Bristol: Insider-Tipps für deine Reise | reisereporter.de

Bristol: Insider-Tipps für deine Städtereise

Das südenglische Bristol hat so vieles zu bieten: Neben coolen Pubs und außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten gibt es spektakuläre Festivals. reisereporter Michael verrät dir, was du gesehen haben musst.

Das südenglische Bristol hat besonders kulturell viel zu bieten.
Das südenglische Bristol hat besonders kulturell viel zu bieten.

Foto: imago images/Nature Picture Library

Must-dos in Bristol

Clifton Suspension Bridge

Isambard Kingdom Brunel gilt bis heute als einer der genialsten Ingenieure Großbritanniens. Er bescherte Bristol nicht nur die Eisenbahnanbindung nach London – auch das Wahrzeichen der Stadt stammt aus seiner Feder: Die Clifton Suspension Bridge, eine Hängebrücke in 75 Metern Höhe über der Avon-Schlucht, ist einer der schönsten Orte der Stadt.

Die Clifton Suspension Bridge ist bei gutem Wetter auch ein beliebter Treffpunkt.
Die Clifton Suspension Bridge ist bei gutem Wetter auch ein beliebter Treffpunkt. Foto: Michael Pohl

Frühmorgens siehst du hier Heißluftballons vorbeiziehen, den ganzen Tag über erholen sich bei schönem Wetter die Menschen auf den Rasenflächen davor. Den schönsten Blick hast du vom Observatorium aus und vom Biergarten des White Lion Inns im Avon Gorge Hotel.

Das Stahlschiff „Great Britain“

Noch ein Meisterwerk Brunels: Das erste schraubenangetriebene Stahlschiff der Welt reiste rund um den Globus, bis es auf den Falklandinseln verkam. 1970 retteten es Bürger aus Bristol, indem sie es zurück in seine Heimatstadt brachten und aufwendig restaurierten.

Heute liegt die „Great Britain“ im selben Trockendock vor Anker, in dem sie einst gebaut wurde. Besucher können sie nicht nur besichtigen, sondern nach Voranmeldung auch gesichert den Mast erklimmen, wie es die Seefahrer früher machen mussten. Eine Ausstellung erklärt, wieso Bristol mal eine der wichtigsten Hafenstädte Englands war.

Das erste von einer Schraube angetriebene Stahlschiff der Welt, die „SS Great Britain“, siehst du in Bristol.
Das erste von einer Schraube angetriebene Stahlschiff der Welt, die „SS Great Britain“, siehst du in Bristol. Foto: Adam Gasson

Bristol and Bath Railway Path

Bristol war der Ausgangspunkt für das nationale Radwegenetz Englands. Die gemeinnützige Organisation Sustrans hat im Laufe der Jahre im gesamten Land Bike Paths ausweisen lassen.

Der erste führte von Bristol ins benachbarte Bath – auch heute noch kannst du hier auf einer früheren Eisenbahntrasse über 24 Kilometer wie auf Schienen in das Weltkulturerbe fahren. Mehrere Radverleihe gibt es in der City.

Shoppen im Saint Nicholas Market

In der früheren Getreidebörse von Bristol ist ein dauerhafter Floh- und Kunsthandwerkermarkt beheimatet. Mehr noch: Gleich im Anschluss kannst du den ganzen Tag über an den Ständen essen. Mehr und mehr Slow-Food-Stände haben hier in den vergangenen Jahren eröffnet. Und falls du Durst bekommst: Nur eine Straße weiter findest du einige urige Pubs.

Sightseeing in Bristol

Banksy-Street-Art

1974 in Bristol geboren, hat sich Banksy zum führenden Street-Art-Künstler der Welt entwickelt – auch, weil er so ein Geheimnis um seine Person macht. In seiner Heimatstadt kannst du bis heute etliche seiner frühen Werke sehen.

Einen Überblick gibt es auf der Website von Visit Bristol. Und weil viele immer folgen, wenn einer anfängt, ist Banksy längst nicht mehr der Einzige, der die Häuserwände von Bristol verziert – unzählige Street-Art-Künstler sind gefolgt.

Bristol ist die Heimatstadt des weltberühmten Street-Art-Künstlers Banksy. Einige seiner Werke sind noch in der Stadt zu sehen.
Bristol ist die Heimatstadt des weltberühmten Street-Art-Künstlers Banksy. Einige seiner Werke sind noch in der Stadt zu sehen. Foto: imago images/Zuma Press

Museum M Shed

Zur Hochzeit des Hafens wurden die einzelnen Gebäude alphabetisch sortiert. Das M Shed war damals ein Gütereisenbahnschuppen. Heute beinhaltet es ein modernes Museum über die Menschen, den Verkehr und die Vergangenheit des Sklavenhandels, in dem Bristol eine dunkle Rolle spielte.

Zu sehen sind auch einige Modelle aus den „Wallace and Gromit“-Filmen, die eng mit der Stadt verknüpft sind: Die Produktionsfirma Aardman stammt aus Bristol. Der Besuch lohnt sich auch aus einem anderen Grund: Vom Obergeschoss aus hast du einen tollen Blick über den Hafen.

Old Vic

Gene Wilder lernte hier, ebenso Daniel Day-Lewis und Matt Ryan – die Theaterschule des Old Vic Theatres in Bristol hat einen exzellenten Ruf in Großbritannien und darüber hinaus. Das Theater selbst ist eine der ältesten noch bespielten Bühnen des Landes.

Einen Abend hier kannst du wunderbar verbinden mit einem anschließenden Pint in einem der umliegenden Pubs – etwa der Jazzkneipe Old Duke.

Aerospace Bristol

Die Concorde ist nur eines der Beispiele für die lange Tradition Bristols als Flugzeugstandort. Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus baut hier in seinem Werk im Stadtteil Filton Teile für sämtliche Airbus-Typen.

Seit zwei Jahren gibt es auch ein Flugzeugmuseum: Aerospace Bristol zeigt etliche Typen – vor allem aber eine der letzten verbliebenen Concordes.

Essen und Trinken in Bristol

White-Lion-Biergarten

Es ist wohl der schönste Bereich in Bristol, um draußen zu sitzen: Vom Außenbereich des White Lion Pubs kannst du direkt auf die Suspension Bridge schauen.

Dein Bier holst du dir selbst, Essen gibt es von der Karte und im Sommer auch oft genug an einem Büfett auf der Terrasse. Der beste Ort, um Sonne zu genießen – und auch den Sonnenuntergang.

Die Terrasse des White Lion Pubs ist der beste Ort, um sein Bier und die Sonne zu genießen.
Die Terrasse des White Lion Pubs ist der beste Ort, um sein Bier und die Sonne zu genießen. Foto: Michael Pohl

The Commercial Rooms

Einst war diese große Halle mit ihrer riesigen Kuppel ein nobler Gentlemen’s Club. Die Herren trafen sich hier, um zu debattieren, Erfahrungen auszutauschen und auch so manches Geschäft einzutüten. Vor etlichen Jahren schon hat die Pubkette JD Wetherspoon das Gebäude übernommen und eine riesige Kneipe daraus gemacht.

Einfache britische Küche, unendlich viele Drinks – und das Ganze zu ziemlich günstigen Preisen: Das ist das Erfolgsrezept des Ladens. Komm am besten sonntags oder montags, dann ist es leerer.

Browns

Die alte Uni-Mensa von Bristol ist schon von außen etwas Besonderes: Sie ist im venezianischen Stil erbaut, direkt neben dem Universitätshauptgebäude Will’s Memorial Building.

Und auch von innen ist sie einen Besuch wert: Mensa-Essen gibt es hier nicht mehr, stattdessen hat das Restaurant Browns hier sein Zuhause gefunden und das Innere im Neokolonialstil aufgehübscht. Moderne europäische Küche erwartet dich, dazu gibt es die besten Cocktails der Stadt.

Lido

Viktorianische Stadtteilschwimmbäder inmitten von Wohngebieten sind ganz typisch für Bristol. Dieses im Stadtteil Clifton aber ist etwas Besonderes: Vom integrierten Restaurant Lido aus kannst du bei tollem Essen und guten Weinen auf das Becken schauen – auch abends. Eine ganz besondere Atmosphäre.

Übernachten in Bristol

The Bristol Hotel

In vielen Städten gibt es Hotels namens „Bristol“, auch wenn diese nicht mal zu einer einzigen Kette gehören. Bristol selbst bekam solch ein Haus erst vor einigen Jahren. Es liegt direkt am Floating Harbour in der Innenstadt. 

Von den Zimmern aus hast du zum Teil den perfekten Blick auf das Wasser, abends kannst du einfach vor die Tür treten, um in einem der Clubs oder Pubs zu feiern.

Hotel du Vin

Die britische Hotelkette Hotel du Vin ist spezialisiert darauf, schöne alte Gebäude in Hotels zu konvertieren. In Bristol wurde ein altes Zuckerhaus im Zentrum genutzt, um eine wunderschönes Boutiqueunterkunft zu schaffen. Tolle Einrichtung, gutes Essen.

Hampton by Hilton

Einer der jüngeren Neuzugänge unter den günstigeren Hotels von Bristol: Das Hampton liegt direkt neben der Fußgängerzone, allerdings an einer viel befahrenen Straße. Die Zimmer sind modern und komfortabel im Business-Style eingerichtet, ein einfaches Frühstück ist inklusive.

Premier Inn King Street

Die größte Budgetkette Englands ist gleich mit mehreren Häusern in Bristol vertreten. Dieses liegt an einem eher ruhigen Hafenbecken, gleich um die Ecke sind einige Kneipen und das alte Theater Old Vic. Einfache, aber komfortable Zimmer, kein Schnickschnack – dafür oft günstige Preise.

Anreise nach Bristol

Direktflüge nach Bristol gibt es ab Berlin (Easyjet) und Köln (Ryanair). KLM und Brussels bieten viele Umsteigeverbindungen via Amsterdam oder Brüssel. Vom Flughafen Bristol fährt alle zehn Minuten ein Bus ins Stadtzentrum.

Mit dem National Express gibt es eine stündliche und direkte Busverbindung vom Flughafen London-Heathrow aus.
Mit dem National Express gibt es eine stündliche und direkte Busverbindung vom Flughafen London-Heathrow aus. Foto: imago images/Newscast

Mit dem Zug oder dem Fernbus ist man von London aus umsteigefrei in rund zwei bis drei Stunden im Zentrum von Bristol. Es gibt mit National Express auch eine stündliche direkte Busverbindung vom Flughafen London-Heathrow (rund zwei Stunden Fahrtzeit).

Mit dem Auto via Kanaltunnel (Calais–Folkestone) oder Fähre (Calais/Dünkirchen–Dover) nach England, dann sind es noch rund dreieinhalb Stunden bis nach Bristol.

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