Jordanien: Insider-Tipps für deine Rundreise | reisereporter.de

Jordanien: Insider-Tipps für deine Rundreise

Wüste kann so vielfältig sein: Ob du im Wadi Rum unter freiem Himmel schläfst, die historische Stätte Petra erkundest oder eine Safari machst. Hier kommen Insider-Tipps für den Top Place 2020 Jordanien.

Der Eingang zur Felsenstadt Petra.
Der Eingang zur Felsenstadt Petra.

Foto: Miriam Keilbach

Sightseeing in Jordanien

Felsenstadt Petra: Ein Weltwunder

Wegen ihrer monumentalen Grabtempel, deren Fassaden direkt aus dem Fels gemeißelt wurden, gilt sie als einzigartiges Kulturdenkmal: Die meisten Touristen kommen wegen Petra nach Jordanien – die Felsenstadt ist eines der neuen Sieben Weltwunder. Heute ist sie eine Ruinenstätte, in der Antike war sie die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer.

Nach dem Gate führen rund dreieinhalb Kilometer durch eine Schlucht, ehe du das Zentrum der Ruinenstätte erreichst. Immer wieder rennen Esel und Pferde an dir vorbei – du wirst auch öfter angesprochen, ob du nicht aufsteigen möchtest. Aus guten Gründen: Verzichte bitte darauf.

Nach etwa 45 Minuten kommst du beim ersten Highlight an: der Schatzkammer, die heute aber nicht mehr von innen besichtigt werden kann. Tipp: Du solltest möglichst früh am Morgen kommen, um die beste Sicht auf die Kammer zu haben, wenn sie von der Sonne beleuchtet wird.

Nach rund einem weiteren Kilometer erreichst du auch das eigentliche Petra mit Theater, Grabkammern, Palästen, Wüstenschloss, Nymphaeum, Torbogen und Kirchen, viele davon noch gut erhalten.

Blick auf den Eingang der Felsenstadt Petra.
Gehört zu einem der neuen Sieben Weltwunder: Die Felsenstadt Petra. Foto: Miriam Keilbach

Die meisten Touristen besuchen nur die Grabkammern und das Zentrum, das lässt sich in etwa fünf Stunden mit Hin- und Rückweg gut machen. Vom Zentrum aus starten dann verschiedene Trails.

Wer das Zentrum besucht, kann an diesem Tag maximal einen weiteren Trail besuchen, denn die Wanderungen dauern meist zwei bis drei Stunden. Sie führen auf die verschiedenen Berge um das Zentrum herum, etwa zum Kloster A’Deir, zu den Gräbern von Moghar Annassara oder zum Opferplatz. Teilweise sind die Wege ausgeschildert, du solltest aber unbedingt eine Übersichtskarte dabeihaben, damit du ein paar Orientierungspunkte hast.

Die drei Steinbrücken im Wadi Rum

Das deutsche Sicherheitsempfinden müssen Reisende in Jordanien manchmal zu Hause lassen, zum Beispiel bei einer Wanderung auf eine der drei Brücken im Wadi Rum. Bei ihnen handelt es sich um Steine, die zwischen Felsen eingeklemmt sind. 

Der Stein der Little Bridge schwebt in vier Metern, der der Um Fruth Rock Bridge in 15 Metern und der der Burdah Rock Bridge in 35 Metern Höhe. Damit ist es eine der höchsten Felsbrücken weltweit, und du hast von oben eine spektakuläre Aussicht über das Wadi Rum.

Die zwei Kilometer lange Tour dauert etwa zwei bis drei Stunden und ist ziemlich anstrengend. Du solltest keine Höhenangst haben, denn nicht nur einmal musst du dich auf einem nur wenige Zentimeter breiten Spalt an einer Felswand entlanghangeln – auf der anderen Seite der Abgrund.

Aufstieg zur Burdah Rock Bridge.
Geschicklichkeit und Mut sind beim Aufstieg zur Burdah Rock Bridge gefragt. Foto: Miriam Keilbach

Die letzten rund zwanzig Meter hinauf zur Brücke sind eigentlich zum Klettern – manche Guides und Gruppen haben einen Klettergurt dabei. 

Den Abstieg fand ich übrigens deutlich schlimmer als den Aufstieg. Es war heiß, ich war müde, und beim Abstieg schaut man ja eher mal nach unten als beim Aufstieg.

Jerash: Auf den Spuren der Römer

Jerash liegt nördlich von Amman und ist bekannt als antike Dekapolis-Stadt. Das Areal rund um den heutigen Ort Jerash steht im Schatten von Petra, obwohl ich es in Jerash fast angenehmer fand – immerhin sind hier viel weniger Menschen unterwegs. Aber landschaftlich ist Jerash nicht ganz so spektakulär – auch wenn die zahlreichen Olivenplantagen absolut sehenswert sind.

Der Hadriansbogen, der Eingang nach Jerash, ist fast vollständig erhalten, im Hippodram finden noch heute Schaukämpfe statt. Eine Erweiterung der Stadt, die im ersten Jahrhundert unter den Römern mit Petra konkurrierte, gab es allerdings nicht, sodass der Eingang der Stadt das South Gate ist.

Reste des Marktplatzes von Jerash.
Von der römischen Stadt Jerash sind noch viele Überreste gut erhalten, sie ist eine tolle Ergänzung zu Petra. Foto: Miriam Keilbach

Viele Gebäude sind noch sehr gut erhalten, so kannst du dir das römische Leben sehr gut bildlich vorstellen. Zwei Theater finden sich, einige Tempel, Kirchen (mit tollen Mosaiken im Boden!), Bögen, ein Nymphaeum und mit Säulen gesäumte Handelswege.

An einigen Gebäuden findest du einen lokalen Guide, die dich herumführen und etwas zur Geschichte erzählen, sie erwarten dafür Trinkgeld.

Must-dos in Jordanien

Canyoning im Wadi Mujib

Die Schlucht Wadi Mujib am Toten Meer war mein absolutes Highlight auf der Jordanien-Rundreise. Er wird auch als Grand Canyon Jordaniens bezeichnet, hindurch fließt der biblische Fluss Arnon.

Es gibt vier Trails, wenn du den Canyon zu Fuß erwandern möchtest. Einige sind immer trocken, einige führen immer Wasser und einige sind nur zu bestimmten Zeiten oder nur mit Guide begehbar. Ausgangspunkt für die Canyoning-Touren ist das Wadi Mujib Adventure Center, dort bekommst du Infos und Schwimmwesten.

Ich habe mich für den Siq Trail, einen Wet Trail, entschieden. Der Weg bis zu einem großen Wasserfall, dem Ziel des Trails, beginnt entspannt, das Wasser ist meist knöchelhoch und erfrischend, doch der Pegel steigt an, die Schlucht wird enger und der Weg mühsamer.

Bis zum Ziel müssen zahlreiche Hindernisse überwunden werden, du kletterst beispielsweise einen kleinen Wasserfall hinauf – gegen den Strom und ohne etwas zu sehen, da dir das Wasser ins Gesicht spritzt.

An einigen Stellen gibt es Seile oder Griffe, um auf den rutschigen Steinen gegen den Strom zu bestehen und sich Wasserfälle hochhieven zu können. Aber beweglich, abenteuerlustig und kletterfreudig musst du schon sein.

Wichtige Tipps: Nutze gutes Schuhwerk und lass deine Wertsachen im Schließfach oder im Auto oder nutze eine wasserdichte Tasche. Denn du wirst komplett nass.

Übrigens: Wenn du einen tollen Ausblick über das Tote Meer hinüber nach Israel genießen möchtest, mach einen Abstecher zum Dead Sea Museum (Eintritt: zwei jordanische Dinar). Dort beginnt ein kleiner Weg auf den Felsen – mit wunderschönen Aussichten.

Unter freiem Himmel in der Wüste schlafen

Das Wadi Rum ist einer der schönsten Orte, die ich in meinem Leben je gesehen habe, und du kannst sogar dort übernachten. Du hast die Möglichkeit, zwischen einem Beduinencamp oder der Nacht unter freiem Sternenhimmel zu wählen. Wenn du die Möglichkeit hast, dann gönn dir beides. 

Ein Must-do für deine Jordanien-Reise: Schlafen unter dem Sternenhimmel im Wadi Rum.
Ein Must-do für deine Jordanien-Reise: Schlafen unter dem Sternenhimmel im Wadi Rum. Foto: Miriam Keilbach

Wir fuhren abends mit dem Jeep zu einer Sanddüne und gönnten uns ein wenig Sandboarden beim Sonnenuntergang. Neben einem größeren Stein schlugen wir dann unser Nachtlager auf. Der Guide kochte für uns, wir quatschten am Lagerfeuer, dann zog er sich zurück.

Es war eine unvergessliche Nacht! Ein paar Tiere waren in der Ferne zu hören und über uns nur der unendlich weite Sternenhimmel zu erblicken, sogar die Milchstraße haben wir ganz deutlich gesehen.

Im Roten Meer schnorcheln

Das Rote Meer ist bei Tauchern und Schnorchlern weltweit beliebt, wobei die meisten eher an Ägypten denken als an Jordanien. Aber auch hier geht es: Westlich vom Wadi Rum befindet sich Tala Bay, der Ort hat mehrere Strandhotels. Dort gibt es einige kleine Riffe und ich habe auch, keine zehn Meter vom Strand entfernt, einen Oktopus beim Fischfang beobachten können. 

Rotes Meer in Jordanien.
Von den Hotels in Tala Bay am Roten Meer reicht der Blick bis nach Ägypten. Foto: Miriam Keilbach

Das viel größere, kilometerlange Korallenriff befindet sich zwischen Akaba und Tala. Dort siehst du Muränen, Flötenfische, Feuerfische, Kugelfische, Riffkalmare, Pegasus-Steinfische und Anemonenfische, mit Glück sogar Delfine, Rochen oder Schildkröten. 

Wer tauchen möchte: Es gibt auch geführte Touren mit dem Boot Richtung Ägypten und Sinai-Halbinsel. Dort finden sich auch beispielsweise Schiffwracks, die ertaucht werden können.

Eine Safari machen

Eine Safari in Jordanien? Ja, richtig gelesen, das geht! Im Osten des Landes finden sich zwei Naturreservate. Die Azraq Wetlands kannst du auf einem zwei Kilometer langen Weg zu Fuß erkunden, mit etwas Glück siehst du Wasserbüffel. 

Früher gab es hier deutlich mehr Wasser, damals lebten hier nicht nur Wasserbüffel, sondern auch Löwen, Nashörner, Gazellen, Antilopen, Flusspferde und Geparde. Doch die Menschen pumpten so viel Wasser ab, dass die Reservate 1997 trocken lagen. Inzwischen ist ein kleiner Teil wieder aufgebaut worden. Zur Geschichte erfährst du alles im Infozentrum.

Oase Al Azraq Wetlands
Die Oase Azraq Wetlands war einst Heimat von Tausenden Tieren. Foto: Miriam Keilbach

Das Shaumari Reserve ein paar Kilometer weiter ist ebenfalls ein Schutzprojekt – für die vom Aussterben bedrohten Oryx-Antilopen. Im Visitor Center wird über die Tiere informiert, in kleineren Gehegen sind auch einige zu sehen. Hier werden Antilopen und Onager, asiatische Esel, gezüchtet und dann ausgewildert.

Der zweite Schritt der Auswilderung ist das Naturreservat selbst: Mit einem Jeep geht es zwei, drei Stunden durch das offene Areal, und wer Glück hat, entdeckt nicht nur die imposanten Oryx-Antilopen (die übrigens im Wadi Mujib ausgewildert werden), sondern auch Onager, Wölfe, Füchse oder die extrem seltenen Caracale.

Oryx-Antilopen im Shaumari Wildlife Reserve.
Oryx-Antilopen sind vom Aussterben bedroht, in Shaumari werden sie gezüchtet und ausgewildert. Foto: Miriam Keilbach

Floaten im Toten Meer

Wusstest du, dass das Tote Meer einen Salzanteil von durchschnittlich 28 Prozent hat? Der Salzsee liegt zwischen Israel und Jordanien – und du kannst darin gefühlt schweben. Die Beine zieht es bereits nach oben, wenn du knietief im Wasser stehst, und es bedarf einiger Kraft, die Beine auf dem Grund aufzusetzen. Nach 20 Minuten fängt die Haut meist auch an zu kribbeln, dann solltest du das Bad beenden.

Wenn du in einer der zahlreichen Hotelanlagen unterkommst, wird dir meist eine Schlammmaske gestellt. Du schmierst dir damit Gesicht und Körper ein, lässt den Schlamm 20 Minuten trocknen und gehst damit ins Wasser. So soll die Haut noch aufnahmefähiger für die Mineralien im Toten Meer sein.

Kein Photoshop: Im Toten Meer kannst du gemütlich Zeitung lesen, nicht nur in Israel, sondern auch in Jordanien.
Kein Photoshop: Im Toten Meer kannst du gemütlich Zeitung lesen, nicht nur in Israel, sondern auch in Jordanien. Foto: privat

Die Hotels schließen den Zugang zum Toten Meer bei Dunkelheit meistens, es gibt wenige öffentliche Strände, die noch zugänglich sind. Pass aber unbedingt auf, dass du dich nicht in Gefahr begibst.

Durch das Dana-Biosphärenreservat wandern

Das Biosphärenreservat Dana, Namenspate des kleinen Beduinendorfs Dana, ist einer der am meisten unterschätzten Orte Jordaniens. Hier findet sich herrliche Natur, eine außergewöhnliche Flora und Fauna auf 300 Quadratkilometern, und die Temperaturen sind auch deutlich frischer als in der Wüste.

Allein 800 verschiedene Pflanzenarten kommen im Reservat vor. Wer von der Kings Road kommt, kann schon vor dem Erreichen des Dorfes Dana ins Wadi mit seinen Hügeln und Schluchten hinunterschauen.

Wandertouren starten etwa an der Rummanan Campsite (Kings Road) oder an der Feynan Ecologe (Jordan Highway) und dauern zwischen wenigen Stunden, einem Tag oder mehreren Tagen. Auch eine Jeep-Tour ist möglich.

Biosphärenreservat Dana
Rund 800 verschiedene Pflanzen gibt es im Biosphärenreservat Dana. Foto: Miriam Keilbach

Essen und Trinken in Jordanien

Kulinarisch ist Jordanien top: Hier gibt es alles, was das arabische Essensherz begehrt, und auch als Vegetarierin musste ich nie Abstriche machen. Serviert werden vor allem Hummus, Falafel, Fleischspieße, gefüllte Weinblätter, Shawarma, Kartoffeln und Reis gibt es mit köstlichen scharfen und nicht scharfen Soßen.

Besonderheiten: Die linke Hand gilt als unrein, daher bitte mit der rechten essen. Und Alkoholkonsum ist in dem muslimischen Land auf der offenen Straße untersagt, in den Hotelanlagen und Restaurants aber erlaubt.

Amman: Streetfood in der Weißen Stadt

Amman, die Weiße Stadt, ist schon deshalb einen Besuch wert, weil es ganz anders ist als das restliche Jordanien. Hier tobt das Leben, es ist trubelig, laut und modern, Menschen in islamischen Betgewändern sind ebenso zu finden wie junge Jordanier in Shirt und kurzer Hose.

Die weißen Fassaden der Stadt Amman, davor das römische Theater.
Die weißen Fassaden der Stadt Amman, davor das römische Theater. Foto: Miriam Keilbach

Allerdings noch wichtiger: Probier das Streetfood. An jeder Ecke wird etwas zum Essen angeboten – und das oft nur für ein paar Cent. Meist handelt es sich um die typischen arabischen Speisen mit Kichererbsen, viel Gemüse und Soßen in verschiedener Schärfe. Unbedingt probieren: Taboulé, ein gut gewürzter Petersilien-Tomaten-Zwiebel-Salat. 

Beduinisch essen in der Wüste

Die Beduinen, eine Nomadengruppe auf der arabischen Halbinsel, in Syrien, auf dem Sinai und in Teilen der Sahara, sind die Bewohner der Wüste Jordaniens. Wer im Wadi Rum übernachtet, kann dies nur in einem Beduinencamp tun. Und dort gibt es auch richtig leckeres Essen – nach Sonnenuntergang.

Im Dunkeln wird dann ein in der Erde vergrabener Topf ausgegraben. Dabei handelt es sich um sogenannte Erdöfen: In einem tiefen Loch sind unten sehr große heiße Steine geschichtet, darüber kleinere heiße Steine. Dann wird etwas Luft gelassen, ehe Zweige und darüber das Essen geschichtet werden.

Die Gerichte garen dann stundenlang, gegessen wird traditionell: auf dem Boden sitzend auf einer größeren Decke, alle im Kreis, mit den Händen. Wer nett fragt, bekommt aber auch Besteck. Manchmal gibt es dazu noch ein paar Klänge auf der Gitarre – und natürlich einen wunderschönen Sternenhimmel.

Jordanien: Tipps zu Anreise und Einreise

Hinkommen

Es gibt zahlreiche Airlines, die Amman von Deutschland aus anfliegen. Es ist der einzige internationale Flughafen Jordaniens. Direktflüge gibt es etwa von Lufthansa, Alitalia, Air France, Ryanair, Austrian Airlines, Pegasus Airlines oder Royal Jordanian Airlines. Es gibt immer mal wieder Schnäppchen für unter 100 Euro, in der Regel liegen die Ticketpreise zwischen 200 und 350 Euro.

Ein Jordanien-Aufenthalt ist auch in Verbindung mit einem Israel-Urlaub möglich. Aktuell ist die Grenze zwischen den beiden Ländern von beiden Seiten aus geöffnet: zwischen Akaba und Eilat und Amman und Jericho. Bedenke, dass aus dem jordanischen Ein- beziehungsweise Ausreisestempel hervorgeht, dass du in Israel warst. Das könnte bei späteren Besuchen in arabischen Ländern wie dem Iran Probleme geben.

Visum für Jordanien

Wer nach Jordanien reist, braucht ein Visum. Am sinnvollsten ist es, wenn du dir vorab online den Jordanpass kaufst. Der Preis richtet sich nach der Anzahl an Tagen, die du in Petra verbringen möchtest. Im Jordanpass ist das Visum, das ansonsten 40 jordanische Dinar kostet, inklusive, wenn du mindestens drei Nächte im Land bleibst. Außerdem ist der Eintritt für viele Museen und historische Stätten inkludiert. Der Jordanpass kostet 99 US-Dollar bei einem eintägigen Aufenthalt in Petra, 106 bei zwei Tagen und 113 ab drei Tagen.

Mit dem Jordanpass kannst du dich bei der Ankunft in Jordanien einfach an die Schlange stellen, an der dein Pass gestempelt wird – du musst nicht den Umweg über die Bezahlstation nehmen. Solltest du doch kürzer als drei Nächte im Land bleiben, werden die 40 jordanischen Dinar bei der Ausreise fällig.

Rumkommen in Jordanien

Jordanien verfügt über ein gutes öffentliches Busnetz. Die Überlandbusse fahren allerdings auf der neuen Schnellstraße um alle Orte herum. Wer also die klassische Route an der Kings Road entlang machen möchte, muss Lokalbusse nehmen und dementsprechend Zeit einplanen.

Flexibler sind Reisende mit einem Mietwagen. Allradantrieb ist nicht notwendig, wenn du auf den üblichen Strecken bleibst; im Wadi Rum wirst du ohnehin im Jeep gefahren. Mietwagen sind allerdings nicht gerade günstig und es empfiehlt sich, das Auto vor dem Urlaubsbeginn online zu reservieren.

Bezahlen in Jordanien

Die einheimische Währung in Jordanien ist der jordanische Dinar, kurz JOD. Ein JOD entspricht 1,25 Euro. Jordanien ist nicht gerade ein günstiges Reiseziel, vor allem die Eintritte in die historischen Stätten, allen voran Petra, ist teuer. Auch Unterkünfte sind oft hochpreisig.

In Hotels kann oft mit Kreditkarte bezahlt werden, ansonsten ist Bargeld vorherrschend, vor allem in lokalen Restaurants oder lokalen Geschäften. Zehn Prozent Trinkgeld sind landesüblich.

Kleidung in Jordanien

Jordanien ist ein muslimisches Land, das allerdings keinen speziellen Dresscode verlangt. In Amman siehst du auch einheimische Frauen in Röcken und Trägertops. Dennoch sollte für religiöse Stätten ein Tuch mitgeführt werden, um sich im Zweifel die Schultern zu bedecken.

In Beduinen-Gegenden wie Wadi Rum ist lange Kleidung zu empfehlen, um die Kultur zu respektieren. Männer und Frauen sollten bodenlange Kleidung tragen und die Schultern bedecken.

An den Hotelstränden können sich Frauen im Bikini sonnen, an den öffentlichen Stränden ist es zwar nicht verboten, aber auch nicht unbedingt gern gesehen. Die meisten einheimischen Frauen tragen beim Baden Burkini oder normale Kleidung.

Was sonst nicht im Koffer fehlen darf: Stirnlampe (in der Wüste ist es nachts dunkel, richtig dunkel!), Fleecejacke, Trekkingschuhe, Kopfbedeckung, Sonnenschutz.

Unterkünfte in Jordanien

Die Infrastruktur in Jordanien wird dem Touristenaufkommen noch absolut gerecht. Rund um die Hotspots gibt es Hotels in verschiedenen Preisklassen, wobei gerade am Strand eher hochpreisige Hotels stehen.

In abgelegeneren Gegenden wie Jerash, Dana oder Al Azraq gibt es nur wenig Auswahlmöglichkeiten. In Al Azraq findet sich genau ein Gästehaus: auf der Militärbasis, was ein Erlebnis an sich ist. Wer Jerash besucht, sollte am Abend nach Amman zurückkehren, die Unterkünfte in der Gegend haben keinen allzu hohen Standard.

In Petra eignet sich das Petra Guesthouse aufgrund seiner Lage direkt am Gate zur Felsenstätte. Und die Desserts am Hotelbuffet sind fantastisch. Im Wadi Rum gibt es ausschließlich Beduinencamps mit Zelten (mit Doppelbetten), wer mehr Luxus möchte, muss außerhalb wohnen.

Petra Guesthouse und Cave Bar.
Das Petra Guesthouse liegt direkt am Eingang zur historischen Stätte, Kult ist die dazu gehörige Cave Bar. Foto: Miriam Keilbach

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