Heftige Turbulenzen: Envelop-Flieger sackt 330 Meter ab – 14 Verletzte

Turbulenzen: Flugzeug sackt 330 Meter ab – 14 Verletzte

Dieser Flug wurde zum Albtraum: Passagiere knallten an die Decke und wurden über Sitze geschleudert! Die Maschine sackte auf dem Weg von Mauritius nach Madrid plötzlich ab, 14 Menschen wurden verletzt.

Der Flug wurde von der spanischen Charterfluggesellschaft Evelop durchgeführt. (Symbolfoto)
Der Flug wurde von der spanischen Charterfluggesellschaft Evelop durchgeführt. (Symbolfoto)

Foto: imago/Aviation-Stock

Plötzlich sackte der Airbus um 330 Meter ab – und alles, was nicht festgeschnallt war, flog durch die Kabine. Bei starken Turbulenzen während des Langstreckenfluges E9-838 von Mauritius nach Madrid wurden 14 Menschen verletzt – davon drei Besatzungsmitglieder der spanischen Charterairline Evelop und elf Passagiere. 

Sie seien „buchstäblich über die Sitze geflogen“, sagte eine Passagierin dem spanischen Radiosender „Cadena Ser“. Einige Menschen seien an die Decke geknallt, andere gegen Nachbarsitze. Die Kabinendecke sowie Gepäckfächer wurden beschädigt, berichtet der „Aviation Herald“.

Verletzte bei Turbulenzen waren offenbar nicht angeschnallt

Das Flugzeug mit 353 Menschen an Bord befand sich am Dienstag auf dem Weg zwischen Somalia und Südäthiopien, als die Maschine in heftige Turbulenzen geriet. 

Auf dem Wetterradar habe es dafür keinerlei Hinweise gegeben, so Evelop. Trotzdem habe die Besatzung die Anschnallzeichen aktiviert, bevor die Maschine in die Turbulenzen geraten war – da die Zone für diese bekannt sei. Die elf verletzten Passagiere hatten die Anschnallzeichen offenbar ignoriert. 

Zwei Ärzte an Bord leisteten Erste Hilfe. Die Piloten entschieden sich, den Flug nach Madrid fortzuführen, und forderten Krankenwagen an. Die Verletzten wurden mit Prellungen und Schnittverletzungen in Krankenhäuser gebracht, konnten aber nach der Behandlung wieder entlassen werden.

Nachdem das Flugzeug sicher in Madrid gelandet war, herrschte Erleichterung pur an Bord: Passagiere umarmten sich und applaudierten der Crew.

Turbulenzen im Flugzeug: Auf diesen Routen besonders oft

Erst im Juli wurden 37 Menschen bei heftigen Turbulenzen auf einem Air-Canada-Flug von Vancouver nach Sydney verletzt. Der Flug wurde abgebrochen. Ebenfalls im vergangenen Monat erlebten auch Passagiere an Bord eines Emirates-Fluges mit dem A380 so heftige Turbulenzen, dass einige von ihren Sitzen gerissen und leicht verletzt wurden. Problem auch hier: Nicht angeschnallte Passagiere.

Turbulenzen kommen übrigens auf manchen Routen häufiger vor als auf anderen. Wo du dich auf Luftlöcher und Ruckeln einstellen musst, verrät ein Pilot.

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