Eine zwölfköpfige Reisegruppe wurde am Sonntag von einer Flutwelle überrascht. Die Gruppe sei mit ihrem Guide im Nieselregen durch eine Schlucht gewandert, als der Reiseführer irgendwann riet, nicht weiterzugehen.

Doch es war schon zu spät: Plötzlich spülten Wassermassen in die Schlucht und rissen sechs Touristen und den Guide fort. Mittlerweile wurden sechs Leichen geborgen, das teilt der kenianische Wildlife Service mit. Nach einem Touristen wird noch immer gesucht. Bei sechs der Urlauber handelt es sich um Kenianer, einer soll von außerhalb kommen.

Nationalpark-Besucher in Kenia von Springflut erfasst und ertrunken

Obwohl die restlichen Gruppenmitglieder sich retten konnten und schnellstmöglich die Parkaufsicht alarmierten, kam die Hilfe für die Ertrunkenen zu spät. 

Wie der Wildlife Service auf Facebook mitteilt, wurde die Schlucht im Nationalpark mit sofortiger Wirkung aufgrund der andauernden Regenfälle gesperrt. Die Behörden nahmen Kontakt zu den Angehörigen der Opfer auf, um sie über die Tragödie zu informieren und die nächsten Schritte zu besprechen.

Der Hell’s-Gate-Nationalpark liegt im Südwesten Kenias

Felsen, Schluchten, Grasland – der Hell’s-Gate-Nationalpark ist ein beliebtes Reiseziel von Touristen. Die Landschaft soll übrigens auch die Macher des Disney-Klassikers „König der Löwen“ inspieriert haben. Und: Hell’s Gate ist der einzige Nationalpark in Kenia, den du mit dem Rad oder zu Fuß erkunden kannst.

Bereits im Jahr 2012 kam es zu einer ähnlichen Tragödie, als Konsequenz hatte der Park klar gekennzeichnete Notausgänge entlang der Schlucht eingerichtet, über die Besucher in Notsituationen wie Springfluten fliehen können. Das teilt der Wildlife Service auf Twitter mit.