Breitmaulnashorn gegen Auto – wie knapp solch ein Rennen ausgehen kann, zeigt eine unerwartete Begegnung im Kruger-Nationalpark in Südafrika. Dort war eine Safari-Gruppe eigentlich auf der Suche nach Leoparden, als sie in der Dämmerung am Flussbett den Weg eines Nashorn-Bullen kreuzten.

Einfach passieren lassen wollte dieser die Touristen anscheinend nicht, er begann sie plötzlich zu verfolgen. Einer, der mit im Jeep saß, war Rian Boshoff, der sein durchaus furchteinflößendes Erlebnis auf einer Facebook-Seite des Kruger-Nationalparks teilte.

Video: Zwei Nashörner rasen Safari-Gruppe hinterher

Eine Jagd durch das Djuma Game Reserve in Mpumalanga begann. „Wie ihr euch vorstellen könnt, trat der Guide sofort aufs Gas, und wir rasten wie wild geworden um die Ecke“, erzählte Rian. Immer wieder versuchte der Guide, mit Manövern das Breitmaulnashorn abzuhängen – erfolglos, stattdessen nahm auch noch ein zweites das Auto ins Visier.

Die Gruppe versuchte, die Nashörner mit Gebrüll zu verscheuchen. Doch letztlich wird es wohl nur der Bleifuß des Fahrers gewesen sein, der die Touristen vor einer ungewollten Tuchfühlung mit den Tieren bewahrte. Trotz eines Gewichts von um die zwei Tonnen können die Säugetiere bis zu 40 Stundenkilometer erreichen!

Safari-Gruppe entkommt Nashörnern – diese gelten als weniger angriffslustig

Grundsätzlich gelten Breitmaulnashörner als friedlicher im Vergleich zu Spitzmaulnashörnern. Tatsächlich tendieren sie bei Bedrohung sogar eher zur Flucht, wie der „WWF“ erklärt. Ihr Horn kann im schlimmsten Fall trotzdem gefährlich werden – sogar für sie selbst.

Denn Wilderer machen unter anderem deswegen Jagd auf die Dickhäuter. Eine der zwei Unterarten, das Nördliche Breitmaulnashorn, ist in der Wildnis bereits ausgestorben. Die Bestände des Südlichen Breitmaulnashorns konnten sich jedoch erholen, mehr als 90 Prozent leben in Südafrika. Insgesamt wurden 2015 20.380 Exemplare gezählt.