Die 370 Passagiere in der Boeing 747-400 starteten pünktlich am Sonntag um 22.31 Uhr in Frankfurt. Ihr Ziel: Shanghai. Doch bereits zwei Stunden später sollten sie wieder deutschen Boden unter den Füßen haben. Ein technisches Problem veranlasste die Piloten zur Umkehr.

Lufthansa-Flug LH732 muss kurz nach Start umkehren

Kurz nach dem Start soll es auf dem Lufthansa-Langestreckenflug LH732 zu einem technischen Problem gekommen sein. Den Flug nach Shanghai abzubrechen soll eine vorsorgliche Entscheidung der Piloten gewesen sein – also kein akuter Notfall, teilte Lufthansa am Montagmorgen mit.

Mehrere Schleifen musste die Lufthansa-Maschine über Hessen drehen, um genügend Kerosin vor der Landung loszuwerden.
Mehrere Schleifen musste die Lufthansa-Maschine über Hessen drehen, um genügend Kerosin vor der Landung loszuwerden. Foto: flightaware.com (Screenshot)

Um die Maschine sicher in Frankfurt zu landen, mussten die Piloten vorab Kerosin ablassen. Die Boeing kreiste zwischen Gießen, dem Vogelsberg und der Rhön, berichtete die „Frankfurter Neue Presse“. In rund 5.500 Metern Höhe verteilte die Maschine den Treibstoff – insgesamt 65 Tonnen, die aber weder für Mensch noch Umwelt gefährlich sein sollen.

Nach Daten von „Flightaware“ soll die Boeing dann um 0.25 Uhr in Frankfurt gelandet sein. Für die betroffenen Passagiere sollte es nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers am Montag um 11.30 Uhr nach Shanghai gehen. 

Fehlzündung bei Triebwerk: Augenzeugen berichten von Flammen

Die genaue Ursache des Problems gab die Airline im Laufe des Vormittags bekannt: Eines der vier Triebwerke soll vermutlich eine Fehlzündung gehabt haben – Augenzeugen wollen Flammen aus dem rechten, innen liegenden Triebwerk gesehen haben wollen.