Street-Art-Fans aufgepasst, dieses Kunstwerk muss auf die To-see-Liste! Mit einer Fläche von 25.000 Quadratmetern – das entspricht etwa der Größe von vier Fußballfeldern – ist es das größte Street-Art-Werk Europas.

Erschaffen wurde es von Ella & Pitr, einem Künstler-Duo aus Frankreich. Im Pariser Süden beobachtet jetzt eine ältere Frau vom Dach der Messehallen aus den Trubel der Stadt.

Paris: Hier befindet sich das größte Street-Art-Werk Europas

Das Duo hat insgesamt acht Tage an dem Kunstwerk gearbeitet – in Zwölf-Stunden-Schichten und mit der Hilfe von Freunden und Freiwilligen. Bei ihrer Arbeit haben Ella & Pitr eine Drohne benutzt, um sich immer mal wieder einen Überblick zu verschaffen. 

Ella & Pitr haben acht Tage an dem Kunstwerk gearbeitet.
Ella & Pitr haben acht Tage an dem Kunstwerk gearbeitet. Foto: L.DELAGE © / ELLA & PITR © / ROYX ©

Auf der Suche nach großen Flächen haben sich die Künstler zunehmend auf Häuserdächer spezialisiert. Das Künstler-Duo hat mit seinem neuen „Dachgemälde“ den eigenen Rekord gebrochen, den es mit einem Bild in Norwegen 2015 aufgestellt hatte. 

Der Clou: Das riesige Kunstwerk an der Porte de Versailles (Pariser Expo) ist für Passanten so gut wie unsichtbar. Es kann nämlich nur von oben aus gesehen werden, von einer Aussichtsplattform aus.

Die alte Frau zeigt mit einem Finger auf die sechsspurige Stadtautobahn, die das Besondere am Street-Art-Werk ist. Sie zerteilt das Bild und wurde in das Werk integriert.

Kunstwerk ist inspiriert von der Großmutter

Über dem Kopf der Frau fliegt eine rot-weiße Plastiktüte davon. Das Kunstwerk im Cartoonstil weist aber noch eine andere Besonderheit auf: Es wurden nur die Farben Rot, Weiß und Blau verwendet – Frankreichs Nationalfarben. 

Das größte Street-Art-Werk Europas an der Porte de Versailles ist für Passanten so gut wie unsichtbar. Es kann nur aus der Luft gesehen werden.
Das größte Street-Art-Werk Europas an der Porte de Versailles ist für Passanten so gut wie unsichtbar. Es kann nur aus der Luft gesehen werden. Foto: : L.DELAGE © / ELLA & PITR © / ROYX ©

In einem Interview erzählen die Künstler dem „Lonely Planet“: „Wir wurden von unserer Großmutter Sylvette inspiriert, die sich immer um die kleinen Dinge des Lebens gesorgt hat. Auf unserem Bild sind die Autos sehr klein und die Menschen sehen aus wie Ameisen. Die Frau im Bild guckt auf die Straße und fragt sich, wo die vielen Menschen hinrennen. Ihr geschehen die Dinge zu schnell.“

Außerdem verraten sie: „Uns sind irgendwelche Rekorde egal, wir lieben es einfach zu spielen. Wenn du uns ein Blatt Papier gibst, malen wir darauf. Wenn du uns ein Dach gibst, malen wir es ebenfalls an. Nach einem so großen Projekt wie diesem fühlen wir uns, als hätten wir gerade ein Kind bekommen – erschöpft, aber glücklich.“