Flug MU2809 war auf dem Weg von Nanjing nach Xiamen und gerade auf Reisehöhe angekommen, als an Bord des Airbus A320neo ein Feuer ausbrach. Rauch breitete sich aus, die Powerbank eines Passagiers brannte!

Die Piloten entschieden, zum Startflughafen zurückzukehren und eine Notlandung einzuleiten, das teilte die Airline mit. Die Flugbegleiter konnten das Feuer schnell löschen.

Passagier-Foto zeigt Schäden durch Powerbank-Brand

Verletzt wurde niemand, die Innenwand der Flugzeugkabine wurde beschädigt. Airlines in China wurden dazu aufgefordert, die Sicherheitskontrollen bei tragbaren Ladegeräten zu verstärken. 

Nach den aktuellen Vorschriften der Civil Aviation Administration of China dürfen Powerbanks nicht im Gepäck aufgegeben werden. Jeder Passagier kann bis zu zwei Ladegeräte mit einer Kapazität von maximal 160 Wattstunden mitführen, sie dürfen aber nicht während des Fluges verwendet werden. 

Erst Anfang Juli musste ein Flugzeug von Virgin Atlantic notlanden, weil an Bord eine Powerbank Feuer gefangen hatte.

Powerbank im Gepäck: Das ist in Deutschland erlaubt

In Powerbanks stecken Lithiumbatterien – genauso wie in Uhren, Smartphones, Notebooks und Tablets. So regeln deutsche Airlines die Mitnahme von Lithiumbatterien:

Bei der Lufthansa dürfen tragbare Elektrogeräte mit Lithiumbatterien sowohl ins aufgegebene als auch ins Handgepäck. Allerdings dürfen die Akkus im Koffer nur eine Leistung von maximal 100 Wattstunden haben und maximal zwei Gramm Lithium enthalten.

Condor hingegen stützt sich auf die IATA Dangerous Goods Regulations von 2018. Geräte mit Lithiumakkus dürfen nicht im aufzugebenden Gepäck befördert werden. Ausnahme: Die Batterie lässt sich ausbauen und im Handgepäck transportieren. Maximal dürfen pro Person zwei Lithium-Ersatzbatterien mitgenommen werden.

Bei Tuifly sind lose Lithiumbatterien und Powerbanks im aufgegebenen Gepäck verboten. Maximal sind zwei Lithium-Ersatzbatterien im Handgepäck erlaubt.