Waldbaden: Warum du das im Urlaub mal machen solltest

Waldbaden: Warum du das im Urlaub mal machen solltest

Waldbaden hat sich auf der ganzen Welt durchgesetzt. Kalifornien, Neuseeland und Südtirol sind nur drei der Ziele, in denen die Vorteile des Waldes untersucht werden. Die Berlin Travel Night verrät, was dahinter steckt.

Waldbaden ist eine neue Bewegung, die sich schnell auf der ganzen Welt durchgesetzt hat.
Waldbaden ist eine neue Bewegung, die sich schnell auf der ganzen Welt durchgesetzt hat.

Foto: IDM Südtirol/Alex Filz

Reduzierter Stress und Blutdruck sowie ein erhöhtes Wohlbefinden erscheinen gerechtfertigt – aber auch andere Vorteile, wie zum Beispiel eine bessere Qualität des Schlafes und einer Verbesserung des Cortisol-Levels, sind die überraschenden Ergebnisse der Studien.

Solltest du daher unbedingt auch mal ausprobieren – zum Beispiel mit Martin Kiem im Urlaub in Südtirol. Er ist der Gründer von Frontier Wellbeing und Nature Connection Tours und beantwortet dir hier die wichtigsten Fragen zum Waldbaden:

Was ist Waldbaden?

Es gibt keine wirkliche Definition, was Waldbaden ist, wo das Waldbaden aufhört und wo die Waldtherapie beginnt. Ich arbeite mit der Paracelsus Medical University zusammen, um dies zu erforschen und zu definieren. Waldbaden – forest bathing – die Worte an sich sind sehr provokant.

Back to nature: Beim Waldbaden erdest du dich.
Back to nature: Beim Waldbaden erdest du dich. Foto: Suedtirol Marketing, Italy

Einige Leute lieben es, aber es gibt auch einige Leute, die es nicht mögen, es ist ein sehr polarisierender Begriff.

Wo ich das Waldbaden für mich entdeckt habe

Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe in Südtirol alle möglichen Dinge unternommen, aber die eigentliche Entdeckung kam in Neuseeland, wo ich als Waldtherapieführer ausgebildet wurde. Als ich dann nach Südtirol zurückkam, benutzte ich es immer häufiger beruflich.

Die Erfahrung des Waldbadens – kann man die definieren?

Im Moment gibt es, und wahrscheinlich sind sich alle Experten einig, keine allgemeingültige Definition, aber für mich ist das Waldbaden eine sehr bewusste oder absichtliche Erfahrung des Eintauchens in die Natur.

Die Natur mit allen Sinnen genießen. Es ist eine körper- und sensorische Achtsamkeitsübung in der Natur. Es ist eine sehr bewusste, langsame, Zeit in oder umgeben von Waldgebieten. Durch diese Achtsamkeit und Intentionalität sind wir viel mehr mit unseren Sinnen verbunden.

Warum ist es wichtig, dass wir uns mit unseren Sinnen verbinden?

Wenn wir uns wirklich mit unseren Sinnen verbinden, erhalten wir viel mehr Eindrücke, als wenn wir gedankenlos stürmen, oder schnell durch den Wald oder unsere Umwelt gehen – was die meisten Menschen tun.

Sie sagen, ich werde einen kleinen Spaziergang im Wald machen, und was sie nicht bemerken, weil sie unbeabsichtigt geistlos sind, ist, dass sie körperlich im Wald sind, aber ihr Verstand, ihr Kopf, ist es nicht.

Sie denken an die Vergangenheit und Zukunft, was bedeutet, dass sie von den Sinnen getrennt sind – was bedeutet, dass sie von der Natur getrennt sind.

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten – irgendwelche Tipps für Stadtbewohner? 

Auf jeden Fall! Grundsätzlich geht es beim Waldbaden um eine Verbindung zur Natur. Es geht darum, eine Beziehung mit der mehr als menschlichen Welt aufzubauen. Die Menschen haben eine Tendenz und einen natürlichen Wunsch, sich mit Lebewesen, mit dem Leben zu umgeben.

Back to nature: Beim Waldbaden erdest du dich.
Back to nature: Beim Waldbaden erdest du dich. Foto: Suedtirol Marketing, Italy

Wenn man in einer Stadt lebt, ist man von toten Dingen umgeben. Wenn jemand an die Stadt gebunden ist, können Parks, Gärten und Gemeinschaftsgärten genutzt werden, um kleine Momente der Naturverbindung zu erleben.

Man muss nicht in einem Wald, einem botanischen Garten sein – es gibt Grün, es gibt Gras, es gibt Platz für Tiere, und man kann achtsam sein, bewusste Sinnesübungen machen, um die inneren Türen zu öffnen. Iss zum Beispiel in der Mittagspause nicht vor dem Computer – geh raus, setz dich auf eine Bank, zieh deine Schuhe aus, berühre die Erde mit beiden Füßen.

Dies nennt man Erdung und Erdung und ist nachweislich medizinisch gesund – wenn man seinen Körper mit der Erdoberfläche verbindet. Durch die Absorption von Elektroden können Sie Atemübungen im Freien durchführen, Sie können eine beliebige Anzahl von achtsamen Übungen durchführen.

Schließe deine Augen, tauche in alle Geräusche um dich herum ein: Vögel, der Wind in den Bäumen, all das hat eine sehr beruhigende Wirkung auf das System, auf unseren Organismus, auf den Körper. All das lässt eine Beziehung entstehen. Man fühlt sich mit dem Leben um sich herum verbunden.

Martin hat kürzlich auch ein Buch veröffentlicht, Wald tut gut!, das in Zusammenarbeit mit Karin Greiner geschrieben wurde. Darin kannst du mehr über den Aufbau deiner persönlichen Praxis des Waldbades und des Wohlbefindens erfahren.

  

Der reisereporter ist Medienpartner des Berlin Travel Festivals und der Berlin Travel Night. Die nächste Veranstaltung findet am 3. September statt

„Berlin Travel Night
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