„lovelifepassport“: Anika und Tayler sind Weltenbummler von Beruf

Beruf: Weltenbummler – Anika und Tayler machen es vor

Bei der Arbeit im Kölner Hotel kennengelernt, verschlug es das Paar nach Dubai und von da in die große weite Welt. Mit ihrem Instagram-Account „lovelifepassport“ haben die beiden ihr Hobby zum Beruf gemacht.

Anika und Tayler wollten ausbrechen aus ihrem Alltag und Neues erleben – jetzt bereisen sie zusammen die Welt.
Anika und Tayler wollten ausbrechen aus ihrem Alltag und Neues erleben – jetzt bereisen sie zusammen die Welt.

Foto: lovelifepassport

Die meisten Menschen reisen in ihrer Freizeit, eben dann, wenn sie nicht arbeiten. Anders Anika und Tayler: Die beiden gelernten Hotelkaufleute verdienen mit ihrer Leidenschaft seit rund zwei Jahren ihr Geld. Kennengelernt haben sie sich bei ihrer Arbeit in einem Kölner Hotel. Der Beginn ihrer Liebesgeschichte – und später ihrer Reise um die Welt. 

Auf ihrem Instagram-Kanal „lovelifepassport“ nimmt das Paar seine 66.000 Followern mit auf seine Abenteuer – bereits über 82 Länder haben die beiden zusammen bereist. Im Interview erzählen sie uns von ihren Erlebnissen, ihrer Motivation und ihren Plänen für die Zukunft.

Was sind eure Reisepläne für 2019/2020?

Anika und Tayler: Unsere Base ist in Dubai, und von dort bereisen wir die gesamte Welt. Für 2019 stehen noch einige Ziele auf dem Plan: Malaysia, Phuket, Deutschland, Dubai, Ägypten, Mailand, Österreich, Schweiz, Lappland, Las Vegas, Los Angeles, New York und Hawaii. 2020 bleibt noch ein kleines Geheimnis.

Das Paar bei Sonnenuntergang am Pool in Mykonos, Griechenland.
Das Paar bei Sonnenuntergang am Pool in Mykonos, Griechenland. Foto: lovelifepassport

Was ist euer liebstes Reiseziel?

Anika und Tayler: Griechenland, Neuseeland und Südafrika.

Welcher Reisetyp seid ihr?

Anika und Tayler: Wir sind beide eher entspannt und entscheiden oft kurzfristig, wohin es als Nächstes geht.

Was ist euer bester Travel-Hack?

Anika und Tayler: Doppelt und dreifach Meilen sammeln, um immer Business oder First Class fliegen zu können.

Welches Reiseziel ist am meisten überbewertet und welches verdient mehr Aufmerksamkeit?

Anika und Tayler: Marrakesch zählt unserer Meinung nach mit Sicherheit zu den am stärksten überbewertetsten Orten. Eine kleine Insel namens Menorca hat definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient. 

Hier sieht man Anika und Taylor am Tukad-Cepung-Wasserfall auf Bali.
Hier sieht man Anika und Taylor am Tukad-Cepung-Wasserfall auf Bali. Foto: lovelifepassport

Was war die beste Unterkunft?

Anika und Tayler: Zwei unfassbare Hotels, die wir kennenlernen durften, sind das Cavotagoo auf Mykonos und das Azulik in Tulum, Mexiko. 

Was war eure längste Anreise?

Anika und Tayler: Der Flug von Dubai nach Auckland, der 18,5 Stunden gedauert hat. 

Welches Land hat euch am meisten verändert?

Anika und Tayler: Jedes Land verändert uns auf ganz eigene Weise immer ein wenig. Und egal ob positive oder negative Erfahrungen – sie alle helfen, um aus uns bessere Menschen zu machen. Wir sind dankbar für jedes Abenteuer.

Was sind eure beeindruckendsten Reiseerlebnisse?

Anika und Tayler: Der schönste Moment aus über 82 Ländern in jetzt zwei Jahren war sicherlich Taylers Heiratsantrag. Er hat drei Monate akribisch alles geplant, meine und seine Familie eingeflogen, alles mit der Kamera festgehalten und mir die Fragen aller Fragen gestellt.

Hier an dieser Location auf Santorin hat Taylor Anika einen Heiratsantrag gemacht.
Hier an dieser Location auf Santorin hat Tayler Anika einen Heiratsantrag gemacht. Foto: lovelifepassport

Platz zwei: Auf den Philippinen wurde aus einem regnerischem Tag der wohl verrückteste Tag unseres Lebens. Wir hatten uns verfahren, endeten an einem verlassenem Strand und lernten zwei Surfer kennen, die uns gezeigt hatten, wie man surft. Nach viel Bier und einem Lagerfeuer bis in die Nacht endete der Abend in einem Haus mit dem wohl besten Essen, das jemals für uns zubereitet wurde.

Was reizt euch am Reisen besonders und was ist das Stressigste dabei für euch?

Anika und Tayler: Packen gehört wohl zu den schlimmsten Dingen während des Reisens, aber die Planung ist immer etwas Besonderes. Die Recherche und Vorfreude auf jedes neue Abenteuer, jede neue Kultur und Religion überwiegt jeden Stress.

Wart ihr von einer Reise schon mal ehrlich enttäuscht?

Anika und Tayler: Marrakesch war für uns die größte Enttäuschung. Leider wurden wir sehr respektlos behandelt, Männer pfiffen Anika und ihrer Freundin ständig hinterher. Die Stadt, die Märkte und die Gassen stanken. Das Riad, welches wir besucht hatten, war dagegen wunderschön. Auch von den Bahamas waren wir enttäuscht. Viel zu teuer, von Touristen einfach überlaufen und ein Hype, den wir nicht nachvollziehen können.

Was habt ihr bei euren Reisen gelernt?

Anika und Tayler: „The Sky is NOT the limit.“ Es gibt da draußen so viel mehr als nur das, was uns erzählt wird. „lovelifepassport“ wurde ins Leben gerufen, um anderen zu zeigen, dass man ausbrechen kann. Dank Social Media und Online-Marketing haben wir genau das geschafft und uns ein Internet-Einkommen aufgebaut, wovon wir sehr gut an vielen Orten leben können. Das Reisen befreit uns von unseren Scheuklappen!

Wenn Zeit und Geld keine Rolle spielen würden – welches wäre euer nächstes Reiseziel?

Anika und Tayler: Wir haben uns bereits viele Träume ermöglicht, aber unser Top-Wunsch ist Bora Bora – das heben wir uns für unsere Hochzeitsreise auf!

Beschäftigt euch das Thema Nachhaltigkeit auf Reisen?

Anika und Tayler: Wir leben beide streng vegan. Auch chemisch hergestellte Ersatzprodukte nutzen wir nicht. Nachhaltigkeit ist in vielen Bereichen unserer Reisen vertreten. Ob es Hotels sind, die umweltbewusst handeln, oder unsere eigene Reduzierung von schädlichen Umweltprodukten. Wir lernen jeden Tag mehr und mehr zu diesem Thema und sind auf einem gutem Weg, einen Beitrag zur Umwelt leisten zu können.

Das Paar im Pool in Bali.
Das Paar im Pool in Bali. Foto: lovelifepassport

Traumberuf Reiseblogger – kann man davon leben?

Anika und Tayler: 100 Prozent! Für viele ist es leider eher ein Albtraum als ein Traumberuf, weil sie einfach nicht wissen, was die sozialen Medien uns für Chancen geben. Wir haben uns an eine einfache Formel gehalten: „I-L-L“ – investiere, lerne und lehre. Investitionen sind nicht immer mit Geld verbunden, aber allein, sich bereits mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen, unterscheidet dich von denen, die nur sagen, dass sie es wollen.

Sei ein ewiger Student und lerne jeden Tag nur ein Prozent mehr, und du schaffst es, in weniger als einem Jahr diesen Traum zu leben. Lehre immer nur das, was du auch selbst umsetzt. Es gibt nichts Schlimmeres als die sogenannten „Coaches“ oder „Blogger“, die sich wie eine Litfaßsäule auf Social Media präsentieren, um ein T-Shirt geschenkt zu bekommen. Authenzität und der Wille, diesen Traum zu leben, sind wichtige Dinge, die du auf deinem Weg nie vergessen darfst.

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