Handy nicht im Flugmodus? Das kann im Flugzeug teuer werden

Handy nicht im Flugmodus? Das kann richtig teuer werden

Vor Abflug werden Passagiere darum gebeten, alle elektronischen Geräte in den Flugmodus zu schalten oder ganz auszumachen – auch das Handy. Um die Urlaubskasse zu schonen, solltest du das wirklich tun.

Daddeln nach Take-off? Dann aber nur im Flugmodus. (Symbolfoto)
Surfen nach Take-off? Dann aber nur im Flugmodus. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Marten Bjork

Ob der erste oder der 100. Flug: Bei der Sicherheitseinweisung der Crew solltest du immer deine Ohren und Augen aufsperren und die Anweisungen befolgen. Dazu gehört eben auch, das Handy in den Flugmodus zu schalten. Du siehst das nicht so eng und denkst: Wozu, auf Flughöhe hast du eh keinen Empfang? Jein.

Je nach Anbieter machen sich Handys im Flugzeug selbstständig und verbinden sich per Mobilfunk-Roaming mit einem In-Flight-Netzwerk des Flugzeugs, das ist quasi ein bordeigenes Netz.

Handy nicht im Flugmodus: Passagier bekommt saftige Rechnung

Passiert ist das einem Passagier bei Aer Lingus. Dieser soll nämlich auf einem Flug von Irland in die USA genau das ignoriert haben. Die Quittung kam danach: Eine Rechnung von 300 US-Dollar. Davon berichtet die „Financial Review“. Diese Summe kam zustande, da der Fluggast offenbar das Handy nicht im Flugmodus hatte und/oder das Datenroaming im Ausland aktiviert hatte.

Das Handy lässt dann automatisch den mobilen Datenverkehr zu – Downloads, Updates, Hintergrundaktualisierungen werden durchgeführt und das kostet. Vergleichen kannst du das in etwa damit, wenn du dein Smartphone im EU-Ausland nutzt. Dein Heimanbieter berechnet dir dann auch die Nutzungsgebühren.

Viele deutsche Anbieter arbeiten mit dem Provider Aeromobile zusammen. Flugreisende können deshalb auf Basis des Mobilfunk-Roamings das Bordnetz selbst während des Fluges benutzen – gegen Aufpreis.

Das fällt entweder erst bei der nächsten Handyrechnung auf oder, wie Lufthansa dem reisereporter erklärte, bereits mit Blick auf die Benachrichtigungen. Denn eigentlich müssten Passagiere per SMS eine Information vom Provider über die Verbindung bekommen. 

Viele Airlines haben bordeigenes Netz, in das sich das Handy ungewollt einwählen kann

Lufthansa weist Fluggäste auch per Crew-Ansage auf die möglichen Zusatzkosten hin, andere Airlines wie Emirates oder Virgin Atlantics warnen Passagiere vor den Gebühren auf ihren Websites. 

Ähnliches soll, wie die britische „Sun“ berichtet, einer Frau bei Emirates passiert sein. Das Handy war nicht im Flugmodus und versuchte, sich ins WLAN einzuwählen – allein die Verbindungsgebühr soll ihr von ihrem Heimanbieter in Norwegen mit 35 Pfund berechnet worden sein. Die Geschichte teilte Ehemann Dave Moreau auf Twitter.

Bei diesen Airlines gibt es Gratis-WLAN im Flugzeug

Daher merken: Handy immer vor Abflug in den Flugmodus. Wenn du über den Wolken nicht aufs Surfen im Internet verzichten kannst, dann solltest du dich über die Internet-Pakete der Airlines informieren. Die meisten (große Ausnahme sind Easyjet und Ryanair) besitzen bordeigenes WLAN – komplett kostenlos ist das nur unter Umständen.

Bei Norwegian gibt’s den Service auf vielen Flügen, Emirates schenkt dir 20 MB kostenlose Daten. Wir verraten dir, bei welchen Airlines es sonst noch Gratis-WLAN gibt.

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