Anwohner haben sich über zu laute Musik auf zwei Kreuzfahrtschiffen im Hafen von Palma de Mallorca beschwert. Wegen Lärmbelästigung wurde daher gegen zwei Reedereien ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Das eine ist bereits abgeschlossen, berichtet die „Mallorca Zeitung“. Das Ergebnis: eine 600-Euro-Strafe für die Reederei. Das zweite Verfahren läuft noch.

Kreuzfahrt-Reederei muss Strafe zahlen wegen lauter Musik

Beschwerden von Anwohnern habe es in der Sommersaison aber deutlich häufiger als diese zweimal gegeben, teilte die Hafenbehörde mit. Jedoch habe die Lautstärke entweder unterhalb des erlaubten Dezibel-Limits gelegen, oder aber die Schiffe hätten sich außerhalb des Hafenbereichs befunden. 

Ob die Knöllchen tatsächlich abschreckende Wirkung haben, ist aufgrund der geringen Höhe von deutlich unter 1.000 Euro aber fraglich. Selbst die drohenden Strafen für Fehlverhalten an der Playa de Palma sind höher.

So hoch sind Strafen für Fehlverhalten am Ballermann

Dort drohen Urlaubern zum Beispiel für den Einkauf bei illegalen Straßenhändlern bis zu 750 Euro Strafe. Wer beim Balconing erwischt wird, muss bis zu 1.500 Euro zahlen. Und wer zwischen April und September mit einer Bierflasche oder dem Sangriaglas auf der Straße herumläuft, dem drohen bis zu 3.000 Euro Bußgeld. 

Grundlage für den Strafen-Katalog ist, dass die Straßen an der Playa de Palma zu einem Gebiet von besonderem touristischen Interesse erklärt wurden.