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México Mágico: Die magischen Dörfer Mexikos

Untergegangene Hochkulturen und mystischer Götterglaube: Mexiko wohnt eine ganz besondere Magie inne. Von einem magischen Reich erzählen seine Pueblos Mágicos – abseits der All-inclusive-Resorts.

Sandra Weber
Die Magie Mexikos findest du nicht in Touristenhochburgen wie Cancún, sondern in den Pueblos Mágicos wie Sayulita und hier Taxco.
Die Magie Mexikos findest du nicht in Touristenhochburgen wie Cancún, sondern in den Pueblos Mágicos wie Sayulita und hier Taxco.

Foto: imago images/Aurora Photos

Mexikos prähispanische Geschichte steckt voller Mystik. Die magische Welt der Maya, Olmeken und Azteken, der Zauber eines alten, untergegangenen Reiches ist in einigen Ecken Mexikos noch heute präsent. Wo findest du dieses México Mágico? Nicht in Touristenhochburgen wie Cancún, sondern in den Pueblos Mágicos (magische Dörfer).

Ob in den Bergen, der Wüste, in Tälern, an Stränden oder im Dschungel – die Pueblos Mágicos liegen über das ganze Land verstreut.

Mexikos 121 magische Dörfer 

Im Jahr 2001 hat Mexiko das Programm „Pueblos Mágicos“ ins Leben gerufen. Damals wurden vier Orte vom mexikanischen Tourismusministerium ausgezeichnet, um diese kleinen, aber historisch wertvollen Stätten bekannter zu machen.

Mittlerweile zählen 121 Ortschaften wegen ihres ursprünglichen Charmes zu den magischen Dörfern. Mit Massentourismus hat das Programm nichts am Hut, es fördert nachhaltige Formen des Reisens.

Ob in den Bergen, der Wüste oder im Dschungel – die Pueblos Mágicos liegen über das ganze Land verstreut. Einer dieser magischen Orte ist Tepoztlán.
Ob in den Bergen, der Wüste oder im Dschungel – die Pueblos Mágicos liegen über das ganze Land verstreut. Einer dieser magischen Orte ist Tepoztlán. Foto: Sandra Weber

Um ein Pueblo Mágico zu werden, müssen die Ortschaften bestimmte Kriterien erfüllen, darunter: eine gute Verkehrsanbindung, Strategien zur Tourismusförderung, religiöse oder historische Bedeutung, Sehenswürdigkeiten und nicht zuletzt die Beteiligung der Bevölkerung am Programm. Die touristische Entwicklung wird von den Pueblos Mágicos dokumentiert.

Schon der Ausblick über Taxco ist pure Magie.
Schon der Ausblick über Taxco ist pure Magie. Foto: Sandra Weber

Mit faszinierenden Landschaften, romantisch verwinkelten Gassen, regionaltypischer und prähispanischer Gastronomie sowie einem breiten kulturellen Angebot hauchen die magischen Dörfer alten Geschichten von untergegangenen Hochkulturen neues Leben ein.

Viele Kolonialstädte sind darunter, aber auch Badeorte an der Pazifik- und der Karibikküste sowie prähispanische Stätten. Das México Mágico findest du zum Beispiel in Tepoztlán, Taxco und Sayulita. Los geht die Reise ins magische Mexiko!

Tepoztlán – magisches Dorf südlich von Mexiko-Stadt

Die paradiesische Kleinstadt Tepoztlán liegt in den Bergen knapp eine Stunde südlich von Mexiko-Stadt in einem grünen Hochtal auf 1.700 Metern Höhe.

Kopfsteingepflasterte, hügelige Gassen, violette Bougainvillea-Blüten, Palmen und Obstbäume, bunte Restaurants, Cafés und Geschäfte, drum herum imposante, schroff emporragende Felsformationen – das ist die Kulisse Tepoztláns.

Kopfsteingepflasterte Gassen, grüne Obstbäume, bunte Restaurants und drumherum imposante Felsformationen – das ist die Kulisse Tepoztláns.
Kopfsteingepflasterte Gassen, grüne Obstbäume, bunte Restaurants und drumherum imposante Felsformationen – das ist die Kulisse Tepoztláns. Foto: Sandra Weber

Über dem Städtchen mit seinen 14.000 Einwohnern schwebt ein besonderer Zauber, ein esoterisches Flair. Alles hier ist magisch, auch die Berge – es heißt, sie seien verzaubert.

In Amatlán, einem Dorf bei Tepoztlán, soll vor langer Zeit der Aztekengott Quetzalcóatl zur Welt gekommen sein, eine gefiederte Schlange.

Tepoztláns Magie fängst du am besten auf der dem Gott des Rausches und der Fruchtbarkeit gewidmeten Pyramide El Tepozteco hoch oben in den Bergen ein. Setz dich hin und genieße den traumhaften Panoramablick auf „Tepoz“ – trotz sonnenwarmer Pyramidenwand im Rücken wird dir dieser faszinierende Ausblick Gänsehaut über den Rücken jagen.

Tepoztláns Magie fängst du am besten auf der dem Gott des Rausches und der Fruchtbarkeit gewidmeten Pyramide El Tepozteco.
Tepoztláns Magie fängst du am besten auf der dem Gott des Rausches und der Fruchtbarkeit gewidmeten Pyramide El Tepozteco. Foto: Sandra Weber

In Tepoztlán kannst du dich wunderbar erholen. Eine breite Auswahl an Spa-Hotels, Wellness-Angeboten, Massagen, Yoga-Kursen, Reiki, Chakratherapie und aztekischer Naturheilkunde erwartet dich hier.

Besonders empfehlenswert ist der Besuch eines von einem Schamanen durchgeführten Temazcal-Rituals, einem prähispanischen Schwitzbad mit medizinischen Heilkräutern, das in tranceähnliche Zustände versetzt und Körper und Seele reinigt.

Von Tepoztlán weiter nach Taxco

Weiter geht’s nach Taxco zwei Stunden südwestlich von Tepoztlán. Die weiß-roten Häuser der weltberühmten Silberstadt wurden auf einem steilen Berghang erbaut.

Verwinkelte Gässchen, steile Treppen, blumengeschmückte Häuserfassaden, prächtige Kolonialbauten und viele Silbergeschäfte prägen das Bild der 52.000 Einwohner zählenden Kolonialstadt auf 1.800 Metern Höhe.

Die weiß-roten Häuser der weltberühmten Silberstadt wurden auf einem steilen Berghang erbaut.
Die weiß-roten Häuser der weltberühmten Silberstadt wurden auf einem steilen Berghang erbaut. Foto: Sandra Weber

Sie gilt als eine der attraktivsten Städte Mexikos und steht unter Denkmalschutz – schon Alexander von Humboldt war fasziniert vom besonderen Flair der Silberstadt. Taxcos Magie spürst du hoch oben auf dem Atachi-Berg am Aussichtspunkt bei der Christus-Statue.

Auf dem Atachi-Berg spürst du Taxcos Magie – der Ausblick auf die bergige Landschaft ist atemberaubend.
Auf dem Atachi-Berg spürst du Taxcos Magie – der Ausblick auf die bergige Landschaft ist atemberaubend. Foto: Sandra Weber

Der Ausblick auf die Silberstadt und die bergige Landschaft ist einfach atemberaubend. Unten in der Stadt versetzen dich die vielen Museen und Silbergeschäfte in vergangene, glänzende Zeiten, als die Stadt durch den Silberabbau reich wurde. Hier findest du Unmengen an hochwertigem Silber zu fairen Preisen.

Sayulita am Pazifik: Weiße Traumstrände

Letzte Station der México-Mágico-Tour ist das 5.000-Seelen-Dorf Sayulita am Pazifik. Weiße Traumstrände, tosende Wellen, die in den blauen Pazifik abfallenden grünen Berge der Sierra Madre Occidental – nicht nur für Surfer ist Sayulita ein Paradies. Im beschaulichen Dorf findest du viele Cafés, Kunstgalerien und viel buntes Handwerk der Huicholes-Indianer.

Sayulita am Pazifik: Die weißen Traumstrände und tosenden Wellen ziehen nicht nur Surfer an.
Sayulita am Pazifik: Die weißen Traumstrände und tosenden Wellen ziehen nicht nur Surfer an. Foto: Sandra Weber

Magisch hört sich schon die Legende an: Der Gott Oz soll vor 5.000 Jahren einen Ort mit perfekten Wellen geschaffen haben: Sayulita.

Auch im tropischen Dschungel fängst du Sayulitas Magie ein: Über mannshohe Steine mit eingravierten Symbolen in der archäologischen Zone Altavista kommunizierten die Ureinwohner des Küstenstreifens mit ihren Göttern. Noch heute pilgern Schamanen an den heiligen Ort voller Mystik, um Kontakt mit den Göttern aufzunehmen.

Wenn der Sonnenuntergang Sayulita in alle Farben der Rotpalette taucht, wirst du die Magie dieses Ortes spüren.
Wenn der Sonnenuntergang Sayulita in alle Farben der Rotpalette taucht, wirst du die Magie dieses Ortes spüren. Foto: Sandra Weber

Ausklingen lassen solltest du den Tag am Strand, wenn der Sonnenuntergang Sayulita in alle Farben der Rotpalette taucht, wenn sich die Wellen im Glanz der untergehenden Sonne brechen. Wenn du jetzt die Augen schließt, wirst du die Magie dieses Ortes spüren.

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