Reise nach Jordanien: Highlights rund ums Tote Meer | reisereporter.de

Reise nach Jordanien: Highlights rund ums Tote Meer

Der Name lässt es zunächst nicht vermuten, aber rund um das Tote Meer zwischen Israel und Jordanien gibt es sehr viel Leben. Abgesehen vom Bad im Salzsee gibt es weitere Must-dos – der reisereporter hat Tipps.

Das Tote Meer in Jordanien: Nicht nur ein Erholungsort für Badetouristen.
Das Tote Meer in Jordanien: Nicht nur ein Erholungsort für Badetouristen.

Foto: unsplash.com/Dave Herring

Menschen, die wie von Zauberhand auf der Wasseroberfläche treiben – bestimmt ist dir dieses Foto vom Toten Meer nicht fremd. Klar steht das Bad in dem Salzsee bei einer Reise nach Jordanien oder Israel auf der Bucket-List. Von dort aus kannst du jedoch noch viel mehr unternehmen!

1.Totes Meer: Woher kommt der Name?

Für die Wissenslücke in Geografie: Das Tote Meer grenzt an Jordanien und das Westjordanland, das von Israel besetzt ist. Auf 900 Quadratkilometern erstreckt es sich über die Wüstenlandschaft zwischen Israel und Jordanien.

Was macht es so einzigartig? Zum einen gilt das Tote Meer als tiefster See der Erde, da seine Wasseroberfläche 420 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Weltweit berühmt ist es aber wohl wegen des extrem hohen Salzgehalts. Denn dieser ist ungefähr um das Zehnfache höher als in anderen Gewässern.

Zum Vergleich: Die Nordsee und das Mittelmeer liegen im Durchschnitt bei 3,5 Prozent Salzgehalt. Als „tot“ wird es bezeichnet, da bis auf Algen und andere Mikroorganismen keine anderen Lebewesen dort existieren können.

Es gibt zwar durchaus noch salzigere Seen, doch das Tote Meer ist aufgrund der durchgängig hohen Temperaturen ein beliebtes Ausflugsziel. Im Winter bewegen sich diese bei milden 20 Grad – im Sommer können es schon mal heiße 39 Grad werden.

Beste Reisezeit? Bei den sehr geringen Niederschlägen lautet die Antwort: immer, das ganze Jahr über!

So kommst du hin: Über den Flughafen Amman der gleichnamigen Hauptstadt Jordaniens.

Mit dem Mietwagen brauchst du circa eine Stunde. Oder du buchst eine geführte (Tages-)Tour. Oder per Bus: Steig an der Station Mujaharin in Amman ein und fahr bis nach Rame (Kosten: ein jordanischer Dinar, umgerechnet circa 1,20 Euro), von dort nimmst du ein Taxi zum Amman Beach (um die fünf Euro).

Weitere Option: Anreise über den Flughafen Tel Aviv in Israel.

Wo übernachten? Entlang des Toten Meeres gibt es in unmittelbarer Seenähe etliche Hotels, aber auch Airbnb-Unterkünfte. Günstig sind diese nicht, weshalb du dich auch in Amman umschauen solltest.

2. Besuch am Toten Meer: Heilende Kräfte

Nach Geografie nun ein ganz kleiner Chemie-Exkurs: Wegen des hohen Salzgehalts hat das Wasser eine so hohe Dichte, dass ein Mensch quasi getragen wird. Aber: Leichtsinnig solltest du nicht baden, denn ertrinken könntest du trotzdem.

Dont’s: Zudem solltest du vermeiden, das Seewasser zu schlucken oder es in die Augen zu bekommen. Und bloß nicht mit offenen Wunden ins Wasser – autsch! 15 bis 30 Minuten am Stück reichen aus, denn das Salz entzieht deinem Körper Flüssigkeit. Also viel trinken!

Davon abgesehen schwören Badeurlauber auf die heilende Wirkung. Denn die in dem Wasser enthaltenen Mineralien (unter anderem Magnesiumchlorid und Natriumchlorid) werden in der Kosmetik, aber auch für Therapien bei diversen Hauterkrankungen genutzt. Sprich: Du kannst dich sogar noch schöner baden!

Entlang des Seeufers findest du eine Reihe Hotels, die mit eigenen Spa-Behandlungen werben.

3. To-dos, außer auf dem Wasser zu schweben

Noch mehr über den Salzsee erfährst du im Dead Sea Museum. Beauty-Porgramm beendet und genügend Sonne beim Baden getankt? Dann solltest du unbedingt die Gegend um das Tote Meer erkunden. 

Doch für (biblische) Geschichte, Archäologie und Kultur solltest du schon ein Faible haben. Denn der erste Reisetipp führt dich zum Berg Nebo – nach dem 5. Buch Moses soll der Prophet und Beautragte Gottes einst von hier auf das „gelobte Land“ geblickt haben.

Und du kannst es der biblischen Erzählung gleichtun: Der Berg liegt im Gebirge Abǎrim – von der 800 Meter hohen Spitze aus hast du unter anderem freie Sicht auf das Jordantal.

Noch sehenswerter ist die archäologische Fundstätte und das Unesco-Weltkulturerbe Al-Maghtas, das auch als Taufstätte „Bethanien jenseits des Jordans“ bekannt ist. Hier soll Johannes einst gepredigt und getauft haben.

In der Nähe des Toten Meeres sollen sich fünf weitere biblische Städte befinden, deren genaue Ortsbestimmung allerdings bis heute geheim geblieben ist: Sodom, Gomorrha, Adma, Zebojim und Zoar.

Ob Interesse an der biblischen Geschichte oder nicht: Noch mehr Natur bekommst du im Wadi Mujib, einem Nationalpark östlich vom Toten Meer. Entweder du steigst in den Mietwagen und fährst selbst hin oder du buchst dir eine Tour. Angekommen erwarten dich eine 900 Meter tiefe beziehungsweise hohe Schlucht, durch deren zerklüftete Landschaft sich mehrere Flüsse schlängeln. 

Das Wadi Mujib wird auch der Grand Canyon Jordaniens genannt – Canyoning gehört dort zu den beliebtesten Aktivitäten. Entspannender ist das Baden in heißen Quellen. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auch. 

Und (antike) Stadtluft kannst du in Madaba schnuppern: In der griechisch-orthodoxen St.-Georgs-Kirche befindet sich das berühmte Madaba-Mosaik, eine Karte aus dem sechsten Jahrhundert nach Christus, die das „Heilige Land“ abbilden soll. 

Was es auf der anderen Seite des Salzsees in Israel zu erleben gibt, verrät dir reisereporter Mathias auf seiner Rundreise durch das „Gelobte Land“.

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