5 Wege, wie du ein nachhaltiger Reisender wirst | reisereporter.de

5 Wege, wie du ein nachhaltiger Reisender wirst

Abenteuer und Reisen haben ihren Preis – nicht nur für uns selbst, sondern auch für Umwelt und lokale Bevölkerung. Das Paradies braucht Schutz. Der Schlüssel dazu ist verantwortungsbewusstes Reisen – fünf Tipps von den Kollegen der Berlin Travel Night.

Die Natur genießen – aber wenn möglich keine Spuren hinterlassen. (Symbolfoto)
Die Natur genießen – aber wenn möglich keine Spuren hinterlassen. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Sorasak

„Die Reise ist das Ziel“ – ein Satz, der für viele der neuen Generation von Reisenden nicht mehr gilt. Die Faszination für Luxus-Lifestyle und exklusive Resorts wurde ersetzt durch ein Verlangen nach außergewöhnlichen und inspirierenden Reiseerlebnissen.

Das Bild des Paradieses – ein weißer Sandstrand für die einen oder ein Wasserfall, umgeben von satten Pflanzenwäldern für die anderen – bleibt vor unseren Augen das Symbol der Flucht, das uns die Reise weiterhin bietet. Wir als „neue Reisende“ sind uns mehr denn je bewusst, dass unsere eigenen Abenteuer und Reisen ihren Preis haben, nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Umwelt und die lokale Bevölkerung. Das Paradies braucht Schutz.

Der Schlüssel dazu ist verantwortungsbewusstes Reisen. Das kann zum Beispiel passieren, indem wir der Umwelt etwas zurückgeben, oder die Auswirkungen auf die Umwelt auf ein Minimales zu reduzieren. Es gibt es viele Möglichkeiten, wie wir unsere Reisegewohnheiten ändern können und ein wertvolleres Reiseerlebnis schaffen.

1. Lokal essen – authentisch essen

Wie wir bei der vierten Berlin Travel Night herausgefunden haben, hat die lokale Ausrichtung beim Essen viele positive Auswirkungen auf uns selbst und unsere Umwelt – egal, ob wir reisen oder nicht.

Im Allgemeinen bedeutet „lokal“ zu essen, dass wir Recherchen durchführen und bei Lieferanten einkaufen, die ihre Zutaten innerhalb von 100 Kilometer von ihrem Standort beziehen. Reduzierte Transitzeit bedeutet, dass die Lebensmittel von höherer Qualität sind und Vitamine und Mineralien enthalten, die sonst verloren gehen würden.

2. Hinterlasse keine Spuren

Scheinbar harmlose Aktivitäten wie das Stapeln von Steinen an einem schönen abgelegenen Strand – so instagrammable sie auch sein mögen – können im Laufe der Zeit dramatische Auswirkungen auf die Umwelt haben, insbesondere im Zeitalter des Massentourismus.

„Massen von Menschen verwandeln unbedeutendes Verhalten in Handlungen mit Konsequenzen“, schreibt der Naturgeschichtsexperte Patrick Barkham. „Wenn wir das, was von unserer wilden Welt übrig ist, genießen wollen, müssen wir uns unseren Auswirkungen auf dieser Erde mehr denn je bewusst sein.“

Lass die Dinge so, wie sie sind, nimm deinen Müll mit und denk daran, dass die weniger befahrene Straße oft genauso viel zu bieten hat wie der oft gewählte Weg.

3. Bei der Reise etwas zurückgeben

Der Freiwilligentourismus – Reisen mit der Idee, unterwegs etwas zurückzugeben – hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, da die neue Generation von Reisenden nach sinnvollen Reisen sucht, die einen positiven Effekt haben.

Viele Berichte deuten jedoch darauf hin, dass solche Initiativen nur eine oberflächliche Wirkung auf die Bereiche haben, denen sie vorgeben zu helfen, und im schlimmsten Fall tatsächlich „zur Mystifizierung größerer Systeme beitragen können, die Ungleichheit produzieren“.

Reiseveranstalter können Reisenden helfen, ihre Träume vom verantwortungsvollem Reisen zu verwirklichen. Die Philosophie „beinhaltet die Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, geht aber auch viele Schritte weiter, um sicherzustellen, dass Reisen einen positiven Einfluss auf die Gemeinden haben, den Tierschutz gewährleisten und die Rechte, die Geschichte und die Kultur der indigenen Bevölkerung respektieren“. Mehr dazu liegst du im Interview im Journal.

4. Flugzeuge durch Züge ersetzen

Obwohl alle wissen, dass bewusstes Reisen eine gute Sache ist, die einen wichtigen kulturellen Austausch und spirituelles Wachstum ermöglicht, ist es unmöglich, die Umweltauswirkungen des Reisens und die dringende Notwendigkeit zu ignorieren, die Gewohnheit konstanter Billigflüge zu unterbinden.

Wenn wir wirklich glauben, dass „die Reise das Ziel ist“, dann können wir sicherlich langsamere Reisen planen, die mehr Bahnreisen beinhalten. So stellt beispielsweise der neu eingeführte Flixtrain-Dienst in Deutschland eine Art Revolution bei der Preisgestaltung des Schienenverkehrs dar, ähnlich wie das plötzliche Aufkommen von Billigflügen um die Jahrhundertwende.

Unternehmen wie Liverpool's Gone West oder das berlin-ansässige Unternehmen Atmosfair bieten viele Möglichkeiten, deinen CO2-Fußabdruck zu reinigen.

5. Verantwortungsbewusst übernachten

Angesichts steigender Mieten haben Städte wie Berlin Gesetze erlassen, für Immobilien die ausschließlich für kurzfristige Aufenthalte genutzt werden.

Viele Reiseziele kämpfen nun damit, die Nachfrage der Touristen und die Bedürfnisse der Einheimischen gleichermaßen zu befriedigen. Unser Ratschlag? Recherchiere vor der Buchung – ist dein Ziel einer dieser Orte? Wenn ja, solltest du lieber traditionell in ein Hotel, Hostel oder B&B gehen – die lokale Bevölkerung wird es dir danken.

Der reisereporter ist Medienpartner des Berlin Travel Festivals und der Berlin Travel Night. Die nächste Veranstaltung findet am 3. September statt.

„Berlin Travel Night
Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite