altstadt, dem Centro Storico, ist das Fahrradfahren streng verboten – sogar das Schieben ist tabu. Es fällt aber ohnehin schwer, sich vorzustellen, dass Fahrradfahrer zwischen den Tausenden Fußgängern noch irgendwo Platz finden. 

Lieber stehen lassen: Das Fahrradfahren ist in Venedigs Altstadt verboten, würde aber wegen der Menschenmassen sowieso keinen Spaß machen.

12. Wäsche aufhängen

Viele verbinden es mit Italien: bunt behangene Wäscheleinen in engen Gassen. Das Trocknen von Wäsche zwischen Häuserfassaden ist aber mittlerweile in Rom und Venedig verboten. Wer seine nassen Klamotten trotzdem über die Leine hängt, muss ein Bußgeld bezahlen.

Das Trocknen von Wäsche zwischen Häuserfassaden ist aber mittlerweile verboten.