Trendsport mit Sightseeing: Heli-Paddling in Kanadas Nationalparks

Trendsport mit Sightseeing: Heli-Paddling in Kanada

Stand-up-paddling gibt es gefühlt überall – im kanadischen British Columbia bringt ein Helikopter Urlauber in entlegende Orte der Gebirgslandschaft. Heli-Paddling: Flug über Gletscher zu geheimen Spots.

Stand-up-Paddling mal anders: Anbieter fliegen Touristen zu versteckten Orten in kanadischen Nationalparks.
Stand-up-Paddling mal anders: Anbieter fliegen Touristen zu versteckten Orten in kanadischen Nationalparks.

Foto: Mirae Campbell

Ob auf dem heimischen Badesee oder durch die städtischen Kanäle: Wo es Wasser gibt, sind Stand-up-Paddler meist nicht weit. Doch in British Columbia ist die Sichtung der auf den Brettern balancierenden Ausflügler wohl noch relativ rar. Dort etabliert sich die Trendsportart – Tourenanbieter gibt es einige.

Das Besondere: Hier werden Paddler in sonst kaum oder nur schwer zugängliche Regionen gebracht – und zwar mit dem Helikopter. Und das nennt sich Heli-Paddling. 

Heli-Paddling durch Kanadas Nationalparks

Im Winter sind es die Skifahrer, die per Heli über die Gipel in British Columbia geflogen werden, im Sommer die gemütlichen Paddler zu Wasser. So viel Erfahrung und Geschick wie beim Heli-Skiing brauchen Urlauber dafür nicht.

Notwendig sind nur Badesachen – das entsprechende Board wird von den Veranstaltern gestellt. Bei Red Paddle Co. sind diese aufblasbar und sollen in jeden Reiserucksack passen. 

Ob Picknick, Joga oder Kayak: Die Helikopter-Firma will Touristen davon überzeugen, dass die türkisen Waldseen zwischen den schneebedeckten Bergen nicht nur Fotomotiv auf der Wanderung sein müssen.

Derzeit ist Blackcomb Helicopters der einzige Anbieter, der das Heli-Paddling in dem sonst beliebten Skigebiet Whistler, nordöstlich von Vancouver, durchführt.

Stand-Up-Paddling in entlegenden Orten: So teuer ist der Trip

Der Helikopter bringt bis zur vier Besucher in 15 Minuten ins Hinterland von Whistler – dabei passieren sie Gletscher und Schneegipfel. Das Ziel ist ein See, der weder zu Fuß noch mit Fahrzeugen erreichbar ist. Dort kann gepicknickt oder geschwommen werden – oder eben SUP.

Mit 1.250 kanadische Dollar pro Paar ist der Outdoor-Spaß nicht gerade günstig. Andere Ausflüge starten bei  Blackcomb bei 179 kanadischen Dollar.

Es gibt noch weitere Veranstalter. Beispielsweise Liquid Adventures, die zum Bear-Glacier-Eisberg nahe Seward in Alaska fliegen (ab 600 kanadische Dollar pro Person). Noch teurer wird’s bei 49 North Helicopters: Ab 990 Dollar pro Person gibt es einen Halb-Tages-Trip zu mehreren Seen, für 1.490 Dollar kannst du zwischen Gletschern balancieren.

In deutlich wärmere Gefilde bringt Paradise Helicopters samt Paddle-Bord Ausflügler, nämlich zu einem versteckten Wasserfall in Hawaii.

Helikopter-Touren mit Umweltschutz vereinbar?

Vielleicht ist es auch nicht der Preis, der dir Kopfschmerzen bereitet, sondern dein schlechtes Gewissen. Immerhin fliegen Helikopter auch mit speziellen Benzinmischungen oder Kerosin, welche umweltschädliche Abgase in die besonders schützenswerte Gletscher- und Gebirgslandschaft Kanadas pusten.

Blackcomb wirbt deshalb mit klimaneutralen Flügen – alle Emmissionen werden nach eigenen Angaben kompensiert. In einigen Gegenden, wie dem weltberühmten Glacier-Nationalpark in British Columbia, müssen Maßnahmen gegen die Touristenströme ergriffen werden.

Einfach in der wilden Natur weggeworfener Müll sorgt dort für Ärger bei den Rangern. Nördlich von British Columbia, im kanadischen Glacier-Bay-Nationalpark, müssen sich Reedereien um spezielle Einfahrt-Lizenzen bewerben.

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