Zum Jahreswechsel 2017/2018 flog eine Urlauberin spontan für drei Wochen nach Australien, sie nahm auch ihren Lebensgefährten mit nach Sydney. Dort ließen es sich die beiden ziemlich gut gehen – Erste-Klasse-Flüge, kostspielige Luxus-Trips und Übernachtungen im Fünf-Sterne-Hotel. So kamen schnell 53.500 Euro zusammen. 

Das Problem: Die 38-Jährige hat keinen Cent für die Luxus-Reise bezahlt. Deshalb wurde sie vom Amtsgericht Frankfurt zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Das passt ihr aber gar nicht und sie legt jetzt Berufung ein. Sie erhofft sich in dem Berufungsprozess eine Bewährungsstrafe – die hatte ihr das Gericht im April nicht gewährt (Az.: 3480 Js 221871/18).

Nach Sydney-Reise wollte die Angeklagte noch eine Kreuzfahrt buchen

Die Mutter eines 18-jährigen Sohnes muss sich nun vor dem Landgericht Frankfurt wegen Betrugs verantworten. Sie gab im Reisebüro an, zahlungsfähig zu sein. Als das Geld für die Sydney-Reise aber nicht überwiesen wurde und die Kundin sogar noch eine Kreuzfahrt buchen wollte, kam die Sache zur Anzeige.

Die Frau muss „nur“ 36.000 Euro zurückzahlen. Wie sich vor Gericht herausstellte, hatte das Reisebüro eine satte Provision von 17.500 Euro eingeheimst – die muss die Angeklagte nicht begleichen. Nun sagt sie, sie könne die 36.000 Euro zurückzahlen, denn sie habe einen neuen Job.

Frau bucht Luxus-Reise trotz Kontopfändung 

Die Frau hatte zum Tatzeitpunkt 194 Euro Sozialhilfe bezogen. Denn ihren Job als Ticketverkäuferin an der Frankfurter Messe hatte sie verloren, nachdem sie etwa 20.000 Euro Tageseinnahmen gestohlen hatte. Es folgten eine Bewährungsstrafe, Zwangsvollstreckung und Kontopfändung. 

Wie die „Bild“​ berichtet, soll die Urlauberin eine langjährige Stammkundin im Reisebüro gewesen sein. Der Inhaber erzählte vor Gericht, dass die beiden ein freundschaftliches Verhältnis verbunden hätte. Sie habe schon vorher Reisen für 45.000 Euro gebucht und auch bezahlt. Sie hätte sich als erfolgreiche Immobilienmaklerin vorgestellt – auch ihren Lebensgefährten soll sie getäuscht haben.