Daueralarm in Griechenland: In den heißen und trockenen Sommermonaten kommt es in dem Land immer wieder zu Waldbränden. Am vergangenen Wochenende brachen allein auf der Insel Samos im östlichen Ägäischen Meer Dutzende Brände aus.

Video: So heftig wüten Waldbräne auf Urlaubsinsel Samos

Teilweise war die Rauchentwicklung so stark, dass insgesamt fünf Hotels am Samstagabend evakuiert werden mussten. Ein Video zeigt die extreme Rauchentwicklung – die Schwaden verdunkelten den Himmel, vereinzelt sind Flammen zu erkennen.

Fünf Hotels auf Samos wegen Feuer evakuiert – 1.000 Touristen in Sicherheit

Betroffen von der Rettungsaktion waren Hotels um die Kleinstadt Pythagorio. Rund 1.000 Touristen mussten stundenlang die Hotel-Lobby gegen eine Sporthalle tauschen.

Lokale Medien wie „Samos24“ berichteten vor Ort – Fotos zeigen in der Dunkelheit wartende Urlauber, andere hocken samt Gepäck auf dem Sporthallenboden.

Unterkommen konnten einige der Hotelgästen auch in einem Fitnessstudio der Stadt. Busse der Polizei brachten die Urlauber zu den Notunterkünften.

Badegäste von Rauchschwaden eingeschlossen

Das Feuer brach in Mesokambos auf Samos aus – starke Winde fachten es an, Rauch zog über die Küste. Davon eingeschlossen wurden auch Strandgäste, die Küstenwache holte sie mit Booten ab. 

Auf Samos soll sich die Lage nach Löscharbeiten beruhigt haben, zudem soll sich der Wind wieder abgeschächt haben. Ingesamt wurden 56 Brände am Samstag gemeldet, nach wie vor sind Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft. Über die Ursache ist bislang nichts bekannt.

Auch auf der Halbinsel Peloponnes, auf Korfu und in Mittelgriechenland wurden Brände gemeldet.

In vielen Ländern Europas herrscht akute Waldbrandgefahr

Weggeworfene Zigarrettenstummel, unachtsames Grillen oder das Verbrennen von Gartenabfällen – Letzteres sorgte auf Sardinien für ein Flammeninferno im Juli, dort mussten rund 5.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Während dieser Brand und jener auf Samos relativ schnell wieder unter Kontrolle gebracht werden konnten, wüteten die verheerenden Feuer auf Gran Canaria tagelang und zerstörten Tausende Hektar Land, darunter auch die geschützten Kiefernwälder im Nationalpark Tamadaba.