Sie waren zusammen im Meer schwimmen – und sollten nicht lebend zurückkehren. An einem Strand der katalonischen Stadt Girona im Nordosten Spaniens trug sich am Samstagnachmittag eine Familientragödie zu. Ein vierjähriges Kind und dessen Vater ertranken während des Spanien-Urlaubs.  

Rettungskräfte sahen einen leblos im Wasser treibenden Körper. Vor den Augen anderer Badegäste, darunter Familien mit Kindern, zogen sie das bewusstlose Kind an den Strand. Schaulustige bildeten eine Menschentraube, ein Gast filmte sogar den Einsatz und twitterte das Video.

Jede Hilfe kam zu spät: Wiederbelebungsmaßnahmen konnten den Jungen nicht mehr zurückholen. Das berichtet die spanische „20 Minutos“.

Kind (4) und Vater (29) ertrinken im Spanien-Urlaub an der Costa Brava

Doch die Mutter verlor nicht nur ihr Kind: Auch ihr Mann wurde vermisst. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Strand Riells de L’Escala (auch Platja dels Riells) in Girona, der Suche schlossen sich auch die Feuerwehr und die Maritime Rettung auf Booten und Jetskis an.

Nach etwa eineinhalb Stunden spürte eine Wärmebildkamera den Körper eines leblosen Mannes auf – drei Meter unter der Meeresoberfläche.

Bei dem Toten handelte es sich um den vermissten Vater. Die Familie kam aus Frankreich. Derzeit sind die Umstände des tödlichen Badeunfalls noch unklar. Die Polizei teilte mit, dass Rettungsschwimmer den Strand beobachteten, die See sei zu dem Zeitpunkt ruhig gewesen.