Panne beim Check-in von British Airways: Tausende in London gestrandet

Panne bei British Airways: Tausende in London gestrandet

An mehreren Londoner Flughäfen standen Passagiere Schlange. Der Grund: British Airways hatte Software-Probleme beim Check-in. Davon betroffen waren Tausende Fluggäste, die Geduld beweisen mussten.

Passagiere an den Flughäfen Heathrow, Gatwick und London-City müssen aktuell viel Geduld mitbringen.
Passagiere an den Flughäfen Heathrow, Gatwick und London-City müssen aktuell viel Geduld mitbringen.

Foto: twitter.com/Jamie Boswell

Mehr als 110 gestrichene Flüge und 300 Verspätungen, 20.000 frustrierte Passagiere: Dieses Szenen spielten sich am Mittwoch an gleich drei Flughäfen Londons ab.

Bei British Airways traten seit Mittwochmorgen Probleme mit den Computern auf. Die Folge: An den Flughäfen Heathrow, Gatwick und London-City konnten Passagiere nicht mehr einchecken.

Computer-Panne bei British Aiways: Passagiere können in London nicht einchecken

In Heathrow fielen 117 Flüge aus, in Gatwick waren es zehn. Passagiere wurden teilweise mit manuellen System eingecheckt. Die Airline gab am Donnerstagmorgen bekannt, dass die Computer-Probleme behoben seien – dennoch könne es im Laufe des Tages immer noch zu Verzögerungen kommen. 

Die Airline informiert betroffene Fluggäste auf ihrer Website und rät Reisenden, ihren Flugstatus zu überprüfen und mehr Zeit am Flughafen einzuplanen. Der genaue Grund für die Panne in der IT ist bisher noch unklar.

20.000 Passagiere von British-Airways-Panne betroffen 

Von der Panne betroffen waren auch Verbindungen von London nach Hamburg. Ein Foto zeigt die Warteschlangen an den Check-in-Schaltern. 

Die Airline bot Betroffenen bereits am Mittwoch an, die von Heathrow, Gatwick oder London-City Kurzstreckenflüge gebucht haben, ihren Flug auf den nächsten Tag umzubuchen. Das weitete die Airline aus und teilte mit, dass alle Kunden, deren Flüge storniert wurden, umgebucht oder entschädigt worden seien.

Verärgerte Passagiere an Londons Flughäfen

Vor Ort gestaltete sich das jedoch offenbar schwierig. Joanne Lewis beschwerte sich, dass das Personal der Fluggesellschaft ihr bei der Umbuchung nicht weitergeholfen habe: „Wir mussten 200 Euro extra für einen Flug mit einer anderen Airline zahlen, welche sie vermutlich nicht kompensieren werden.“

Noch schlimmer traf die Panne eine Familie, die auf Zypern festsaß. Denn weil der Flieger aus London, mit dem es für sie zurückgehen sollte, nicht ankam, wurde ihr Rückflug am Mittwochabend gecancelt.

Familienvater Sam Angeli sagte dem Fernsehsender „BBC“: „Sie haben uns weder eine Mail geschickt noch angerufen oder uns anderweitig über die Verspätung benachrichtigt.“ Er wisse nicht, was er tun solle, und sei sehr wütend auf British Airways.

Das müssen Reisende bei Flugausfall oder Verspätung wissen

Chaos an Flughäfen – das erlebten zuletzt auch bis zu 30.000 Passagiere am Flughafen Amsterdam-Schiphol. Mitten in der Hauptreisezeit kam es dort zu einer Störung bei der Betankung der Flugzeuge. Mehr als 1.000 Menschen mussten auf Feldbetten am Flughafen übernachten, da die Hotels ausgelastet waren.

Welche Rechte und Ansprüche haben Passagiere in solchen Fällen? Laura Kauczynski vom Fluggastrechte-Portal „Airhelp“ ist Expertin und sagt: „Reisende, deren Flüge gestrichen werden, haben Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Gleiches gilt für Passagiere, deren Flüge ihr Ziel erst mit mindestens drei Stunden Verspätung erreichen.“

Ab einer Verspätung von mehr als fünf Stunden müssen Airlines den vollen Ticketpreis erstatten – wenn diese sich gegen eine Alternative entscheiden. 

Abhängig ist das aber auch von der jeweiligen Streckenlänge. Bei einer Verspätung von mehr als zwei Stunden und einer Flugstrecke von mehr als 1.500 Kilometern muss die Airline Betroffene unter anderem mit Essen und Trinken versorgen und gegebenfalls eine Unterkunft bereitstellen. 

Laura Kauczynski von „Airhelp“ rät, diese Versorgungsleistungen bei der Fluggesellschaft einzufordern.

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