Während viele Teile Europas, darunter Griechenland, aber auch die Kanareninsel Gran Canaria, unter hoher Waldbrandgefahr leiden, tobte über dem spanischen Festland am Montag ein schweres Unwetter. Sowohl um die Hauptstadt Madrid als auch in Andalusien hinterließ es Verwüstung.

Videos: Tornados wirbeln nahe Málaga in Spanien

Im Südwesten Spaniens, über der Stadt Campillos bei Málaga, wurden gleich zwei Tornados gesichtet. Videos zeigen, wie sich die dunkle Rauchsäule über der Stadt in den Himmel zwirbelt. Dabei wurden Stromleitungen und Olivenhaine zerstört. Anwohnern wurde geraten, in ihren Häusern zu bleiben und keine Autofahrten zu unternehmen.

Der Katastrophenschutz soll nach Berichten der lokalen Tageszeitung „La Opinión de Málaga“ am Montag gegen 20.30 Uhr vor möglichen Tornados in der Gegend gewarnt haben. Da Andalusien noch bis Dienstagmorgen mit starken Regenfällen zu rechnen hatte, wurde die Warnstufe Gelb (die erste Unwetter-Warnstufe) ausgerufen, teilweise galt auch Warnstufe Orange.

Wie bedrohlich der Tornado aus der Nähe gewesen sein muss, zeigt dieses Twitter-Video. Gegenstände fliegen durch die Luft – staubiger Boden wird aufgewirbelt.

Madrid: Hagel und Überschwemmungen sorgen für Chaos  

Über verletzte Menschen berichten die lokalen Medien nicht. Im Zentrum Spaniens entluden sich heftige Gewitter. Madrid wurde kurzerhand von den Regengüssen überspült – Autos von Wassermassen weggetragen.

Hagel und Überschwemmungen führten zu vorübergehenden Straßen- und Tunnelsperrungen, auch mehrere Linien der Metro fuhren zeitweise nicht mehr. Die Aufnahmen erinnern an einen Katastrophenfilm – Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse.

Mindestens 50 Autos wurden bei dem Unwetter demoliert, Rebflächen vom Hagel unbenutzbar gemacht. Auch der Flugverkehr wurde gestört, so verspäteten sich am Flughafen Barajas einige Maschinen, andere mussten umgeleitet werden.

Zwischen 16 Uhr und 24 Uhr erreichten die Notrufzentrale der Autonomen Gemeinschaft Madrid 1.434 Meldungen, berichtet „El Mundo“. Präsidentin Isabel Díaz Ayuso bat bei Twitter um Vorsicht und warnte vor anhaltenden Regenfällen. Ministerpräsident Pedro Sànchez sprach den Betroffenen seine Solidarität aus und dankte den Einsatzkräften.