Köln: 11 Aktivitäten, die du ausprobieren musst | reisereporter.de

11 Aktivitäten in Köln, die du ausprobiert haben musst

Köln ist nicht nur Karneval: In der Domstadt gibt es mehr zu erleben als Kölsch trinken und kostümieren. Wir haben die besten Aktivitäten in Köln für dich herausgesucht – von Brauhaus bis Seilbahn!

Dana Marie Weise
Bei einer Bootfahrt auf dem Rhein lernst du Köln aus einer anderen Perspektive kennen.
Bei einer Bootsfahrt auf dem Rhein lernst du Köln aus einer anderen Perspektive kennen.

Foto: Dana Marie Weise

1. Gucken und Schmecken im Schokoladenmuseum

Ja, tatsächlich gibt es in Köln ein Museum, das einzig und allein der Schokolade gewidmet ist! Das Schokoladenmuseum liegt in Innenstadtnähe direkt am Rhein. Zu deinem Glück geht es hier nicht nur um die Geschichte der leckeren Süßigkeit von den Azteken bis heute – du darfst auch vom drei Meter hohen Schokobrunnen naschen oder dir deine individuelle Schokotafel vom Profi-Chocolatier fertigen lassen.

Wenn du nach dem Museumsrundgang noch nicht genug von Schokolade hast, kannst du eine Verkostung buchen: dort wirst du zum Beispiel mit Edel-Schokolade und Craft-Beer gefüttert. Mehr Informationen findest du hier

Außerdem werden Führungen – auch für Familien – angeboten, bei denen du den Weg des Kakaos bis zu fertigen Schokolade verfolgen, einzelne Vorprodukte probieren und dir die Bohnen der Kakaofrucht genauer ansehen kannst.

Schokoladenmuseum Köln | Adresse: Am Schokoladenmuseum 1A, 50678 Köln | Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr

                         Im Kölner Schokoladenmuseum lernst du nicht nur etwas, du darfst auch schlemmen.
Im Kölner Schokoladenmuseum lernst du nicht nur etwas, du darfst auch schlemmen. Foto: Schokoladenmuseum

2. Bootsfahrt auf dem Rhein

„Kölle, do ming Stadt am Rhing“, singen die Höhner, einer der bekanntesten Kölner Karnevals-Bands. „Rhing“, das ist der kölsche Name für den Rhein – die Einheimischen lieben die pulsierende Ader, die durch ihre Stadt fließt. Bei einer Bootsfahrt kannst du den Fluss und die Stadt von einer anderen Seite kennenlernen.

Die Fahrten – von verschiedenen Anbietern, die du hier findest – führen zum Beispiel unter der Hohenzollernbrücke mit den Liebesschlössern hindurch, direkt am Dom vorbei, oder bringen dich nach Rodenkirchen im Süden der Stadt, während ein Guide dir etwas über die Köln und seine Sehenswürdigkeiten erzählt.

Abfahrt: Hohenzollernbrücke | Kennedy-Ufer, 50679 Köln | Diverse Anbieter und Abfahrtszeiten, siehe Website

Eine Fahrt auf dem Rhein führt auch an den Deutzer Rheintreppen vorbei.
Eine Fahrt auf dem Rhein führt auch an den Deutzer Rheintreppen vorbei. Foto: Dana Marie Weise

3. Ab auf die Wiese: Aachener Weiher

Die Kölner lieben ihren Aachener Weiher – zentral gelegen, grün, mit Blick aufs Wasser und der perfekte Ort, um sich einfach mal auf die Wiese zu pflanzen und Sonne zu tanken (nur aufpassen mit den Hinterlassenschaften der Enten in Ufernähe). Genau genommen ist der Weiher nur das Gewässer voller Enten, Gänse und Schwäne am Rand eines riesigen Parks – der heißt eigentlich „Hiroshima-Nagasaki-Park“, doch kein Kölner würde es so kompliziert machen.

Also triff dich mit Freunden einfach „am Aachener“, besorgt euch ein paar Kölsch von einem der diversen Büdchen um die Ecke, dann Decke ausbreiten und chillen (oder grillen, das ist auch erlaubt, allerdings nicht mit Aluschalen-Grills). Snacks und Getränke gibt’s auch im Biergarten am Weiher zu kaufen.

Aachener Weiher | Adresse: Hiroshima-Nagasaki-Park, 50674 Köln

Der Aachener Weiher lädt zum Chillen und Grillen ein.
Der Aachener Weiher lädt zum Chillen und Grillen ein. Foto: Dana Marie Weise

4. Schlemmen und Kölsch trinken im Brauhaus

Das Kölsch gehört zu Köln wie das Weißbier zu München – auch wenn viele Nicht-Kölner einfach nicht verstehen, warum es den Einheimischen so gut schmeckt. Denn, zugegeben: Kölsch schmeckt eher mild, und serviert wird es meistens in schmalen 0,2-Liter-Gläsern, die ziemlich schnell leergeschlürft sind.

Doch die Brauhaus-Kultur in Köln ist legendär. Du solltest unbedingt in eines der traditionsreichen Häuser (zum Beispiel Gaffel oder Früh), eine Mischung aus Bar und Restaurant mit traditionellen Gerichten wie „Himmel un Äd“ (Äpfel und Kartoffeln mit Blutwurst), einkehren.

Dabei gibt es einige Regeln zu beachten: Der Kellner heißt „Köbes“ und er ist der Boss! Richtig freundlich sind Köbesse selten, und eine komplizierte Bestellung könnte dir einen verächtlichen Blick einhandeln (nimm es nicht persönlich… es gehört einfach dazu!).

Der Köbes kommt mit einem „Kranz“ an deinen Tisch – eine Art Tablett mit Griff und zwölf Halterungen für Kölsch-Gläser. Und das wird immer wieder vor deine Nase gestellt, bis du unter dem Tisch liegst. Oder dem Köbes durch das Auflegen eines Bierdeckels auf dein Glas zu verstehen gibst, dass du für heute genug Kölsch getrunken hast.

Ein etwas moderner aufgezogenes Brauhaus ist übrigens das Johann Schäfer in der Kölner Südstadt. 

Einmal im Leben musst du im Brauhaus ein Kölsch getrunken haben.
Einmal im Leben musst du im Brauhaus ein Kölsch getrunken haben. Foto: Dana Marie Weise

5. Die „Schäl Sick“ erkunden

Manchmal muss man die Perspekive wechseln – auch in Köln. Das geht ganz einfach, indem du mal die Rheinseite wechselst! Durch Köln fließt der Rhein, der die Domstadt unterteilt: in die linke Rheinseite und die rechte Rheinseite – genannt „Schäl Sick“.

Diese Seite galt früher als „schlechte Seite“ der Stadt, da dort die ärmeren Einwohner Kölns lebten. Dabei ist der Blick auf Dom und Hohenzollernbrücke von dieser Seite aus mindestens genau so schön! Wenn nicht sogar schöner: Denn mit ein wenig Abstand, mit einem Kölsch in der Hand und mit dem Hintern auf den Treppen am Deutzer Rheinufer, kannst du den Dom in voller Größe bewundern und auch den Sonnenuntergang siehst du von hier aus am besten. 

Auf der Schäl Sick befinden sich noch andere lohnende Ziele: die Einkaufsstraße Deutzer Freiheit, die imposante Lanxess-Arena, in der internationale Stars Konzerte geben, und der Rheinpark, in dem sich wunderbar spazieren, skateboarden oder Fahrrad fahren.

Von der Schäl Sick hast du den besten Blick auf den Sonnenuntergang.
Von der Schäl Sick hast du den besten Blick auf den Sonnenuntergang. Foto: Dana Marie Weise

6. Seilbahn fahren

Hoch oben über dem Rhein schweben – das geht bei einer Fahrt mit der Kölner Seilbahn. Einsteigen kannst du am Kölner Zoo, dann geht’s in der Gondel, in der bis zu vier Personen Platz haben, in die Luft.

Du schwebst über die Zoobrücke in Richtung Schäl Sick und kannst dabei die vorbeifahrenden Schiffe und die Menschen, klein wie Ameisen, am Rheinufer beobachten. Etwas weiter am Horizonz kannst du auch die Hohenzollernbrücke und den Dom sehen. Auf der anderen Seite erkennst du die Mühlheimer Brücke.

Nach sechs Minuten Fahrtzeit steigst du im Rheinpark auf der linken Rheinseite wieder aus und machst dich zu Fuß durchs Grüne auf den Rückweg, oder du lässt dich mit dem Ticket für Hin- und Rückfahrt (nur 1,50 € teuer als eine Einzelfahrt) wieder zurück zum Zoo bringen.

Kölner Seilbahn | Adresse: Riehler Str. 180, 50735 Köln | Öffnungszeiten: zwischen April und Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr

Bei einer Fahrt mit der Seilbahn schwebst du über den Rhein.
Bei einer Fahrt mit der Seilbahn schwebst du über den Rhein. Foto: Dieter Jacobi / KölnTourismus GmbH

7. Büdchen-Hopping

In Berlin heißt es Späti, im Ruhrgebiet Trinkhalle, in Köln Büdchen – und im Rest der Republik einfach nur Kiosk. Die Büdchen-Kultur in Köln ist legendär: hier hat jeder das Büdchen seines Vertrauens, in dem er sein gekühltes Reissdorf oder Früh (zwei Kölschsorten) einkauft. 

Die Büdchen-Dichte ist in Köln so hoch, dass du dir ums Verdursten oder Verhungern nicht mehr als einen Straßenzug lang Sorgen machen musst – eine genaue Zahl gibt es nicht, aber angeblich sind es zwischen 800 und 1.000!

Und kein Büdchen ist wie das andere. Vom Party-Büdchen mit Sitzgelegenheit bis hin zum Büdchen, das portugiesische Pastéis de Nata verkauft: beim Büdchen-Hopping kannst du nette Kioskbesitzer und coole Leute kennenlernen.

Die Büdchenkultur in Köln ist legendär.
Die Büdchenkultur in Köln ist legendär. Foto: Bilderblitz / KölnTourismus GmbH

8. Karneval erleben

Entgegen der allgemeinen Annahme sind nicht alle Kölner automatisch Karnevals-Fans. Einige buchen für die jecken Tage sogar extra Urlaub, um dem Trubel zu entgehen – es wird laut und wild, eben ziemlich „jeck“. Zudem legt der Karneval die Stadt für einige Tage lahm – Geschäfte schließen, Firmen geben Sonderurlaub und legen den Betrieb still. Auf den Partymeilen ist an normales Autofahren nicht zu denken und der Bahnverkehr bekommt ebenfalls einen Sonderfahrplan.

Dafür sind die Kölner umso wacher: Wenn die „fünfte Jahreszeit“ um Ostern herum beginnt, starten sechs Tage Nonstop-Party. Zumindest für die, die durchhalten. Angeblich werden zur Karnevalszeit mehr als 30 Millionen Liter Kölsch konsumiert! Trinkfest solltest du im Karneval also sein, und kreativ bei deiner Kostüm-Auswahl.

Und damit du dich nicht sofort als Anfänger outest, hier nochmal zur Erklärung: Am 11.11. um 11.11 Uhr eröffnen die Kölner die Karnevals-„Session“, wie sie genannt wird. Ein Tag Feierei im November; in den Monaten darauf finden dann unzählige „Sitzungen“, also Kostüm-Veranstaltungen mit Comedians, Musik, Tanz und viel Kölsch in den Kölner Festsälen statt. Um Ostern herum wird die Session dann beendet – mit den zuvor beschriebenen sechs Tagen von Weiberfastnacht (ein Donnerstag) bis Aschermittwoch. Ein echter Marathon, den du erlebt haben musst!

Kölner Karneval | 11. November 2019 oder 20. bis 26. Februar 2020

Völlig jeck: Der Karneval ist für viele Kölner die schönste Zeit des Jahres.
Völlig jeck: Der Karneval ist für viele Kölner die schönste Zeit des Jahres. Foto: Dieter Jacobi / KölnTourismus GmbH

9. Im Belgischen Viertel treiben lassen

Das Belgische Viertel gilt als einer der hippsten Viertel von Köln: kleine Boutiquen, In-Restaurants und coole Cafés reihen sich aneinander. Aber vor allem die Menschen im Viertel machen es hip! Hier treffen sich Blogger, Kreative, Fashion-Victims, der eine oder andere Promi – aber zum Glück auch Normalos.

Auch einige Bars und Clubs wie den Goldenen Schuss, das Sixpack oder das Reineke Fuchs findest du im Belgischen. Das macht den Stadtteil zu einem der beliebtesten Ausgehviertel von Köln. Ob das Belgische oder Ehrenfeld in Sachen Coolness wirklich die Nase vorn haben, kannst du selbst entscheiden, nachdem du Köln coolste Viertel abgeklappert hast.

Belgisches Viertel | Adresse: zum Beispiel Aachener Straße oder Brüsseler Platz

Schmitz Eis auf der Aachener Straße: das coolste Eis der Stadt.
Schmitz Eis auf der Aachener Straße: das coolste Eis der Stadt. Foto: Dana Marie Weise

10. Showtime im Musical Dome

Direkt am Rhein fällt die blaue Kuppel des Musical Dome direkt ins Auge. Nicht nur in den deutschen Musical-Städten Hamburg und Stuttgart kannst du weltbekannte Musicals sehen, auch in Musical Dome machen die Tour-Ensembles von berühmten Stücken wie Elisabeth, Miss Saigon oder Dirty Dancing regelmäßig Halt.

Aber auch Comedians, internationale Musikstars oder der Magier David Copperfield durften schon die Bretter des Musical Domes bespielen. 2019 unter anderem auf dem Spielplan: West Side Story, Chicago, Jesus Christ Superstar – und auch der deutsche Musical-Hit „Wahnsinn“, das Wolfgang-Petry-Musical.

Musical Dome | Goldgasse 1, 50668 Köln | Programm: siehe Website

Im Musical Dome kannst du Musical, Konzerte und weitere tolle Shows sehen.
Im Musical Dome kannst du Musical, Konzerte und weitere tolle Shows sehen. Foto: Musical Dome Köln

11. Hop-on-Hop-off-Bustour

Alle Kölner Sehenswürdigkeiten auf einmal – das bekommst du bei einer Fahrt mit dem Hop-on-Hop-off-Bus. Die Busse sind gelbe oder rote Doppeldecker, je nach Tour-Anbieter (CityTour oder Stadtrundfahrt Hop On & Hop Off) und fahren dich auf verschiedenen Routen kreuz und quer durch die Stadt.

Je nach Route werden Stopps angesteuert, die in der Nähe oder sogar direkt an Kölner Sehenswürdigkeiten liegen. Darunter: Dom, Heumarkt, Kölner Zoo, Mediapark, Köln Triangel, … Mit dem Hop-on-Hop-off-Ticket kannst du ohne Probleme an jedem Stopp aussteigen, dir die Sehenswürdigkeiten in Ruhe anschauen und nach Belieben in einem der nächsten Doppeldecker-Bus wieder an Bord gehen. Ticketpreis: 18 Euro.

Hop-on-Hop-off-Bustour | Verschiedene Anbieter: siehe Website | Abfahrten zum Beispiel am Dom | Betrieb: täglich

Sightseeing mit dem Doppeldecker - ganz entspannt die ganze Stadt sehen.
Sightseeing mit dem Doppeldecker - ganz entspannt die ganze Stadt sehen. Foto: imago images / Arnulf Hettrich

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