Hund im Klo eingesperrt: Passagierin verklagt American Airlines

Hund im Klo eingesperrt: Frau verklagt American Airlines

Sie drohte einer Passagierin und sperrte ihren Hund weg: Eine Flugbegleiterin soll sich derart daneben verhalten haben, dass die Passagierin 75.000 Dollar Schadensersatz von American Airlines verlangt.

Ein Flugzeug von American Airlines im Flug.
Eine American-Airlines-Mitarbeiterin soll Hund und Frauchen schlecht behandelt haben. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Zuma Press/Nicolas Economou

Weil sie unter einer Angststörung leidet, nahm eine schwangere Passagierin ihren Hund Simba mit in einen Flieger von American Airlines. Der Hund sollte Avigail D. während des Fluges von Miami nach Los Angeles beruhigen. Sie war zusammen mit ihrem Mann und ihrem 87-jährigen Großvater unterwegs. 

Eigentlich hatten sie Plätze in der Business Class gebucht. Doch während des Fluges soll Regina, eine der Flugbegleiterinnen, die drei samt Hund in die Economy Class umgesetzt haben. Der Grund: Der Hund habe gar nicht an Bord sein dürfen. Dabei beteuert Avigail, vor dem Flug zweimal bei American Airlines angerufen zu haben, um sich zu vergewissern, dass sie Simba als emotionalen Begleiter mitnehmen dürfe. 

Stewardess soll Hund in der Flugzeug-Toilette eingesperrt haben

Doch es sollte noch schlimmer kommen: Regina soll darauf bestanden haben, dass Simba in eine Toilette gesperrt werden sollte, da er sich nicht in der Kabine aufhalten dürfe. Weil die Transportbox zu groß für die kleine Flugzeugtoilette gewesen sei, soll die Flugbegleiterin immer wieder die Tür gegen die Box geschlagen haben – während Simba darin saß! So steht es in der Anklageschrift.

Tatsächlich soll Simba den Vorschriften der Airline für sogenannte „Emotional Support Animals“ entsprochen haben. Trotzdem soll die Stewardess weiter gegen die Hundehalterin gewettert haben: Avigail verstoße gegen die Vorschriften der US-Luftfahrtbehörde und solle in Handschellen abgeführt werden. 

Und genau das trat ein. Sie wurde nach der Landung von Polizisten von Bord geführt – obwohl sie schwanger war, sich um ihren Opa kümmern musste und die Schuldfrage nicht endgültig geklärt war. Für den Stress und die Demütigung will Avigail jetzt 75.000 Dollar (etwa 67.500 Euro) Schmerzensgeld von American Airlines.

American Airlines gibt Passagierin die Schuld

Gegenüber „Local 10 News“ erklärte eine Sprecherin der Airline, dass Simba eher als ein Haustier anstelle eines emotionalen Begleittiers gereist sei. Außerdem habe die Transportbox des Hundes nicht unter den Sitz gepasst – und damit gegen die Bestimmungen der Luftfahrtbehörde FAA verstoßen.

Außerdem seien Tiere in Boeing-777-Flugzeugen nicht in der Business Class gestattet. „Am Flughafen in Miami hat unser Team der Passagierin angeboten, sie auf einen späteren Flug zu buchen, doch das lehnte sie ab und entschied sich stattdessen für einen Sitzplatz mit dem Tier in der Economy Class.“

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