Unbeschwerter Badespaß verwandelte sich in einen tödlichen Unfall: Beim Rutschen in einem Hotel in Bodrum geriet eine junge Urlauberin aus Russland in eine tödliche Falle. Ihr Arm wurde in ein 25 Zentimeter langes Rohr am Boden des Pools gesaugt. Minutenlang kämpfte ihr Vater mit anderen Touristen, den Arm seiner Tochter aus der Pumpe zu befreien – vergeblich. 

Währenddessen sollen die Angestellten des Hotels nichts unternommen haben, um das Mädchen zu retten. Das behaupten Augenzeugen gegenüber der russischen Nachrichtenagentur „Fontanka“. Es habe zehn Minuten gedauert, bis Mitarbeiter die Pumpe ausgestellt hätten. Und selbst dann habe man Alisas Arm nicht sofort befreien können.

Schließlich gelang es ihnen doch, Alisa wieder an Land zu bringen. Sie versuchten, das Mädchen mit Mund-zu-Mund-Beatmung wiederzubeleben. Doch die Odyssee sollte noch nicht vorbei sein: Vier Stunden dauerte der Weg ins Krankenhaus, weil die nächste geeignete Klinik 250 Kilometer entfernt war.

Nach elf Tagen im Koma: Mädchen stirbt in Krankenhaus in der Türkei

Tagelang kämpften die Ärzte um Alisas Leben, sogar Spezialisten aus St. Petersburg wurden eingeflogen. Behandelt wurde Alisa auf der Intensivstation eines Kinderkrankenhauses in Antalya. Obwohl sie in Lebensgefahr schwebte, schien sich ihr Zustand langsam zu verbessern. Doch zehn Tage nach dem Vorfall dann die Nachricht: Alisa ist am gestrigen Mittwoch gestorben.

Der Leiter, der Eigentümer und der Techniker des Hotels wurden kurz nach dem Vorfall festgenommen. Die russische Botschaft will die türkischen Behörden bei den Ermittlungen unterstützen. Sie drückte der Familien nach dem Tod ihrer Tochter ihr Beileid aus und will bei der Rückführung des Körpers nach Russland unterstützen.