Frau knuddelt im Urlaub ihren Hund – und verliert ihre Beine

Urlauberin knuddelt Hund – und verliert ihre Beine

Mit ihrem Hundewelpen und ihrem Mann verbrachte eine Frau aus den USA einen traumhaften Urlaub in der Dominikanischen Republik. Doch kurz nach der Rückkehr mussten ihre Hände und Beine amputiert werden.

Ein Deutscher Schäferhund am Strand.
Die Kuschelei mit ihrem Schäferhundwelpen sollte für eine Urlauberin ein tragisches Ende nehmen. (Symbolfoto)

Foto: imago images/blickwinkel

Dieser Urlaub im Paradies endete tragisch: Marie T. sollte nur neun Tage nach ihrer Reise in die Dominikanische Republik im Krankenhaus aufwachen – ohne Hände und Beine. Eine schwere und seltene Infektion ließ den Ärzten keine andere Wahl.

Grund war keine tropische Krankheit, sondern ein Bakterium, das im Urlaub über eine offene Wunde übertragen wurde und Marie in Lebensgefahr brachte. Und schuld war nur ein Kuss – von ihrem kleinen Vierbeiner.

Nach Karibik-Urlaub: Frau müssen Gliedmaßen amputiert werden

In die Karibik mitgenommen hatte Marie nicht nur ihren Mann Matthew, sondern auch den Schäferhund-Welpen Taylor – inklusive ausgieber Kuscheleinheiten. Offenbar hatte Marie am Körper eine offene Schürfwunde, die Welpe Taylor durch Lecken wohl nur heilen wollte.

Nach ihrer Rückkehr nach Ohio in den USA klagte Marie zunächst über Rückenschmerzen und Übelkeit. Starke Temperaturschwankungen ihres Körpers folgten, am 11. Mai 2019 wurde sie dann in eine Notaufnahme im Stark County gebracht.

Dort solle sie fantasiert haben, beschrieb ihre behandelnde Ärztin Dr. Margaret Kobe gegenüber dem Fernsehsender „CNN“. Kurz nach der Einweisung wurde Marie bewusstlos, ihre Haut verfärbte sich rasend schnell pupurrot und begann abzusterben (Nekrose). 

Küsschen vom Hund führt bei Urlauberin zu schwerer Infektion

Die Infektion breitete sich bis zum Gesicht und in die Beine aus: „Sie verlor keine Partien ihres Gesichts. Aber ihre Gliedmaßen mussten operiert werden.“ Um weitere Körperteile vor dem Befall zu retten, nahmen die Ärzte Marie ihre Beine und Hände ab. Ihr größtes Hobby, das Motorradfahren, ist nun ohne Prothesen unmöglich.

„Sie war dem Tod nahe“, erklärte Kobe – was angesichts der Diagnose sehr selten ist. Im Blut der Frau nachgewiesen wurde das Bakterium Capnocytophaga canimorsus, das etliche Katzen und Hunde im Maul tragen.

Ein Küsschen vom Haustier richtet bei gesunden Menschen eigentlich nichts an, doch Maries Immunsystem war offenbar so sehr geschwächt, dass es den Keim nicht bekämpfen konnte.

Hundewelpe trägt tödliches Bakterium in sich 

In rund 15 Prozent der Fälle entzündet sich die Capnocytophaga-Infektion, bisher seien 26 Menschen daran gestorben, berichtet die „National Geopraphic“. 

In einem anderen Fall erkrankte eine Portugal-Urlauberin schwer durch das Bakterium Campylobacter, das sie sich beim Knuddeln mit einer Katze eingefangen hatte. Sie landete im Rollstuhl.

Für Marie bleibt die Liebe zu ihrem Schäferhund Taylor nach allem ungebändigt. Sie und ihr Mann haben ingesamt zwei Hunde, die sie auch im Krankenhaus besuchten. „Das hat einfach das größte Lächeln auf mein Gesicht gezaubert“, sagte Marie.

Und zu viert schauen sie trotzdem optimistisch in die Zukunft. Dank einer Spendenaktion konnte Marie sich Prothesen anfertigen lassen, den Umgang wird sie in einer Reha erlernen. Ihr Ziel: Nach Hause zurückkehren und wieder in der eigenen Bar arbeiten gehen.

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