„Wir treffen uns am Pool“ – mit diesen Worten soll sich John T. von seiner Frau Gillian verabschiedet haben und dann bei strahlendem Sonnenschein zu einem kurzen Spaziergang über die ionische Insel Zakynthos aufgebrochen sein. Gegen 9.30 Uhr ging er los und wollte nach 30 Minuten wieder am Hotel sein – doch dazu sollte es nicht kommen. Der 73-Jährige gilt seit dem 17. Juni 2019 als vermisst. 

Sportlicher Urlauber kehrte nach Spaziergang nicht zurück

Gillian wartete an dem Tag seines Verschwindens vergebens auf ihren Mann, dann wurde ihr klar, dass irgendwas nicht stimmte. „In jedem Urlaub, den wir machten, ging John auf Wanderung, er war sehr fit, aktiv und liebte Geschichte“, berichtet sie dem Magazin „Wales Online“.

Bei sich hatte John zehn Euro und eine Flasche Wasser. Besorgt über sein untypisches Verhalten, alarmierte Gillian die Polizei, eine groß angelegte Suchaktion wurde gestartet. Doch nach sieben Tagen unermüdlicher Suche wurde diese eingestellt.

Das Paar, das seit 19 Jahren zusammen ist, buchte ganz spontan seinen Griechenland-Urlaub auf Zakynthos und verbrachte dort drei schöne Tage bis zu Johns Verschwinden. Für Gillian fühle es sich an, als habe man sie vergessen, als habe man ihren Mann bereits für tot erklärt, sagt sie.

Tourist auf Zakynthos seit Mitte Juni vermisst – Frau befürchtet Verbrechen

Es bleibt ein Rätsel, wie der Brite auf einer 40 Kilometer langen und 20 Kilometer breiten Insel einfach so verschwinden konnte – Gillian ist mittlerweile nach Hause, in das walisische Dorf Kenfig, zurückgekehrt. Allerdings mit einem unguten Gefühl: „Wir haben Angst, dass es sich um ein Verbrechen handelt.“ Die Polizei in Südwales unterstützt Gillian und ihre Familie und bittet um Hinweise.