6 Gründe für einen Roadtrip durch Botswana und Namibia

6 Gründe für einen Roadtrip durch Botswana und Namibia

Abenteuer in der Wildnis: reisereporterin Tabea ist durch Botswana und Namibia gereist. Warum auch du einen Roadtrip ganz nah an Elefanten, Nilpferden und Löwen machen solltest? Hier kommen sechs Gründe.

Tabea Schäffer
Auf den unbefestigten Straßen im nördlichen Botswana und in Namibia brauchst du auf jeden Fall einen Geländewagen.
Auf den unbefestigten Straßen im nördlichen Botswana und in Namibia brauchst du auf jeden Fall einen Geländewagen.

Foto: Tabea Schäffer

Saftige, grüne Flusslandschaften nördlich der trockenen Kalahariwüste, wilde Tieren, bunte Vögel und exotische Pflanzen: Der Norden von Botswana mit dem Okavango-Delta und dem Chobe-Nationalpark sowie des Caprivi-Streifen im nordöstlichen Namibia bieten ideale Voraussetzungen für eine abenteuerliche Reise mitten durch die Natur. Was du dort alles erlebst? Ich verrate es dir.

1. Nachts Löwen beim Brüllen zuhören

Auf den unbefestigten Straßen im nördlichen Botswana und in Namibia brauchst du für deinen Roadtrip auf jeden Fall einen Geländewagen. Viele der sogenannten 4×4-Drives haben auf dem Dach Zelte und sind mit Campingutensilien ausgestattet, sodass du auf Campingplätzen mitten im Nationalpark übernachten kannst.

Die Plätze sind oft nicht umzäunt, so kannst du auf dem Weg zum Waschhaus schon mal einen Elefanten oder ein Nilpferd sehen. Und wenn du nachts aufwachst, kannst du in der Ferne oft Löwen brüllen oder Nilpferde schnaufen hören.

Da überlegst du es dir vielleicht zweimal, ob du wirklich so dringend zur Toilette musst, dass du dein Zelt in zwei Metern Höhe verlässt.

Tagsüber siehst du sie, nachts hörst du sie: Löwen.
Tagsüber siehst du sie, nachts hörst du sie: Löwen. Foto: Tabea Schäffer

2. Bootstour mit Nilpferden und Krokodilen

Besonders in der Regenzeit sind Bootstouren durch das Okavango-Delta beliebt. Manche Unterkünfte lassen sich in dieser Zeit sogar nur per Boot oder Kleinflugzeug erreichen. Aber auch in den trockenen Monaten kannst du dich von einem Guide durch die Flusslandschaft fahren lassen und Tiere und Natur vom Wasser aus beobachten.

Vor allem im Sonnenuntergang ist ein solcher Trip empfehlenswert, da die Tiere in der Dämmerung aktiver werden. So taucht mit etwas Glück ein Nilpferdkopf aus dem Wasser oder ein Krokodil am Ufer auf. Dazu kannst du ein spektakuläres rosa-rot-orangefarbenes Farbenschauspiel über der Flusslandschaft beobachten.

Vor allem im Sonnenuntergang ist eine Bootstour empfehlenswert, da die Tiere in der Dämmerung aktiver werden.
Vor allem im Sonnenuntergang ist eine Bootstour empfehlenswert, da die Tiere in der Dämmerung aktiver werden. Foto: Tabea Schäffer

3. Tiere auf privaten Safaris hautnah erleben

Klar kannst du auch im Okavango-Delta eine teure geführte Safari buchen. Spannender (und günstiger) ist es aber, einfach selbst mit dem Wagen loszufahren und auf Entdeckungstour zu gehen. Karten, die es vor Ort zu kaufen gibt, zeigen, wo es Wasserstellen oder Plätze mit Ausguck gibt, um Tiere zu beobachten.

Aber auch auf den normalen Wegen durch die Natur kann mit etwas Glück schon mal ein Löwe aus dem Busch auftauchen. Besonders oft triffst du Elefanten, Affen, Zebras, Giraffen und verschiedene Antilopenarten. An Seen wie den „Dumbo Hippo Pools“ gibt es zudem eine Nilpferdsichtungsgarantie.

Giraffen begegnest du in Namibia und Botswana besonders oft.
Giraffen begegnest du in Namibia und Botswana besonders oft. Foto: Tabea Schäffer

4. Elefantenherden beim Baden zusehen

Botswana beherbergt die größte Elefantenpopulation Afrikas. Da die sozialen Tiere in großen Verbänden zusammen leben, trifft man oft auf ganze Familien mit Müttern, Tanten und Babys, die sich zum Beispiel an Wasserstellen erfrischen.

Aber Vorsicht: Wenn eine Herde Jungtiere dabeihat, gilt es, nicht zu nah an die Tiere heranzufahren und auf keinen Fall auszusteigen, um die Elefanten nicht zu provozieren. Wenn ein ausgewachsener Elefant vor dir die Ohren aufstellt, tritt besser den Rückzug an!

Botswana beherbergt die größte Elefantenpopulation Afrikas.
Botswana beherbergt die größte Elefantenpopulation Afrikas. Foto: Tabea Schäffer

5. Paradiesvögel beobachten

Besonders das Okavango-Delta ist für seine Vielfalt an seltenen, paradiesischen Vögeln bekannt. Es lohnt sich, den Blick auch mal in die Baumkronen zu richten. Insgesamt beherbergt das Delta mehr als 500 Vogelarten und zieht Vogelkundler, Naturfilmer und Forscher aus aller Welt an. So kannst du hier unter anderem Fischadler, Klunkerkraniche, bunte Eisvogelarten oder Kormorane entdecken.

Im Okavango-Delta gibt es viele seltene, paradiesische Vögel.
Im Okavango-Delta gibt es viele seltene, paradiesische Vögel. Foto: Tabea Schäffer

6. Den atemberaubenden Sternenhimmel genießen

Ein absolutes Highlight bei einer Reise durch die Nationalparks im Norden Botswanas und Namibias ist definitiv der atemberaubende Sternenhimmel, der sich hier Nacht für Nacht präsentiert. Da die Gegend wenig von Menschen besiedelt und vom Massentourismus noch weitgehend verschont ist, kannst du nachts Tausende Sterne beobachten und sogar die Milchstraße erkennen.

Leg dich am besten auf den Boden vor dein Zelt und genieß den Ausblick und die Stille, die vielleicht manchmal von einem Elefantentröten unterbrochen wird. Spätestens wenn du jetzt eine Sternschnuppe erblickst, wünschst du dir nur noch eines: nie wieder aufzustehen.

In Namibia und Botswana kannst du nachts sogar die Milchstraße erkennen.
In Namibia und Botswana kannst du nachts sogar die Milchstraße erkennen. Foto: Tabea Schäffer

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