Eine Frau aus den USA wird derzeit auf den Philippinen wegen versuchten Kinderhandels festgehalten. In der Handgepäckstasche der 43-Jährigen fanden Ermittler ein Neugeborenes, mit dem sie am Ninoy Aquino International Airport in Manila einen Flug in die USA  boarden wollte.

Der Schmuggel ist am Mittwoch um 6.30 Uhr (Ortszeit) am Terminal 3 beim Sicherheitscheck aufgeflogen, wie die philippinische Tageszeitung „Philipine Star“ berichtet.

Passagierin versteckt neugeborenes Baby in der Gürteltasche

Zunächst soll die Frau angegeben haben, dass sie die Tante des Kleinen sei, allerdings soll sie weder beweisende Papiere noch einen Reisepass dabeigehabt haben.

„Das Kind wurde in einer übergroßen Gürteltasche versteckt, es wurde nicht bei dem Einwanderungsprüfer vor dem Abflug angemeldet“, sagte das Einwanderungsbüro einem Korrespondenten von „CNN“.

Philippinische Kinder, die allein oder mit einem anderen Begleiter als ihren Eltern ins Ausland reisen, müssen „eine notariell beglaubigte Einverständniserklärung beider Elternteile, des Alleinerziehenden oder des Erziehungsberechtigten“ vorlegen.

Frau droht Strafe wegen Kinderhandels

Die Frau wollte daraufhin mit der amerikanischen Botschaft sprechen, der Fall wurde an die Abteilung gegen Menschenhandel des National Bureau of Investigation übergeben. Abgesehen von der Straftat wäre der Flug wohl auch aus gesundheitlichen Gründen bedenklich gewesen.

Ab wann ist das Fliegen mit einem Neugeborenen erlaubt? Der Reiseveranstalter Tui informiert, dass Airlines in der Regel Babys im Alter zwischen sieben und 14 Tage mitfliegen lassen. Das hängt selbstverständlich von der Verfassung des Neugeborenen ab, ein Check beim Arzt ist in jedem Fall ratsam.

Dem Baby geht es gut, es befindet sich in Obhut von Sozialarbeitern.