Wer in den kommenden sechs Monaten nach Sri Lanka reist, kann beim Visum sparen. Das verkündete zumindest Tourismusminister John Amaratunga. Demnach wird Urlaubsreisenden und Geschäftsreisenden aus 60 Ländern ab sofort die Visumsgebühr von derzeit 32 Euro für einen Aufenthalt bis zu einem Monat erspart, meldet „AP News“.

Die Initiative ist eine Reaktion auf die Terroranschläge in Sri Lanka im April, als 263 Menschen in Kirchen und Hotels ums Leben kamen. Danach stagnierte der Tourismus in dem Inselstaat und hat sich noch nicht wieder erholt, obwohl das Auswärtige Amt seine Reisewarnung inzwischen aufgehoben hat.

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45 Prozent weniger Touristen als vor den Anschlägen

Es kamen im Juli nur 117.000 Touristen, 45 Prozent weniger als im Vorjahr. Mitunter hängt das auch mit abgesagten Reisen diverser Veranstalter zusammen. Vor allem die Einheimischen leiden, denn der Tourismus ist der drittgrößte Wirtschaftsfaktor in dem Land. 

Ob die neue Regelung aber tatsächlich umgesetzt wird, ist unklar. Denn bereits vor einigen Monaten hatte der Minister angekündigt, dass die Visumspflicht für EU-Bürger komplett abgeschafft wird. Das sollte bereits zum Frühjahr passieren – wurde aber nie umgesetzt. 

Obwohl die Regelung seit 1. August gelten soll, ist bei der Online-Bewerbung noch ein Bezahlungsvorgang notwendig. Amaratunga hatte angekündigt, dass die Gebühr sowohl bei Visa on Arrival als auch bei der Online-Bewerbung erlassen werden soll.