Was war los vor diesem Ryanair-Flug von Faro in Portugal nach London-Stansted? Ein Video, das zeigt, wie der Passagier Rafik B. von der portugiesischen Polizei vom Sitz gezerrt wird, wurde bei Twitter mittlerweile 1,9 Millionen Mal aufgerufen.

Video: Polizei führt Passagier aus Ryanair-Flieger ab 

In der Aufnahme ist zu sehen, wie andere Passagiere aufgeregt die Szene beobachten, eine Frau ruft mehrmals: „Sie tun ihm weh!“ Gefilmt hat das Rafiks Freund Islam gestern mit seinem Handy.

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Rafik wehrte sich, nach seiner und Islams Ansicht sei der Polizeieinsatz unbegründet gewesen: „Mein Freund wurde auf unserem Rückflug aus rassistischen Motiven angegriffen. Da war ein freier Sitz bei mir, aber die Stewardess verweigerte ihm, dort zu sitzen, und beschuldigte ihn, sie geschlagen zu haben, obwohl das ganze Flugzeug auf seiner Seite war“, sagt Islam zu dem Zwischenfall.

Ist Rafik tatsächlich gegenüber der Stewardess handgreiflich geworden? Die beiden Männer behaupten gegenüber dem „Mirror“, dass es ein versehentliches Anrempeln gewesen sei. Ryanair hat sich bisher auch auf reisereporter-Nachfrage nicht geäußert.

Stewardess ruft Polizei zum Ryanair-Flieger – Passagier wehrt sich gegen Vorwurf

Ein anderer Passagier stützt Rafiks und Islams Version und veröffentlichte auf seinem Twitter-Account „D-Renii“ ein weiteres Video des Vorfalls mit dem Kommentar: „Eigentlich hat der Kerl nur gefragt, ob er auf dem Platz neben seinem Freund sitzen kann, weil dieser frei war.“

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Die zwei Freunde waren nach Informationen des „Mirror“ wegen eines Musikfestivals an der Algarve und wollten auf dem Rückflug zusammensitzen. Vor Islam soll noch ein Platz frei gewesen sein, Rafik soll die Chance genutzt haben und sich umgesetzt haben.

Eine Stewardess soll damit nicht einverstanden gewesen sein und Rafik wieder zurückgeschickt haben. Auf seinem Rückweg soll es dann zu der für die Stewardess wohl bedrohlichen Geste gekommen sein. Daraufhin soll sie die Polizei angerufen haben. 

„Wir wussten gar nicht, was los ist, bis die Polizei das Flugzeug betrat“, sagte Rafiks Freund Islam. Kinder sollen geweint haben. Rafik habe irgendwann nachgegeben, weil er den „freundlichen Passagieren“ nicht den Urlaub vermiesen wollte, und habe gemeinsam mit Islam den Flieger verlassen.

Bislang soll Rafik nicht strafrechtlich belangt worden sein. Beide mussten auf eigene Kosten eine weitere Nacht in Portugal bleiben, bevor sie mit einer anderen Airline den Rückflug antraten.