Rote Flammen erhellen die Nacht, dichte Rauchschwaden steigen in den Himmel: Gran Canaria kommt einfach nicht zur Ruhe. Erneut ist ein Waldbrand ausgebrochen. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, darunter die Bewohner des Luxushotels Parador.

Auch der bei Touristen beliebte Aussichtspunkt Cruz de Tejeda im bergigen Zentrum der Urlaubsinsel wurde am Samstag geräumt. 

Videos zeigen, wie heftig die Waldbrände auf Gran Canaria wüten

Evakuiert wurde unter anderem die Gemeinde Tejeda mit knapp 2.000 Einwohnern und deren Umland sowie Teile von Valleseco, San Mateo, Gáldar, Moya und Artenara. Die Inselverwaltung hält Einwohner und Reisende via Twitter auf dem aktuellen Stand. Am Samstagnachmittag twitterte sie: „Verlassen Sie das Gebiet.“

Waldbrand auf Gran Canaria: Tausende Menschen müssen Häuser verlassen

Die Menschen aus den geräumten Gebieten verbrachten die Nacht unter anderem in der Sporthalle der Gemeinde Vallesco, berichtet die Lokalzeitung „La Provincia“. Dort hatte das Rote Kreuz Feldbetten aufgestellt.

Der Sicherheitsminister Julio Pérez sagte am Samstagabend, dass eine „komplizierte Nacht aufgrund der Vorhersage starker lokaler Winde“ erwartet wurde.

150 Feuerwehrleute kämpften in der Nacht in dem Gebiet gegen das Feuer. Am Sonntag werden Einsatzkräfte des Militärs als Hilfe erwartet, auch ein Löschflugzeug und Helikopter wurden in das Gebiet geschickt. Inzwischen brennen etwa 500 Hektar Land.

Feuer war unter Kontrolle gebracht und entfachte neu

Erst am Dienstag hatte die Feuerwehr einen Waldbrand in der gleichen Region im Zentrum der Kanareninsel unter Kontrolle gebracht.

Der Katastrophenschutz hatte jedoch gewarnt, dass verbleibende Glutnester aufgrund des Windes und der Hitze jederzeit wieder auflodern und ein neues Feuer auslösen könnten.