Stell dir vor, du kommst nichts ahnend in das Badezimmer der Hotellobby und siehst ein großes, dunkles Felknäuel mit riesigen Tatzen im Waschbecken liegen. Einmal Augen reiben – das ist wirklich ein Bär! So ungläubig standen auch die Gäste und Mitarbeiter in der Buck’s T-4 Lodge im Ort Big Sky im Südwesten Montanas da.

Video: Baby-Schwarzbär schläft im Waschbecken in Hotelbad

Aufregung in der Hotellobby! Vorsichtig näherten sie sich dem Kleinen, einem zwischen ein und zwei Jahren alten Schwarzbären, und filmten, wie dieser eine Rast im Waschbecken einlegte. Die Lodge postete das Video:

„Wir hörten etwas in der Lobby poltern“, so beschreibt der Co-Besitzer und General Manager David O’Connor den Moment, bevor sie den Bären am Samstag in der Damentoilette fanden, berichtet „CNN“.

Das Gewusel schien den Bären aus seinem Nickerchen zu wecken. Im Video ist ein Foto zu sehen, wie das Bärenjunge auf der Anrichte steht. Allein konnte der Bär nicht aus dem Badezimmer klettern, da das offen stehende Fenster, durch das er hineingelangt war, einfach zu hoch war.

Bär kletterte durch das Fenster in das Damen-Klo im Hotel

Mit Rücksicht auf das wilde Tier rief das Hotel die Polizei und Ranger aus dem angrenzenden Nationalpark Montana Fish, Wildlife and Parks zu Hilfe. Der Schwarzbär erhielt ein Beruhigungsmittel und schlief so noch eine Weile weiter. 

Direkt durchgeführte medizinische Checks gaben grünes Licht für den Transport – in einer Box brachten die Ranger das Tier wieder dorthin, wo es hingehört: in die Wildnis.

Ranger retten Baby-Bären und bringen ihn in die Wildnis

Wegen der Nähe zu den Nationalparks seien tierische Gäste nicht unüblich, die Begegnung mit Bären sei aber speziell, nicht zuletzt aus Sicherheitsaspekten. Deshalb weist auch der Nationalpark Montana Fish, Wildlife and Parks auf die Population der heimischen Grizzly- und Schwarzbären hin, die gerade im Herbst sehr aktiv seien, da die Tiere vor der Winterruhe nach Nahrung suchen. 

Deshalb sollten Besucher verstärkt auf ihr Essen achten und die Tiere damit nicht – ob gewollt oder ungewollt – anlocken und grundsätzlich immer Augen und Ohren offen halten.