Wer in den kommenden Wochen mit Ryanair fliegt, muss mit Problemen rechnen: Die Piloten in Großbritannien, Italien, Irland und Spanien drohen mit Streiks. Sowohl in Portugal als auch in Spanien will auch das Kabinenpersonal ihre Arbeit niederlegen. Zunächst hatte nur die britische Gewerkschaft BALPA Ryanair-Piloten zum Streik aufgerufen.

In Portugal finden die ersten gelanten Streiks ab heute, den 21. August statt. Betreffen könnte das Direktverbindungen von Deutschland nach Faro, Lissabon und Porto sowie Ponta Delgada (Azoren). Ab dem 22. rufen die Pilotenvereinigungen in drei weiteren Ländern zum Streik auf: Die Ryanair-Piloten in Irland, Italien und im Vereinigten Königreich sollen für 48 Stunden die Arbeit niederlegen. Hier erfährst du, wann weitere Streiks drohen:

Überblick: Wann und wo drohen Streiks bei Ryanair

Streiks der Ryanair-Kabinencrew in Portugal:

  • 21. August (Mitternacht) bis 25. August (23.59 Uhr)

Streiks der Ryanair-Piloten im Vereinigten Königreich:

  • 22. August (Mitternacht) bis 23. August (23.59 Uhr)
  • 2. September (Mitternacht) bis 4. September (23.59 Uhr)

Streiks der Ryanair-Piloten in Irland:

  • 22. August (Mitternacht) bis 23. August (23.59 Uhr)
Streiks der Ryanair-Piloten in Irland:
  • 22. August (Mitternacht) bis 23. August (23.59 Uhr)

Streiks der Ryanair-Kabinencrews und Piloten in Spanien:

  • 1., 2., 6., 8., 13., 15., 20., 22., 27. und 28. September

Für die Passagiere würden die Streiks im schlimmsten Fall Verspätungen oder sogar Flugausfälle bedeuten. Reisende sollten sich vorab bei der Airline oder ihrem Reiseveranstalter über den Status ihres Flugs informieren. 

Darum wollen die Ryanair-Mitarbeiter streiken

Die Gewerkschaften wollen durch die Maßnahmen bessere Arbeitsbedinungen für Ryanair-Mitarbeiter durchsetzen. So will das Kabinenpersonal in Spanien beispielsweise verhindern, dass Ryanair die Standorte Gran Canaria, Teneriffa und Gerona schließt, berichtet die „Mallorca Zeitung“. Allerdings seien Pläne diesbezüglich nocht gar nicht offiziell bestätigt worden.

Die irischen Piloten fordern dagegen eine Gehaltserhöhung, Ryanair zufolge wollen sie ihr Jahresgehalt von 172.000 Euro auf 347.000 Euro mehr als verdoppeln. Utopisch, findet die Billig-Airline. Sie teilte mit, dass die Gewerkschaft Fórsa die Verhandlungen am gestrigen Mittwoch abgebrochen habe. Ryanair betont, dass die Piloten bereits 20 Prozent mehr verdienen würden als bei der Konkurrenz Norwegian und Jet2.

Die gute Nachricht: Noch könnten alle Streiks durch Verhandlungen zwischen Ryanair und den jeweiligen Gewerkschaften abgewendet werden.